AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Die sechs fixen StandorteIn diesen Straßen überwacht die Stadt Graz künftig die 30er-Zone

In sechs Grazer Tempo-30-Straßen werden erstmals fixe Messgeräte aufgestellt. Die Kleine Zeitung verrät, wo.

Tempo 30 30er-Zone
In 800 der 1000 Straßenkilometer gilt Tempo 30: Die Stadt will das nun stärker überwachen © Juergen Fuchs
 

Mehr als 141 Übertretungen pro Tag, insgesamt 51.672 – so oft hat die Grazer Polizei im Jahr 2017 Autofahrer erwischt, die in der 30er-Zone schneller als erlaubt unterwegs waren.

„Diese Zahlen zeigen: Es fehlt vielen das Bewusstsein“, wie Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) sagt. „Seitdem ich für den Verkehr zuständig bin, gibt es ein Hauptthema, dann kommt lange nichts: die Geschwindigkeitsübertretungen.“ Viele beschweren sich über zu schnelle Radfahrer, die überwiegende Mehrheit aber über Autofahrer, die sich nicht an Tempo 30 oder 50 halten.

Um darauf zu reagieren, will Graz die Tempolimits nun besser überwachen. Erstmals schafft sich die Stadt in Kooperation mit der Polizei stationäre Messgeräte für sechs Standorte an (wir berichteten bereits im April). Das soll morgen, Donnerstag, im Gemeinderat beschlossen werden.

In Oberösterreich wird das mit den Lasermessungen bereits so umgesetzt, wir starten in wenigen Wochen eine Testreihe mit zwei Produzenten, um für Graz alles genau auszuloten.

Thomas Fischer

Jetzt ist auch klar, wo die Geräte stehen sollen. Betroffen sind vor allem Bezirke am Stadtrand, wo das Problem noch größer als in der Innenstadt ist: am Sternäckerweg, in der Rudersdorferstraße, der Babenbergerstraße, der Krottendorfer Straße, im Schwarzer Weg und in der Eckertstraße, die Schubertstraße gilt als Reserve.

An welchen Punkten in den genannten Straßen die Geräte aufgestellt werden, wird noch ausgemessen. „Wir müssen erst schauen, welche Sichtkeile die Geräte brauchen, damit sie richtig messen können“, sagt Thomas Fischer, Leiter des Straßenamtes. Gemessen wird nämlich nicht mittels Radar, sondern Laser. „In Oberösterreich wird das bereits so umgesetzt, wir starten in wenigen Wochen eine Testreihe mit zwei Produzenten, um alles genau auszuloten“, so Fischer. Danach wird ausgeschrieben, ab Oktober soll dann gemessen werden – immer an drei der sechs Standorte gleichzeitig.

Investitionskosten von 650.000 Euro

Neben den stationären Geräten will Kahr auch bei der mobilen Messung aufstocken. Aus den derzeit drei Messfahrzeugen sollen vier werden.

Die Aufrüstung wird insgesamt 650.000 Euro kosten und dann jährlich 114.000 Euro – vor allem für das zusätzliche Personal, das für die mobilen Messungen eingesetzt und der Polizei zugewiesen wird. Denn abgewickelt werden die Messungen über die Polizei, bezahlt von der Stadt Graz. Dafür teilt man sich dann auch die Einnahmen aus den Strafgeldern im Verhältnis 80 (Stadt) zu 20 (Polizei).

Wie sich das überhöhte Tempo auf den Bremsweg auswirkt

Auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit begrüßt die strenge Überwachung der Tempolimits. Leiter Peter Felber bringt dazu eine Zahl: Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit in der 30er-Zone beträgt 35 km/h, 15 Prozent aller erfassten Autofahrer sind aber sogar mit 40 km/h und mehr unterwegs. „Das macht schon einen großen Unterschied“, so Felber. Der Bremsweg mit 30 km/h beträgt neun Meter, bei 40 km/h 16 Meter - beides ohne Reaktionszeit.

Kommentare (1)

Kommentieren
Efried
2
0
Lesenswert?

Nicht uzende recherchiert

1. mit Reaktionszeit wird es noch übler, wenn Leute zu schnell fahren, weil sie 2 Sekunden brauchen um vom Smartphone aufzusehen
2. es wurde nicht gesagt dass sich das natürlich rechnen soll, und dass das sich eher rechnet, wenn die Anlagen an andere Orte umgesetzt werden können
3. es muss aufhören, dass die Berufsfahrer untereinander kommunizieren, wo die Kästen scharf sind. Alle Kästen müssen in der Lage sein das Bild zu vermitteln,dass sie scharf sind
4. müssen auch mehr mobile Geschwindigkeitsanzeigen installiert werden, welche eine statistische Auswertung der Geschwindigkeiten erlauben
5. zuletzt müssen Raser welche mit getunten Fahrzeugen Lärm erzeugen bestraft werden und die Fahrzeuge stillgelegt werden

Antworten