Die Steiermark etabliert sich immer mehr zum österreichischen Krimi-Hotspot: erst vor Kurzem drehten Schauspieler Michael Ostrowski und Ermittlerkollegin Bea Brocks für die Verfilmung der Servus-TV-Krimireihe „Trost & Rath“ am Grazer Flughafen. Nun trifft sich die internationale Krimi-Szene quer durch das Land. Von 8. bis 13. Juni wird nicht nur auf der Grazer Murinsel gelesen, auch in Buchhandlungen und Biobliotheken in Zeltweg, Frohnleiten, Gratwein-Straßengel, Köflach, Voitsberg, Fernitz-Mellach, Gleisdorf und Gnas warten schaurige Abenteuer. Die Besucher können auch erstmalig in ausgewählten Morawa-Filialen in kriminelle Abgründe eintauchen.
Neben Größen wie Claudia Rossbacher, Leo Lukas oder Beate Maxian freut sich Organisator des Festivals und Autor der „Trost & Rath“-Krimireihe, Robert Preis, auch besonders auf die „Fine Crime“-Newcomer: Ellen Dunne, René Freund, Ernst Geiger, Constanze Breitebner, Theresa Prammer, René Anour und Fabian Navarro. „Die Besucherinnen und Besucher lernen die neueste Spannungsliteratur kennen“, erzählt der Kleine Zeitung-Journalist, „die Idee ist, dass das Publikum auch die Autoren hinter den Abenteuern kennenlernen kann.“ Auch Netflix-Star Bernhard Aichner, sowie ORF-Korrespondent Eugen Freund zählen zu den Gästen.
Ein Jahrzehnt feinste Kriminalgeschichten
Was vor zehn Jahren als „einnächtige“ Veranstaltung im Grazer Minoritensaal angefangen hat, ist heute eines der größten Literaturfestivals in Österreich. „Es hat jedes Jahr so tolle Rückmeldungen gegeben, dass wir einfach weitermachen wollten“, erklärt Robert Preis, „Wir hoffen, dass es auch dieses Jahr wieder ein richtiges „Gewurdl“ wird.“ „Wir“: das sind Robert Preis und Mitorganisator Niki Schreinlechner.
Neben Podiumsdiskussionen, Lesungen und der Verleihung der „Fine Crime Awards“, stellt für Robert Preis besonders die Filmpremiere des ersten Teils seiner „Trost & Rath“-Krimiserie im Grazer Rechbauer-Kino ein persönliches Highlight dar: „Ich habe das noch gar nicht richtig realisiert, da ist für mich schon ein kleiner – wenn nicht sogar mittelgroßer – Jugendtraum in Erfüllung gegangen“, lacht der Autor. Eine Fotoausstellung von Niki Schreinlechner lässt auch hinter die Kulissen der aufwändigen Dreharbeiten blicken.
Seine Romane widmet Preis alle der Steiermark: „Wir haben so viele Geschichten und Legenden, die ich spannend finde. Ich möchte gar keine New York- oder Irlandkrimis schreiben.“ So sind für kommenden Herbst und Frühling zwei neue Krimis geplant, auch die Vorbereitungen für das elfte „Fine Crime“ stehen bereits in den Startlöchern.