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Ennstal-BundesstraßeBehörde verordnet Lkw-Fahrverbot

Harter Schnitt: B320 wird zur Sperrzone für alle Lkw, die nicht direkt in den Bezirk Liezen oder unmittelbar angrenzende Gebiete müssen.

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Der Lkw-Durchzugsverkehr auf der B 320 soll mit der Verordnung komplett auf die Autobahn verlagert werden © Christian Huemer
 

Im Verkehrsfunk ist das Ennstal ein Hit: Nicht weil es so schön ist, sondern weil man auf der B320 regelmäßig im Stau steht. Vor allem rund um Liezen, aber auch Trautenfels, braucht man - besonders im Urlaubsverkehr - viel Geduld. Seit Jahren kämpfen Bürgermeister und Touristiker um eine Entlastung. "Bitte baut die Straße endlich aus oder erlasst zumindest ein Lkw-Fahrverbot", lautet die Grundsatzforderung. Aus dieser Sicht hat Liezens Bezirkshauptmann Josef Dick am Donnerstag für eine Sensation gesorgt: Im Auftrag des Landes hat der Ziviltechniker Helmut Köll aus Tirol ein neues, umfassendes Verkehrsgutachten erstellt.

Kommentare (17)

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critica
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Kein Wachtelkönig notwendig, nur Vernunft!

Bin kein Ennstaler, aber Konsument der Ennstaler Urlaubsregion.
Ausbau von Schladming bis zur Phyrnautobahn ist sicher notwendig, aber:
LKW-Durchzugsverkehr braucht dadurch nicht gefördert, sondern eher vermindert werden.
Warum? Weil für die Region und die Wirtschaft ist der Durchfahrmöglichkeit für den Fernverkehr nicht notwendig und vor allen, die Abrollgeräusche (nur) des LKW-Verkehrs sind äußerst störend für die Urlaubsregion. Und das im Sommer und Winter!
Eigene Erfahrung!!!

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UdoLindenberg
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Das Problem ist ...

... dass jeder Ausbau neuen Verkehr anzieht. Jede Erhöhung der Durchflusskapazität einer Straße produziert automatisch mehr Verkehr, verschärft also gerade Problem, dass gelöst werden soll. Diese Systemwirkung ist tausendfach nachgewiesen und zumindest bei Leuten, die sich auskennen, unbestritten. Der "Ausbau von Schladming bis zur Phyrnautobahn" ist also sicher NICHT notwendig, sondern kontraproduktiv.

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AAltausseer
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Nein, das Problem ist, dass viele Menschen

Ursache und Wirkung nicht verstehen! Strassen generieren keinen Verkehr, es sind die Menschen und deren Bedürfnisse!
Kontraproduktiv sind nur Ihre Fakten- und argumentfreien Kommentare! Nach Ihrer kruden Logik müsste ja der Verkehr durch die diversen „Rückbaumassnahmen“ und Geschwindigkeitsbeschränkungen zurückgehangen sein! Natürlich ist das Gegenteil der Fall!!!

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AAltausseer
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Vernunft könnte tatsächlich helfen!

Mal nicht die eigenen, höchstpersönlichen Interessen in ein paar Urlaubstagen oder -Wochen zur Beurteilung heranziehen, das wäre auch vernünftig!

LKW‘s fahren praktisch nie in Urlaub! Sie fahren also dort, weil es die ökonomisch sinnvollste Strecke für Ihren Dienstgeber, dessen Auftraggeber, und damit letztlich auch für die späteren Konsumenten ist!

Und wieder einmal werden nicht die Ursachen bekämpft, sondern medienwirksam an „Minderheiten“ (15% LKW- Anteil, davon angeblich wieder 43% Durchzugsverkehr, max. Reduktion auf 8,55% LKW Anteil) Exempel statuiert!

Das wird die Staus nicht nennenswert verringern, den erzeugen hauptsächlich die Urlauber, bzw die Pendler werktags, und natürlich ist es sicherheitstechnisch umsonst, genauso wie ökologisch!

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zyni
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Ich meide die Todesstrecke B 320

grundsätzlich. Nicht die LKWs verursachen die Todesopfer, sondern die PKW-Lenker, die vom Handy abgelenkt, auf die Gegenfahrbahn kommen.
Jeden Tag liest man von Unfällen „aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn gekommen“....

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UdoLindenberg
4
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Das Gerede ...

... von der "Todesstrecke" ist eine altbewährte Propaganda derer, die den Leuten Angst machen wollen, damit sie Rückenwind für einen Ausbau bekommen. Eine "Todesstrecke“ war die B320 tatsächlich einmal, als sie in den 1970ern als sogenannte "Gastarbeiterroute" gefürchtet war. Erst die Einführung einer übrigens von Bürgerinitiativen wie NETT forcierten 70-km/h-Beschränkung sorgte für einen Rückgang der tödlichen Unfälle; diese wirksame Beschränkung wurde später unnötigerweise wieder auf Tempo 80 km/h angehoben.
Davon abgesehen ist grundsätzlich nie die Straße an Unfällen schuld, sondern immer unangepasstes Verhalten der Lenker. Selbst wenn man die Straße achtspurig ausbaut, kann der, der während der Fahrt mit dem Handy herumspielt, einen Unfall verursachen, sich selbst und andere gefährden.

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AAltausseer
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Da sie ja nicht nur den Begriff Propaganda hier einführen...

... verabschiede ich mich mit freundlichen Grüßen!

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AAltausseer
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Vor 40 Jahren

gab‘s noch keine Handys, aber trotzdem jede Menge Tote! Natürlich wird ein LKW Verbot wenig ändern, aber purer Aktionismus ist wohl das Gebot der Stunde:

Wenn die Tiroler und die Salzburger dreist, aber medienwirksam gegen „Stauflüchtlinge“ neue Behinderungen und Staus erfinden, müssen wir Steirer doch wohl mithalten!

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UdoLindenberg
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Vor 40, 50 Jahren ...

... wurden auf der Ennstalbundesstraße (damals als "Gastarbeiterroute" berühmt und berüchtigt) auch noch ganz andere Geschwindigkeiten gefahren. Erst die von den Bürgerinitiativen angeregte Tempobeschränkung auf 70 km/h sorgte für einen massiven Rückgang der Unfallzahlen.

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alsoalso
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Politik der Weic..ier

Jo weil die Politik immer so populistisch um Probleme und Lösungen herumeiert, gibt es die Misere Ennstal. Die Grünen haben den Wachtelkönig (Vogel) vorgeschoben. Die schwarzen und andersfarbigen Straßenbaureferenten der Landesregierung hatten Angst vor der eigenen Courage. Nun gibt es durch ausgedehnten Stau viel höhere Umweltschäden, großen Zeitverlust und viele Tote und Verletzte, die nicht notwendig wären. Jetzt greift endlich durch! PS.: Im Oberen Drautal in Kärnten gab es ein ähnliches Problem - aber mittlerweile Großteils gelöst.

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UdoLindenberg
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Merkwürdige "Logik"

Da verursacht der Autoverkehr diverse Probleme, aber statt einer Verminderung des Problems schlagen Sie vor, es durch Ausbau noch zu verschärfen.
Und überhaupt: falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten, sind wir mit einer galoppierenden Klimaerhitzung konfrontiert, die u.a. durch Emissionen aus dem Autoverkehr befeuert wird. Halten Sie es da noch für verantwortungsvoll, das falsche Verhalten durch weiteren Ausbau zu fördern? Im Ernst?
Und kommen Sie mir bitte nicht mit dem Argument, der Stau verursache ja so viele Umweltschäden, wo Sie doch durch Ihre bisherige Argumentation bereits bewiesen haben, wie völlig egal Ihnen Umwelt & Klima tatsächlich sind. Zur Erklärung: Ausbau sorgt 1. für erhöhten Durchfluss, dh mehr Verkehr, 2. werden dann auch höhere Geschwindigkeiten gefahren, wodurch der Schadstoffausstoß zum Quadrat steigt; so entsteht durch den von Ihnen geforderten Aubau weit mehr Schaden als durch gelegentliche Staus (denn im Ennstal gibt es tatsächlich nur ganz selten echte Staus).

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AAltausseer
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Dem Wachtelkönig sei Dank!

Jeder Schwerverkehr zb von Graz nach Hallein muss dann statt über die B320 übers Voralpenkreuz (+60km) oder, eher unwahrscheinlich, über Kärnten (+100km!) fahren.
Und das hilft unserer Umwelt mit Sicherheit nicht!

Seit über 40 Jahren blockieren jetzt einige selbsternannte Experten und sog. Umweltschützer eine tragfähige und den realen Verkehrsverhältnissen angemessene Straßenverbindung durch das Ennstal.

In der Zwischenzeit konnte die gesamte A9 von Slowenien bis an die deutsche Grenze realisiert werden, und damit mit Sicherheit viel Leid und Tod erspart werden! - Ich erinnere mich noch sehr gut an die 💀-Warntafeln an der Leobener Umfahrung, deren Zusatztafeln in kurzen Abständen die ständig wachsende Zahl an Toten zeigte!

Jetzt will man 60 Mio in 10 Jahren sinnlos in den „Ausbau“ der B320 stecken, statt endlich eine leistungsfähige, sichere, ökologisch wie ökonomisch sinnvollere kreuzungsfreie Verbindung zwischen A9 und A10 umzusetzen!

Wieviel Tote braucht es noch, B320?

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checker43
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Doch

hilft. Weil der LKW auf der Autobahn mit recht konstanten 100 km/h fahren kann und nicht dauernd Stop-and-Go-Verkehr hat. Hilft der Umwelt also durch weniger Emissionen und weniger Lärm für die Ennstaler. Dazu weniger Stress für die PKW-Fahrer auf der Route und vermutlich auch weniger Unfälle.

Blockieren tut dort ausschließlich das Naturschutzgesetz und das EU-Recht einen weiteren Ausbau. Die damalige Ausweisung als Naturschutzgebiet bringt nun einmal Verpflichtungen mit sich. Akzeptieren Sie bitte die Gesetze. Die Politik hat das vor Jahrzehnten erkannt und hat seitdem auch keine Bestrebungen für eine Autobahn durchs Ennstal. Weil es rechtlich unmöglich ist. Basta.

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AAltausseer
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Das nennt man das Floriani-Prinzip!

Und sich jetzt auf die EU rauszureden, macht das auch nicht richtiger! „Akzeptieren Sie bitte die Gesetze“ hat damals einige nicht gehindert, gegen eine sinnvolle Lösung mit fadenscheinigen Wachtelkönig-Argumenten aufzutreten und den Rechtsstaat auszutricksen!

Nehmen Sie bitte zur Kenntnis: In Zeiten der täglichen Klimawandel-Entrüstung werden auch diese Gesetze von Zeit zu Zeit zu überdenken, und zu verändern sein!

Aber Danke für die Klarstellung, dass auch Sie davon überzeugt sind, dass eine Autobahn die bessere, weil umweltfreundlichere Lösung wäre! 👍👌

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checker43
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Nehmen Sie

bitte zur Kenntnis, dass der Wachtelkönig keineswegs fadenscheinig war, sondern nach wie vor ein rechtsstaatlich gesetzlich festgeschriebenes Hindernis für eine ennsnahe Strecke ist. Die EU hätte ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, wenn die Politik am Ausbau festgehalten hätte. Deshalb wurde die Sache abgeblasen.

Und nein, eine Autobahn im Ennstal ist nicht besser fürs Ennstal. Den LKW-Durchzugsverkehr auf die A9 zu verlagern, das ist besser fürs Ennstal.

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UdoLindenberg
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Haha, AAltausseer!

Ihre Argumente sehen tatsächlich alt aus. Zum Beispiel wenn Sie schreiben, die Ennstalschützer hätten sich seinerzeit gegen eine "sinnvolle Lösung" gestellt und diese – die sogenannte "Ennsnahe Trasse" – verhindert. Was Sie offensichtlich nicht wissen ist, dass unter VP-Verkehrslandesrätin Edlinger-Ploder um 2006 herum rund 20 Varianten untersucht wurden, darunter auch die berühmte "Ennsnahe Trasse", die Sie für so "sinnvoll" halten. Diese Trasse wurde gleich zu Beginn als schlechteste aller Varianten ausgeschieden. Ich habe den begründeten Verdacht, dass Ihre übrigen Ansichten auf ebenso wackeligen Beinen stehen; von vorvorgestern sind Ausbaupläne jeder Art in Zeiten der galoppierenden Klimaerhitzung sowieso. Es wäre an der Zeit, im 21. Jahrhundert und am aktuellen Stand der Diskussion anzukommen. "Man darf über Nacht klügen werden!" (Konrad Adenauer)

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catdogbeba
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Yeah

endlich!!!

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