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Seit Dienstag in der Zwerggasse Ein sechs Meter hoher Grenzzaun mitten in Graz

Besondere Kunstinstallation im Bezirk St. Leonhard: Ein privates Haus in der Zwerggasse wird mit einem sechs Meter hohen Grenzzaun "gesichert". Dieser wird nun dort für knapp einen Monat zu sehen sein.

Der Grenzzaun in der Zwerggasse © Andreas Stangl
 

Seit Dienstag bietet sich den Bewohnern und Passanten in der Zwerggasse im Grazer Bezirk Leonhard ein ungewohnter und für manche wohl verstörender Anblick. Für das Parallelprogramm des "steirischen herbstes" hat die in Niederösterreich lebende Künstlerin Catrin Bolt den Garten eines Ehepaares mit einem sechs Meter hohen Stück Zaun abgeschirmt, wie er normalerweise nur an den exponiertesten Stellen der EU-Außengrenze zu finden ist.

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tupper10
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Kunst...

...zeichnet sich nicht immer durch ästhetische Gefälligkeit aus. Oft es es das Hässliche oder auch das Alltägliche, das im Erfassen des moment historique eine wesentliche Funktion der Kunst offenbart: zum Nachdenken anzuregen, den Finger auf die Wunden unserer Gesellschaft zu legen, Missstände zu aufzuzeigen. Oft waren Künstler die Motoren und Initiatoren von Umdenkprozessen und Paradigmenwechseln. Künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum mit Gemälden von Da Vinci zu vergleichen, wie Kommentatoren es hier tun, zeugt von kunsthistorischem Unverständnis. (Porträt-)Malerei im 16. Jahrhundert hatte völlig andere Aufgaben und auch Zielgruppen als (Installations-)Kunst heute.

Buero
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Was man mit diesem Geld .... hätte

.... dann gäbe es niemals Geld für Kunst. Denn was hier steht von "armen Flüchtlingskindern" mein wohl "die Kritiker selbst", die dieses Geld gerne für sich hätten, wenigstens vermeintlich. Wie arm seid ihr doch, die bestimmen möchten, für welche Kunst Geld augegeben werden darf und was Kunst ist. War schon mal so. N.A.Z.I.S und dummde Menschen raus, Bildung rein.

calcit
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Und wenn sie schon die braune Keule schwingen...

...bestimmen sie was Kunst ist oder wer sich darüber äussern darf?

calcit
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Wieviel spenden sie den so für Kinder oder arme Menschen?

Ich kann ihnen gerne mal meine Spendennachweise zukommen lassen. Weiters, wenn Kunst in den öffentlichen Raum tritt habe ich sehr wohl auch das Recht meine Meinung dazu zu äußern ob mir das gefällt oder nicht und was man mit dem Geld besser machen hätte können. Vor allem wenn das Geld von der öffentlichen Hand - also von uns Steuerzahlern kommt. Und wenn sie schon von Bildung schreiben - lesen sie da zuerst mal ihr Posting durch...

calcit
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Mit dem Geld für diesen Zaun hätte man sicher...

...Nahrungsmittel und medizinische Versorgung für einige Flüchtlingskinder für längere Zeit sicher stellen können...

LacknerH
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Kunst?

Was heute alles als Kunst bezeichnet wird! In einem Monat wird er wieder abgetragen, auf Kosten der Allgemeinheit. Soll ich auch Künstler werden? Nicht mehr jeden Tag in die Arbeit und Steuern zahlen? Ab und zu eine skurrile Idee, natürlich „fremdfinanziert“ umgesetzt, und schon bin ich Künstler. Dazu noch einige Worte von mir geben, möglichst wirres Zeug, was ich mit meinem Kunstwerk sagen will, niemand traut sich da widersprechen, weil jeder Angst vor dem Vorwurf hat, er verstehe nichts von „Kunst“.

duMont
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Verunglimpfung aller creativer Menschen

Mit Ihrem unüberlegten Kommentar beleidigen Sie eine ganze Berufsgruppe (Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Architektur, Fotografie). Ich möchte Sie bitten Sich hier höflich zu entschuldigen.

duMont
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Was Kunst ist bestimmt immer der Künstler oder der Kunsthistoriker.

Deshalb heißt er auch Künstler und nicht der Mann von von der Müllabfuhr oder der Sozialarbeiter und Finanzamtsmitarbeiter.

LacknerH
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Alle zahlen dafür

Aber auch "der Mann von von der Müllabfuhr oder der Sozialarbeiter und Finanzamtsmitarbeiter" zahlt da mit. Zitat aus 2017, für heuer habe ich nichts gefunden: "Das Land und die Stadt Graz stellen demnach bis 2017 mehr als 2,8 Mio. Euro pro Jahr für das steirische Kulturfestival bereit".
Außerdem sind diese Leute nicht weniger wert als der "Künstler" - Ihr Kommentar klingt diesen gegenüber abwertend.

X22
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Der Begriff Kunst ist weit gedehnt

über was regen sie sich überhaupt auf?
Die allermeisten Künstler kratzen an der Armutsgrenze, würdens nicht auch andere Tätigkeiten nachgehen, würden sie es heutzutage nicht schaffen zu überleben und wer sagt das Künstler keine Steuern zahlen würden.
Tuns es einfach, wenn sie glauben sie könnten so leben und stellens ihre "Fremdfinazierungen", es wird keiner zu ihnen kommen und sagen, da hast 2000€ und mach, ich trau mich zu wetten sie halten nicht lange durch

jaenner61
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das ist wirklich große kunst

ein hoher zaun, ein wald im fußballstadion, eine banane mit klebeband an die wand geklebt usw usw
noch generationen nach uns werden davon sprechen, in einem atemzug mit größen wie michelangelo, picasso oder rembrand!

duMont
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Was Kunst ist bestimmt immer der Künstler oder der Kunsthistoriker.

Deshalb heißt er Künstler. Und nicht ein Lehrer oder der Mann von der Müllabfuhr.