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Steirerin des Tages

Zügellose Leidenschaft

Die Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser von der Grazer Oper erhielt den Österreichischen Musiktheaterpreis als beste Nachwuchssängerin.

Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser
Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser © Volksoper Wien, Werner Kmetisch/PhotoWerk
 

Beim großen Finalkonzert in der Grazer Oper zum Ausklang der Saison darf sie am Sonntag natürlich nicht fehlen: Dshamilja Kaiser singt gemeinsam mit Gal James ein Duett aus Vincenzo Bellinis „Norma“.

Mit diesem Abend schließt sich ein Kreis, denn mit ihm nimmt Elisabeth Sobotka, die nunmehrige Intendantin der Bregenzer Festspiele, endgültig Abschied von der Grazer Oper, die sie vom Herbst 2009 bis zum letzten Jahreswechsel geleitet hat. Zu den von ihr neu an den Musentempel der Murmetropole verpflichteten Ensemblemitgliedern gehörte Dshamilja Kaiser, die erst zwei Jahre zuvor ihr Studium in Detmold beendet hatte.

Schon in der Eröffnungsproduktion konnte sie als Magdalene in Richard Wagners „Meistersingern von Nürnberg“ nachhaltig auf sich aufmerksam machen.
Seither hat die Mezzosopranistin, die immer wieder auch bei Sakralkonzerten in Graz mitwirkt, in zahlreichen weiteren Rollen ihre Vielseitigkeit nachhaltig unter Beweis gestellt. Zählte auch die Adalgisa in Bellinis „Norma“ bisher noch nicht dazu, so galt doch dem Belcantorepertoire mit Werken von Bellini und Gaetano Donizetti ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit, der jetzt auch eine überregionale Würdigung erfuhr. Für ihre Gestaltung der Titelrolle von Donizettis „La Favorite“ erhielt sie eben den Österreichischen Musiktheaterpreis als beste Nachwuchssängerin.

Eine Auszeichnung, die sie nicht nur der Qualität und Beherrschung ihrer Stimme verdankt, sondern auch ihrer körperlichen Fitness: „Wenn ich keine Vorstellung habe, jogge ich, was das Zeug hält. Die Wälder rund um Graz sind ideal.“

Die am 1. Jänner 1982 in Wuppertal geborene Sängerin, die ihren ungewöhnlichen Vornamen der Begeisterung ihrer Eltern für die gleichnamige Novelle von Tschingis Aitmatow über die Liebe verdankt, wird Graz auch weiterhin die Treue halten. Neben vielen anderen Aufgaben wartet auf sie in der nächsten Saison die Traumrolle aller Mezzosopranistinnen, die Titelheldin von Georges Bizets „Carmen“, die sie schon in Detmold und an der Wiener Volksoper gestaltet hat: „Carmen zwingt einen, sich ganz in die Rolle hineinfallen zu lassen, denn sonst kann man das Wilde, das leidenschaftlich Zügellose und auch das Berechnende dieser Figur nicht verkörpern.“

ERNST NAREDI-RAINER

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Danke für Ihr Verständnis.

Redridinghood
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3
Lesenswert?

Gratulation

wahrlich eine typische Steirerin !

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