Grazer GKB-Kreuzung nach tödlichem Busunfall nun mit Schrankenanlage
Bei einem Unfall auf einer unbeschrankten GKB-Kreuzung mit einem Linienbus im September 2018 starb die 34-jährige Buslenkerin. Acht weitere GKB-Kreuzungen sind in Graz noch schrankenlos.

An jener Kreuzung in Graz, bei der im September des Vorjahres bei einer Kollision zwischen einem Bus und einer S-Bahn der Graz-Köflacher-Bahn (GKB) die Lenkerin der Linie 33 ums Leben kam, ist nun eine Schrankenanlage in Betrieb gegangen. Im Grazer Stadtgebiet gibt es insgesamt zwölf GKB-Eisenbahnkreuzungen. Vier von ihnen sind nun mit Schrankenanlagen gesichert.
Die Vollschrankenanlage wurde am Donnerstag an der Kreuzung Grottenhofstraße fertiggestellt, hieß es am Freitag in der Aussendung der GKB. Doch noch immer seien acht Kreuzungen "nur" mit Lichtzeichen und Andreaskreuzen gesichert.
Eine Expertengruppe erarbeite Lösungsvorschläge für die Sicherung aller Eisenbahnkreuzungen der GKB in Graz. Sie wird dabei von fünf Zivilingenieurbüros unterstützt, "die vor allem die Machbarkeit von Unterführungen prüfen bzw. alternative Lösungsvorschläge für die Sicherung der Eisenbahnkreuzungen erarbeiten sollen". Ein erster Zwischenbericht werde noch im Juli erwartet.
2018 kollidierte gegen 8 Uhr ein Zug der Graz-Köflach-Bahnen (GKB) mit einem Linienbus der Holding Graz. Im Zug wurde niemand verletzt, allerdings gab es sieben Schwerverletzte im Bus und die Buslenkerin, die noch an der Unfallstelle starb.