Ob Peter Rosegger, das Joglland oder der Erzberg - vor Alfred Ninaus ist kaum etwas "sicher", was zur steirischen Identität dazugehört. Jetzt nimmt sich der Regisseur aus Eggersdorf den Hausberg der Grazer vor - den Schöckl. "Die ganze Region um den Berg ist ja eine sehr interessante Gegend und vor allem wunderschön", macht Ninaus kein Hehl aus seiner Sympathie für sein Filmobjekt. Auch Geschichten rund um den Berg hat Ninaus genug gefunden. Die Geschichte, die er in seinem Film erzählt, ist jene der Grazer Familie Renner, die als "Filmfamilie" den Umgang der Grazer mit ihrem Ausflugsberg Nummer eins veranschaulichen soll.
Schöckl pur. Alexander und Gerlinde Renner sind mit ihren beiden Kindern heuer also nicht nur zum reinen Vergnügen am Schöckl. Auch wenn die Dreharbeiten natürlich vor allem Spaß machen. Wie beim bisher letzten Drehtag, der perfekt für den heurigen Frühling am Schöckl stand: An einem wunderschönen warmen Tag wanderten die Renners gemeinsam mit vielen anderen Ausflüglern bis zum Schöcklplateau, um schließlich bei der Halterhütte einzukehren. Schöckl pur eben. "Das Besondere ist, dass unsere Filmfamilie eigentlich nicht schauspielt, sondern die machen ihren Ausflug, und wir sind einfach mit dabei", freut man sich in Ninaus' Team über die Zusammenarbeit.
Brauchtum. Begonnen haben die Dreharbeiten im Winter, der sich am Schöckl - im Gegensatz zum Umland - doch auch durch Schnee bemerkbar machte. Rund um Ostern hat man auch das regionale Brauchtum "eingefangen" und Kinder beim Weihfeuertragen begleitet. Ninaus will ohnehin das gesamte Umfeld des Bergs beleuchten - immer mit den Renners als wandernder Filmfamilie.
Mit den Renners auf den Schöckl
Eine Grazer Familie steht im Mittelpunkt eines Films über den Schöckl, den Regisseur Alfred Ninaus am und um den Grazer Hausberg dreht.
© Christian Penz