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NachtslalomDiese Steirer sorgen für die Sicherheit beim Nightrace

50.000 Fans feiern am Dienstag in Schladming die größte Slalom-Party des Jahres. Im Hintergrund sorgt eine ganze Armada an Profis für die Sicherheit der Besucher.

Nachtslalom in Schladming © (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Dass der Schladminger Nachtslalom annähernd so viele Superlative wie Torstangen zu bieten hat, wissen Fans seit mehr als zwei Jahrzehnten. An die 50.000 Zuschauer pilgern Jahr für Jahr am letzten Dienstag im Jänner ins Ennstal, um den Hexenkessel am Fuße der Planai zu befeuern.
Diese einzigartige Begeisterung hat den Kultstatus des Nachtslalo2627ms begründet, macht allerdings auch ziemlich viel Arbeit. Natürlich hat in Schladming, wie bei allen Großveranstaltungen, die Sicherheit oberste Priorität. Ein riesiges Team der Einsatzkräfte arbeitet dafür im Hintergrund.

Und diese Arbeit beginnt (fast) an der Haustür der Fans. 70 Beamte aus dem Team von Polizeieinsatzleiter Herbert Brandstätter überwachen den Verkehr, und das beginnt schon auf den Anreiserouten. Vom Hubschrauber aus haben die Spezialisten alles im Blick, können auf kleinste Störungen reagieren. Die Ampeln im Ennstal werden während der Anreisewelle von der Polizei händisch gesteuert. 250 Beamte umfasst die Mannschaft von Herbert Brandstätter gesamt – nicht zuletzt, weil sich viel hoher Besuch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen an der Spitze angesagt hat.

Martin Mandl Herbert Brandstätter
Herbert Brandstätter © Martin Mandl


Für die Zuschauer auf der riesigen Schneetribüne am Zielhang links und rechts der Rennpiste sind alleine 40 Beamte der Alpinpolizei im Einsatz.
Ebenfalls für die Sicherheit im Zielraum zuständig ist die Mannschaft von Bergrettungseinsatzleiter Hans Jürgen Bacher. 23 Alpinisten sind am Steilhang unterwegs, um bei Bedarf Hilfe zu leisten. Egal ob nach einem Sturz auf der Rennpiste oder bei Zwischenfällen im Zuschauerbereich. „Die Ärzte machen das Medizinische, wir machen die Logistik“, bringt es Bacher auf den Punkt.

5 Notärzte und 74 Sanitäter stehen bereit Foto ©


Eine zentrale Rolle im Sicherheitskonzept spielt die medizinische Versorgung von Rennläufern und Fans. 79 Frauen und Männer des Roten Kreuzes sind dafür am Renntag eingeteilt, die Fäden laufen bei Rotkreuz-Einsatzleiter Norbert Pichler zusammen. Fünf Notärzte stehen für Rennläufer und Fans bereit, in zwei notfallmedizinischen Stützpunkten (am Zielhang und im Servicedeck unter dem Stadion) können nicht nur kleinere Verletzungen versorgt werden.

Norbert Pichler
Norbert Pichler Foto © KK


Andrea Kalloch aus Graz ist leitende Notärztin: „Hauptsächlich sind wir mit Sturzverletzungen, Unterkühlung und Auswirkungen des Alkohols konfrontiert. Eingerichtet sind wir aber auf so ziemlich alles, bis zum Massenanfall von Patienten, wie er beispielsweise bei einer Panik auftreten könnte.“ In den Zuschauerbereichen am Fuße der Planai und in der Schladminger Weltcupmeile sind zwölf Fußstreifen des Roten Kreuzes unterwegs, die kleine Verletzungen vor Ort versorgen oder Verletzte in eine der Hilfestationen bringen.


Andrea Kalloch rät den Fans, sich unbedingt gut auszurüsten: „Warme Kleidung, festes Schuhwerk und eventuell warme Getränke schützen vor Unterkühlung.“ Empfehlenswert wären außerdem Schuh-Schneeketten, wie es sie in vielen Geschäften gibt.


Und die erfahrene Notärztin rät zum maßvollen Umgang mit Alkohol. Und sollte man das Maß dann doch übersehen haben: „Wenn Sie zu viel getrunken haben und es geht Ihnen nicht gut, setzen Sie sich nicht in den Schnee oder so, kommen Sie zu uns.“ Auch wenn man Betrunkene im Schnee liegen sieht, sollte man helfen oder Hilfe holen. „Diese Menschen sind akut erfrierungsgefährdet“, warnt die Medizinerin.

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