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Nach Todesfall: Grazer Kreuzung erhält Schranken

Die Kreuzung ist für den Verkehr ab sofort und bis 4. Juli komplett gesperrt. Manche Betroffene berichten indes, dass das Unglück bis heute eine große Herausforderung für sie ist.

18. September 2018: Die Buslenkerin wird tödlich verletzt
© APA/SCHERIAU
18. September 2018: Die Buslenkerin wird tödlich verletzt

Mit einem Schlag ist alles anders:Am 18. September 2018 kollidieren ein Linienbus und ein Zug der Graz-Köflacher-Bahn (GKB). An der Unglücksstelle - der unbeschrankte Bahnübergang in der Grazer Grottenhofstraße - verstirbt die 34-jährige Buslenkerin, elf Fahrgäste werden zum Teil schwer verletzt, der Zuglenker steht unter Schock.

Unter dem Eindruck dieser Ereignisse versichern die Verantwortlichen der Stadt Graz und der GKB unmittelbar danach: „Jeder Bahnübergang wird nachgerüstet.“ Nun ist es tatsächlich so weit - zumindest an der Unglückskreuzung. Ab dem heutigen Sonntag, 30. Juni, befindet sich hier eine Baustelle. Die Bahnüberführung bekommt einen Schranken.

Grottenhofstraße: Der Übergang erhält bis Sommer einen Schranken
© Juergen Fuchs
Grottenhofstraße: Der Übergang erhält bis Sommer einen Schranken

Dafür wird die Eisenbahnübersetzung bis 4. Juli komplett gesperrt. Die Linienbusse fahren über die Harter Straße, Am Jägergrund und die Straßganger Straße; die Haltestellen zwischen Harter Straße und
Straßganger Straße werden für diese Zeit aufgelassen.

„Beim Übergang in der Grottenhofstraße wird bis zum Sommer ein Schranken errichtet“, versprach Klaus Masetti, Mitarbeiter in der Stadtbaudirektion, schon im Frühling.

Nachwirkungen des Unglücks

Indes zeigt sich an privaten Schilderungen, wie sehr das Unglück bis heute nachwirkt: Die Staatsanwaltschaft hat ja das Verfahren gegen den GKB-Triebfahrzeugführer eingestellt. Man habe keine Anhaltspunkte „für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten“ entdeckt. Als die Kleine Zeitung darüber berichtete, meldete sich eine ältere Leserin - weil sie sich ärgerte, dass man damit suggeriere, „alles sei in Ordnung. Aber das ist es nicht! Meine Freundin ist damals im Unglücksbus gesessen, gleich hinter der Lenkerin. Und sie musste deswegen jetzt noch einmal ins LKH.“

Seitens des LKH konnte man dazu gegenüber der Kleinen Zeitung aus Datenschutzgründen zuletzt keinen Kommentar abgeben.