Fast vier Jahre ließ sich das Land Zeit, jetzt geht alles sehr schnell: Die „Einzelstandortverordnung“ für die Shoppingcity Seiersberg ist im Entwurf fertig und könnte schon kommende Woche von der Landesregierung beschlossen werden. Voraussetzung ist, dass am Montag der Raumordnungsbeirat zustimmt. Die neu zuständige Landesrätin Ursula Lackner (SPÖ) drückt spürbar aufs Tempo. Sie fürchtet, dass der Verfassungsgerichtshof die momentane Rechtskonstruktion demnächst aufhebt.

Die neue Sonderbewilligung, die schon im Mai 2016 von der Gemeinde Seiersberg-Pirka beantragt wurde, besteht nur aus einer einzigen Seite mit vier knappen Paragrafen. Demnach darf die SCS künftig 74.000 Quadratmeter Verkaufsfläche (statt derzeit 78.800) umfassen. Auch alle bestehenden 3296 Parkplätze werden genehmigt. Die Auflagen sind moderat: Es darf kein Factory-Outlet-Center entstehen und die Gebäude dürfen nicht auf mehr als zwei Geschoße aufgestockt werden. Und wegen des Klimaschutzes müssen „Frei- und Grünflächen“ festgelegt werden. Damit sind aber nur die bereits bestehenden Grasstreifen gemeint.