Da staunte Heinz Dominici vergangene Woche nicht schlecht, als er in seiner Anlage in Rottenmann um 148 Fotovoltaikpaneele weniger vorfand. Unbekannte hatten die Paneele in der Nacht entwendet. „Das war ein echter Coup“, heißt es bei der Polizei. „Unglaublich, mit welcher Professionalität die Täter hier vorgegangen sind.“
Das unterstreicht auch Dominici, Chef der Firma API Sonnenstrom, die die Anlage im Osten von Rottenmann betreibt. „Die Paneele kannst du im Ausland so perfekt weiterverkaufen. Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte, aber es ist passiert.“ Der entstandene Schaden beträgt rund 40.000 Euro. „Ich habe so etwas auch noch nie erlebt und hoffe, dass ich es auch nie mehr erlebe.“
Da die Täter niemand beobachtet hat, gibt es auch keinerlei Hinweise. „Sie dürften sich nur bei der Ladekapazität vertan haben“, scherzt Dominici. Ein paar der Paneele ließen die Täter nämlich am Tatort liegen. „Die haben wahrscheinlich nicht mehr in den Transporter gepasst. „Die Stücke sind eineinhalb mal einen Meter groß. 148 davon haben zweieinhalb Tonnen. Wenn du sie schlichtest, geht es sich vielleicht in einem Lieferwagen aus, aber er war sicher überladen“, ergänzt ein Exekutivbeamter.
Dominici hat, wie er sagt, nicht viel Hoffnung, dass man die Täter erwischt. „Wie auch – dass solche Paneele entwendet werden, ist inzwischen nichts Neues mehr. Ich habe vor Kurzem gehört, dass im Wiener Raum drei Mal hintereinander Paneele von der gleichen Anlage gestohlen wurden.“
In Langenwang wurden Anfang des Monats Täter offenbar gestört, als sie 50 Stück Fotovoltaikpaneele entwenden wollten. Wie in Rottenmann wurde der Zaun zur Anlage aufgeschnitten und die Paneele wurden fachmännisch abmontiert.