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Steirische GymnasienAHS-Direktoren schlagen Alarm: "Wir bluten aus"

48 steirische Schulleiter haben eine Resolution an den Bund unterzeichnet, weil sie um die Qualität der Pädagogik fürchten.

© Adobe Stock/sebra
 

„Wir bluten aus“, betonen Schulleiter im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Sie haben eine Resolution an Bildungsdirektion und Bildungsministerium übermittelt. Der Inhalt ist brisant: „Trotz sorgfältiger Planung und Beachtung der Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit“ finden die Gymnasien mit ihren Schulbudgets „nicht mehr das Auslangen“. Unterzeichnet haben das Schreiben alle 48 steirischen AHS-Leiter.

Deren Vorstand, Reinhard Gande, Direktor des BG/BRG Kirchengasse in Graz, erklärt die Hintergründe: Zwar seien die Budgets in den letzten Jahren leicht gestiegen, die Schulen aber mit überproportional vielen neuen Aufgaben betraut worden: „Wir sind froh, über die Investitionen des Bundes in modernere Gebäude und neue Geräte, viele Folgekosten sind aber nicht mehr bewältigbar“.

Das müssen die Schulen bezahlen

Die wichtigsten Punkte: „Die Maßnahmen zur Energieeinsparung sind zwar begrüßenswert, müssen derzeit aber aus dem laufenden Schulbudget beglichen werden.“, so Gande. Die Bildungsstätten bezahlen unter anderem die Adaptierung von Heizanlagen oder die neue Beleuchtung selbst. Auch die Wartungs- und Instandhaltungskosten würden steigen, betont man – etwa wegen neuer Sicherheitsvorgaben. Die Digitalisierung und der höhere Technologieeinsatz bei der Matura seien ebenso spürbar. Und: Dadurch, dass viele Reinigungskräfte nicht mehr durch Bundespersonal nachbesetzt werden, steigen auch die Reinigungskosten.

Wir sind froh über die Investition des Bundes in moderne Gebäude und neue Geräte, viele Folgekosten sind aber nicht mehr bewältigbar.

Reinhard Gande, Vorstand des Vereins der AHS-Direktoren

„Das hat zur Folge, dass manche Schulen nur noch sechs bis zehn Prozent ihrer Mittel für die Pädagogik ausgeben können“, heißt es in Direktorenkreisen. Die Frage, ob man auf Sprachreise fahre oder die Fenster putzen lasse, darf sich nicht stellen, meint eine Schulleiterin. Allein in Sachen Reinigung würden an den steirischen Gymnasien rund 690.000 Euro pro Jahr fehlen. „Das geht so weit, dass manche ab Oktober keine Rechnungen mehr bezahlen können“, erzählt einer der Direktoren.

Mit der Resolution „wollen wir die Situation für die Schüler verbessern“, unterstreicht Gande: „Für uns steht die Pädagogik im Vordergrund, nicht nur die Aufrechterhaltung des Betriebes.“ Unterstützung bekommen er und seine Kollegen von Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner, die das Bildungsministerium gebeten hat, sich der Sache anzunehmen. „Derzeit stehen wir in Verhandlung und hoffen auf produktive und konstruktive Lösungsansätze. In den nächsten Tagen gibt es einen Termin mit dem Ministerium, um zu analysieren, wo dezidiert Mehrkosten entstanden sind und wie wir die Probleme lösen werden“, so Meixner. In Wien bestätigt man den Termin, hält sich zum Aufschrei aus der Steiermark ansonsten aber bedeckt.

Kommentare (2)

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Kapazundo
15
9
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keine Wartung bzw. Instandhaltung - nur Neubau bei den SPÖlern

Die Bildung steht bei den SPÖlern (Lackner) nur auf Neubau, egal was, ob kurzsichtig oder sinnlos. Selbst die Richtlinien schaffen sie nicht, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet sind. Bildung und SPÖ, ist wie Teufel und Weihwasser, weil sie sich nicht mehr um die Bürger scheren.

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andy379
4
3
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was für ein blödsinn...

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