Im längst unübersichtlichen Verfahren zum Finanzskandal in der Grazer FPÖ ist zuletzt deutlich Dynamik hineingekommen. Vor allem in den Nebenaspekten. Dazu zählt auch die Causa Hausbau von FPÖ-Chef Mario Kunasek. Da gingen die meisten Beobachter von einer raschen Einstellung aus, es kam anders. Am 8. Februar wurde bekannt, dass die Ermittlungen ausgedehnt werden, am 19. Februar beantragte die Staatsanwaltschaft die Aufhebung der Immunität des dritten Landtagspräsidenten Gerald Deutschmann, im Brotberuf Architekt. Er hatte sowohl den Umbau der blauen Parteizentrale als auch Kunaseks Privathaus umgesetzt. Beiden wird vorgeworfen, Gelder veruntreut zu haben; beide bestreiten die Vorwürfe vehement.
Vor U-Ausschuss
FPÖ-Causa: Anonyme Eingabe zur „Vermeidung von Ermittlungsfehlern“
Am 23. Jänner wird in einer anonymen Eingabe vor „Ermittlungsfehlern“ in der FPÖ-Causa gewarnt, kurz darauf wurden die Ermittlungen in Sachen Kunasek-Hausbau ausgedehnt.
© Kleine Zeitung/Weichselbraun