Graz erlebt täglich 400.000 Fahrten über die Stadtgrenze hinweg, 80 Prozent davon betreffen Autos: Bei der Präsentation dieser und anderer markanter Zahlen, eingebettet in eine Studie im Herbst 2025, kündigten die Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) und Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ) auch einen Kurswechsel an – und die Absicht, das Steuer herumzureißen. Man wolle Pendler mithilfe neuer Park+Ride-Anlagen möglichst weit „draußen“ abholen.
Im Bereich Steinbergstraße/Mantscha (L 301) erfolgte in dieser Hinsicht kürzlich der erste Schritt: Das betreffende Areal wurde gekauft, bestätigt man im Büro Holzer. Nun laufe die Planungsphase – spätestens 2027 soll gebaut werden.
Murpark-Pläne
Parallell wird ja der Ausbau der P+R-Anlage Murpark geplant – auf der derzeit noch grünen Wiese im Nordwesten, wo die Straßenbahnschienen die Kurve in Richtung Einkaufszentrum machen. Die Kapazität beim Einkaufszentrum soll auf rund 960 Stellplätze fast verdoppelt werden – mindestens: Denn mit Blick auf den Ausbau des Fußballstadions in Liebenau hatte Stadtrat Manfred Eber (KPÖ) angekündigt, mehr als nur eine Verdoppelung der Murpark-Stellplätze prüfen zu wollen.
In dieser Hinsicht erfolgt nicht nur ein Doppelpass mit Vizebürgermeisterin und Verkehrsreferentin Judith Schwentner (Grüne), auch zwischen städtischer Immobilien-Abteilung und Baudirektion spielt man einander die Bälle zu. Für eine vertiefende Planung soll nun ein externes Verkehrskonzept erarbeitet werden