Da dürfte der Polizei ein großer Fisch ins Netz gegangen sein. Umfangreiche Ermittlungen führten die Schladminger Polizei zu einem 19-jährigen in Haus im Ennstal wohnhaften Afghanen, der verdächtigt wird, Cannabis, Ecstasy und Speed im großen Stil verkauft zu haben. 100 Jugendliche, darunter viele Minderjährige, in den Bezirken Liezen, St. Johann und Leoben kauften regelmäßig und über längere Zeit bei ihm ein.
Donnerstag voriger Woche klickten für den Afghanen plötzlich die Handschellen. Er wurde am hellichten Tag beim seelenruhigen Schlenden durch das Einkaufszentrum ELI festgenommen. Bei ihm wurde eine größere Menge an Bargeld sowie Suchtmittel sichergestellt, die er vor seiner Festnahme noch wegwerfen wollte. Die Ermittler durchsuchten daraufhin die Wohnung des Afghanen, wo weiteres Bargeld und Suchtmittelutensilien sichergestellt werden konnten.
Bei seiner Vernehmung gab der 19-Jährige an, dass er sich durch den Verkauf der Drogen seinen Lebensunterhalt finanzieren wollte. Er zeigte sich jedoch nur teilgeständig und gab an, lediglich eine kleine Menge an Suchtmittel verkauft zu haben.
Der 19-Jährige wurde in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. Über ihn wurde Untersuchungshaft verhängt. Die Ermittlungen laufen. Weitere Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen sind nicht ausgeschlossen.