Seit einer Woche ist das flexible Tempolimit nach Immissionsschutzgesetz Luft (IGL) Geschichte, darf auf A2 und A9 im Großraum Graz in den bisherigen Luft-100er-Zonen wieder permanent 130 km/h gefahren werden. Die Grünen haben die Abschaffung durch die blau-schwarze Koalition von Anfang an kritisiert und vermutet, dass die fachliche Grundlage dafür fehle. Die Landesregierung hat den Schritt nach einer „raschen, faktenbasierten und ergebnisoffenen Prüfung“ gesetzt: „Dabei zeigten die Messdaten beziehungsweise Untersuchungsergebnisse betreffend die flächendeckende Belastung durch die Luftschadstoffe Feinstaub und Stickstoffdioxid, dass die bestehenden Grenzwerte seit dem Jahr 2020 überwiegend eingehalten werden.“ Die strengeren EU-Grenzwerte ab 2030 seien durch den Luft-Hunderter allein ohnehin nicht zu einzuhalten. Dafür brauche es ein neues Maßnahmenpaket, in dem die Koalition vor allem auf erneuerbare Energien setzen wolle.
Grüne Kritik
„Luft-Hunderter ohne fachliche Grundlage abgeschafft“
Bisher unter Verschluss gehaltene Amtsexpertise zum Aus für den IGL-100er ist nun öffentlich: Die Abschaffung sei ohne fachliche Absicherung erfolgt, meinen die Grünen.
© APA / Barbara Gindl