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FP-Chef Mario Eustacchio"Wir müssen die Autos im Grazer Zentrum unter die Erde verbannen"

Die Kleine Zeitung trifft die Grazer Parteichefs zu politischen Sommergesprächen: Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) will statt einer U-Bahn Autos unter die Erde schicken. Ein Gespräch über Greta Thunberg und Bäume, keines über die Identären.

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FPÖ-Chef Mario Eustacchio wünscht sich Armin Sippel als Nachfolger – aber nicht sofort © Jürgen Fuchs
 

Herr Vizebürgermeister, wöchentlich demonstrieren Jugendliche auch in Graz für einen Klimanotstand, inspiriert von Greta Thunberg. Viele in der FPÖ beäugen die junge Schwedin skeptisch – Sie auch?
Mario Eustacchio: Ja. Da wird ein Kind instrumentalisiert. Das ist es, was mich stört, nicht das Inhaltliche.

Kommentare (11)

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stadtkater
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Warten wir doch gleich

bis das Antriebsgerät vom Raketen-Mann massentauglich ist und dann subventioniert die Stadt Graz jedem Bürger so ein Gefährt;-)!

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Martha Krumpeck
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Aus den Augen, aus dem Sinn?

Eustacchio will also einen Tunnel bauen, und die Autos dahinein verschwinden lassen. Aus den Augen, aus dem Sinn, und wieder ein paar Millionen Steuergeld in fossile Infrastruktur versenkt. Wenn der Tunnel mal da ist, dann muss der sich auch auszahlen - noch mehr fossil motorisierter Individualverkehr, über Jahre bis Jahrzehnte.

Und dabei müssen wir doch dringend weg von diesem Mobilitätskonzept. Warum nicht gleich das Geld in Alternativen stecken? Öffentliche Verkehrsmittel etwa, die dann auch für alle leistbar gemacht werden müssen - das Auto darf nicht das einzige Verkehrsmittel sein, mit dem man schnell und bequem in die Arbeit kommt.

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vpower
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Wann holt Graz auf?

Mario Eustacchio hat einige vernünftige Ansätze. Ich freue mich über jeden, der Graz in die richtige Richtung weiterbringt, egal von welcher Partei er kommt. Es ist in den letzten Jahren auch einiges Positives passiert, dennoch haben uns viele vergleichbare Städte überholt. Vielleicht sind es manchmal auch die Eigentumsverhältnisse (Bsp. Andreas-Hofer-Platz, oben viel grün und unten eine neue attraktive Tiefgarage ist wünschenswert), Ignoranz (Bsp. Griesplatz, der Schandfleck könnte in der Mitte kostengünstig runderneuert werden), oder fehlender Mut (Kaiserfeldgasse, Joaneumring, Zinzendorfgasse). In der Zinzendorfgasse würde den Radfahrern schon helfen, die Parkplätze auf der Nordseite aufzugeben. 100 weitere Beispiele sind möglich. Die P+ R Parkplätze (Bsp. Graz-Nord) gehören auf jeden Fall dringend erweitert, neue Radwege (Bsp. Oberandritz-Stattegg entlang des Andritzbaches) dringend errichtet. Graz muss aufholen, ohne U-Bahn, dafür mit mehr Fußgängerzonen, Radwegen, Tiefgaragen und P+R Plätzen, so wie es uns andere Städte vorzeigen.

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Mein Graz
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Zu diesem Interview

Greta Thunberg ist kein Kind, sie ist Jugendliche. Ja, viele behaupten, sie wird „benutzt“ – meist sind das allerdings Personen die nicht wahrhaben wollen, dass ein junger Mensch eine eigene Meinung haben und den Erwachsenen den Spiegel vorhalten können. Und dann sind da natürlich diejenigen, die an Verschwörungen jeder Art glauben!
Die Jugendlichen wissen ganz genau, was sie mir ihren Aktionen erreichen können: ein Umdenken, das schon jetzt begonnen hat. Wer das negiert und behauptet Jugendliche sehen nicht das Große Ganze hat völlig vergessen, dass es gerade bei Jungen um deren Zukunft geht und sie sehr wohl wissen, was sie tun! Es geht nicht nur ums Auto, es geht genauso ums Fliegen, den Schiffsverkehr usw.
Unrealistisch ist wenn man glaubt, dass man gleich große Schritte machen kann. Man muss erst gehen lernen, bevor man laufen kann.
Also, Hr. Eustacchio, gehen Sie zu einer Demo, reden Sie mit den jungen Leuten, und hören Sie zu, was sie zu sagen haben, bevor Sie hier Behauptungen aufstellen. Gehen Sie raus aus dem Rathaus, in dem anscheinend nur über das böse Auto geredet wird!
Und glauben Sie ja nicht, nur weil sie älter sind als die Protestierenden haben Sie die Weisheit mit Löffeln gegessen! Ich bin um einiges älter als Sie – und ich lerne täglich von jungen Menschen und stehe auch dazu. Fehler haben wir „Alte“ schon genug gemacht!

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Mein Graz
7
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Fortsetzung:

Sie sind vielleicht beim Grüngürtel strenger, die Verbauungsdichte wurde in den letzten Jahrzehnten aber so angehoben, dass wir auf unserem Grund ein Haus, das 3 ½ x so groß ist wie das bestehende bauen könnten, was natürlich bedeutet, diese Fläche wäre für jedes Grün verloren. Ein klares Umdenken sieht für mich anders aus. Das kann doch nicht sein, dass es eine Stadt wie Graz nicht schafft, mehr als 185 Bäume in 1 ½ Jahren zu pflanzen!
Und, NEIN, um Platz an der Oberfläche zu bekommen müssen die Autos nicht unter die Erde, sie müssen raus aus der Stadt. Warum denken Sie nicht daran, große Park & Ride-Plätze an allen Einfahrtsstraßen zu errichten und günstigste Tickets für parken und die Öffis einzuführen? Dazu müssten selbstverständlich die öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut und das Angebot erweitert werden. Dazu könnte man doch das Geld verwenden, das Sie in Tiefgaragen stecken wollen! Das hätte auch einen positiven Effekt auf die Problematik der Umweltverschmutzung, denn weniger Verkehr bedeutet weniger Belastung.
Den Verkehr in die Tiefe zu verlegen, ja das wär schon was – über die Kosten wird hier allerdings geschwiegen. Über eine U-Bahn zu reden ist genau so illusorisch wie Ihr Vorschlag der Unterführungen: woher wollen Sie das Geld nehmen? Wollen Sie dafür die Plabutsch-Gondel absagen (was ja kein Nachteil wäre!)?

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Mein Graz
4
29
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Fortsetzung:

Dass Sie über Ihre Aussagen zu den Identitären schweigen ist bezeichnend. Meinen Sie tatsächlich, dass eine einmalige Distanzierung reicht – nachdem Sie diese rechtsextreme Gruppierung bestärkt haben? Das kann doch nicht alles gewesen sein!

Insgesamt zeigt dieses Interview genau das, was ich schon lange wusste: Ihre Einstellung ist m.E. völlig veraltet, Ihre Politik für Graz nicht vorhanden.

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paulrandig
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Planerblick?

Da werden nette Schlagwörter gedroschen. Aber der Planerblick fehlt dann doch ein wenig. Autos unter die Erde? Das geht maximal und mit hohen Kosten punktweise, als Tiefgaragen. Aber für fließenden Verkehr, sei es auf Reifen oder Schienen, ist im Keller einfach kein Platz. Da laufen nämlich Strom-, Daten-, Wasser und Abwasserleitungen. Die alle in großem Maßstab ein Stockwerk nach unten, unter die künftigen Verkehrswege zu setzen, wird auch nicht so einfach gehen, denn wie pumpt man dann das bisher von selbst in die Mur fließende Regenwasser wieder hoch? Und das Abwasser in die Kläranlagen, in die es jetzt von alleine fließt?
Oder legt man den Verkehr unter die jetzige Infrastrukturebene? Wie entwässert man denn dann diese Tiefstraßen? Und wo bringt man die Zufahrtsrampen alle unter? Wie evakuiert man? Wo bringt man alle paar dutzend Meter die Fluchtwege, samt Behindertenrampen und -liften unter? Wie managt man das Sicherheitsgefühl? Wahrscheinlich mit Beleuchtung. Brauchen wir für die (und all die Pumpen, Lifte und Sicherheitseinrichtungen) noch ein Murkraftwerk? Geht das alles ohne völlige Videoüberwachung?

Ich sage nicht, dass es unmöglich ist. Aber seine Schlagworte sind eindeutig billig. Ihr Inhalt wäre es nicht.

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berggrazer
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Let me fix that for you:

"Wir müssen die Autos im Grazer Zentrum verbannen"

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MoritzderKater
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Die Idee.....

..... Autos gar nicht in die Stadt zu lassen, sondern an den Einfahrtsstraßen Park-and-Ride-Plätze und einen besseren Service durch die Öffentlichen Verkehrsmittel zu schaffen,
kommt er gar nicht.
DAS wäre die bessere Lösung, als um Abermillionen irgendwelche Unterführungen zu bauen.
Aber die Stadtregierung kommt ja viel zu spät, denn die besten Platzmöglichkeiten, wie Kärntnerstraße (ehemalige O-Busstation) hat ja die Firma aus der Obersteiermark, die den Großteil unserer Grüngebiete zubetoniert, bereits lange zuvor gekauft.
Auch beim Zentralfriedhof "gab" es Flächen, die für so ein Vorhaben nützlich gewesen wären.

Aber Initiativen gegen den Klimwandel, egal ob wirklich erfolgreich oder nicht, werden von vorneherein als Unsinn abgetan ;-(((

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helga.zuschrott
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eustaccio kann halt nicht anders!

die autos gehören aus dem zentrum verbannt, wie bereits in eingen europäischen städten.
unter die erde? teuer, in effizient und sinnlos... und wahrscheinlich nicht wirklich machbar!
wer eine wiese asphaltieren lässt und dann wieder begrünen (obwohls auch anders gegangen wäre), denkt halt in diesen kategorien

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scionescio
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Ich finde es unangebracht, dass jemandem, der nach wie vor ein fragwürdiges Verhältnis zu den Identitären hat...

... und Überfälle auf alte Frauen als Jugendsünden abtut, Raum in der KLZ gegeben wird - jemand mit seiner Geisteshaltung hat in der Politik nichts verloren!

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