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Die PläneAugarten: Jetzt sind die Details für die Bucht bekannt

Die Augartenbucht ist in aller Munde. Doch bisher sickerten nur wenige Infos durch. Die Kleine Zeitung zeigt die Pläne erstmals im Detail.

Hier, etwas nördlich des Augartenstegs, wird die Murbucht entstehen © Kloiber
 

Seit die Pläne für die neue Ufergestaltung von der Rathaus-Koalition veröffentlicht wurden, gehen die Wogen hoch. Die Murschifffahrt und die Schaffung mehrerer Zugänge zum Wasser wurden am Donnerstag im Gemeinderat beschlossen.

Die Debatte ist damit aber noch nicht vorbei – und wird vor allem hinsichtlich der Pläne im Augarten weiter geführt.
Was bei all den emotional geführten Debatten nämlich fast zu kurz kam: Wie soll der „Augarten neu“ eigentlich ausschauen? Die Kleine Zeitung zeichnet nun die detaillierten Pläne nach.

Foto © Kleine Zeitung

Das Gelände wird ab dem Bereich des jetzigen Jugendspielplatzes bis zum Ufer auf insgesamt 6000 Quadratmetern deutlich abgesenkt. Damit will man den Zugang zum Wasser ermöglichen und die Möglichkeit schaffen, Sitz- und Liegemöbel aufzustellen, sowie Terrassen und eine neue, flache Böschung errichten. Etwa 20 Bäume müssen dafür gefällt werden.

Änderungen bei Radweg und Spielplatz

Die Absenkung im Rahmen der Bucht, die nördlich des Augartenstegs entstehen wird, soll etwa 70 Meter breit und 90 Meter lang sein. Sie ist aber nicht der einzige Plan für den Augarten: Nördlich der Bucht, der sogenannten „Murarena“, wird es ebenfalls Sitzmöglichkeiten am Wasser geben – bis hin zur Augartenbrücke.

Der Radweg am Pula-Kai wird von der Augartenbrücke bis zur Bucht aufgelassen und über die St. Petersburger Allee quer durch den Park geführt. Der Fußweg wird um einen Meter abgesenkt, um die Anbindung ans Wasser zu schaffen.

Kosten von 2,7 Millionen Euro

Betroffen von den Maßnahmen sind Skateranlage, Flying Fox und der Jugendspielplatz, generell muss der Park neu geordnet werden – auch hinsichtlich der neuen Bespielung und der Gastronomie. Dazu gibt es noch keine Details.

Foto © Kleine Zeitung

Fix ist: Die Arbeiten an der Bucht werden im Oktober beginnen und sollen nach dem Winter fertiggestellt sein. Bis Ende 2019 folgen die Fuß- und Radwege. Die „Arena“ kostet 1,3 Millionen Euro, mit Anschaffung der Sitzmöbel, Wiederherstellung der Wiese und mehr kommt das Projekt auf 2,7 Millionen Euro.

Bank als Eigentümer

Während KPÖ und Grüne eine breite Bürgerbeteiligung fordern, haben das ÖVP und FPÖ für die erste Umsetzungsphase ausgeschlossen. Erst in Phase zwei, wenn es ab Ende 2020 um die Neuordnung der Spielflächen geht, sollen Bürger mitreden. Bekrittelt wird auch, dass es keine Vorabbeurteilung des Stadtrechnungshofes gibt. Dafür sei, heißt es aus dem Bürgermeisteramt, die Zeit zu kurz.

Foto © Kleine Zeitung

Und apropos kurz: Die Steiermärkische Sparkasse, die ja Eigentümer des Augartens ist, schreibt in einem knappen Statement gegenüber der Kleinen Zeitung: „Wir wurden von der Stadt im Vorfeld informiert.

Kommentare (3)

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montasch
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4
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Wieder wird Grünfläche in Graz verkleinert!

Gerade jetzt im Sommer spürt man wie dringend Graz mehr Grünflächen brauchen würde, aber genau das Gegenteil passiert.
Ich wart jetzt nur noch bis der Nagl den Stadtpark rodet um einen Parkplatz zu bauen. Wär doch superpraktisch ...

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stadtkater
5
8
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2,7 Mio Euro Kosten sowie Baumfällungen, Lärm und Dreck

für so wenig Nutzen durch "Bespielung" und Gastronomie? Ist da jemanden die Hitze in den Kopf gestiegen?

So etwas will und braucht niemand der Augartenbesucher!

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Think_simple
2
6
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Naja...

Viel Aufwand für wenig Wasser, würde ich sagen. Bei einer Bucht sollte das Wasser ja wohl eher bis ins hintere Ende der Vertiefung fliesen, oder?

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