Weniger gebuchte Kurse, Kursteilnehmende, die mit den Zahlungen in Rückstand geraten sind: Im Dezember 2023 wurde bekannt, dass die Grazer Fahrschule „Roadstars“ in die Insolvenz geschlittert ist. Der Sanierungsplan wurde im Februar von den Gläubigern mehrheitlich angenommen, das Insolvenzverfahren im April rechtskräftig bestätigt und aufgehoben. Im Juli 2024 wurden die Gesellschafteranteile von der Firma TSA Kipperer Fahrschulen Service GmbH übernommen.

Nun hat die „Roadstars GmbH für Verkehr & Mobilität“ erneut ein Konkursverfahren am LGZ eingebracht, wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) mitteilt. Im Rahmen des laufenden Betriebes habe sich nunmehr offenkundig herausgestellt, dass steuerlich relevante Korrekturen zu einer buchmäßigen Überschuldung der schuldnerischen Gesellschaft geführt haben, heißt es. Aufgrund der dargelegten Gründe sei man nicht mehr in der Lage, sämtliche Verbindlichkeiten zu bedienen.

Dazu kam, dass der vormalige Betreiber der Fahrschule die Fahrschulgenehmigung ohne Information an die aktuelle Geschäftsführung zurückgezogen habe, sodass kurzfristig ein Prüfungstermin abgesagt werden musste und ein Betrieb nicht aufrechterhalten werden kann.

Der noch zu bestellende Insolvenzverwalter habe nunmehr zu prüfen, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des KSV1870. Betroffen sind rund 30 Gläubiger und sechs Dienstnehmer.