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Ausseerland-SalzkammergutMateschitz: Dosen-Milliardär ist in Altaussee gelandet

Dietrich Mateschitz hat in der Altausseer Seewiese eine ehemalige Gastwirtschaft reaktiviert. Im Mai wird dort offiziell aufgesperrt – man setzt auf bodenständige Kulinarik, nicht auf Haubenküche.

Mateschitz hat direkt am Altausseersee eine Gastwirtschaft errichtet © Huemer/Wolf
 

Die Gerüchteküche hat lange gebrodelt: Jetzt ist klar, was der Oberbulle aus dem Dosenimperium in Altaussee wirklich gemacht hat. Seit wenigen Tagen strahlt eine alte, verfallene Gastwirtschaft aus den 1960ern wieder in neuem Glanz. „Wir sind mehr als zufrieden“, konstatiert Altaussees Bürgermeister Gerald Loitzl. Die Unkenrufe, dass Mateschitz im heiklen Naturschutzgebiet Seewiese „weiß Gott was“ baut, sind auch verstummt. Zwei schmucke Gebäude im typischen Ausseer Baustil, verziert mit Schnitzereien samt Nebengebäude und einem Tanzboden sind nun fertig.
In den nächsten Wochen wird sich dort ein zehnköpfiges Team einrichten und den Betrieb hochfahren – die offizielle Eröffnung soll am Pfingstwochenende im Mai erfolgen.

Großer Gourmettempel, übrigens nur per Schiff oder Fußweg erreichbar, wird der Neubau keiner. „Unsere Vision ist, hier einen Rückzugsort im perfekten Einklang mit Natur und authentischer Kulinarik zu schaffen“, erklärt man im Hause Mateschitz. Ergo gibt es: eine kleine Karte mit drei warmen Gerichten, fangfrischem Fisch sowie ein Tagesgericht. Im Kiosk können Wanderer und Besucher Getränke, kleine Snacks, frische belegte Brote und Würstel und frisches Gebäck kaufen. Geöffnet wird nur von Mittwoch bzw. in der Nebensaison Donnerstag bis Sonntag, von 10 bis 20 Uhr, sein. Wie man hört, ist die Buchungslage im Voraus für Feiern und Hochzeiten dennoch sehr gut.

Im nur 350 Meter entfernten „Jagdhaus Seewiese“, ebenfalls einem Gastronomiebetrieb, hat man mit der Neueröffnung kein Problem. „Ich sehe Mateschitz nicht als Konkurrenten. Im Gegenteil, man muss einmal jemanden finden, der sich das antut und so viel Geld investiert“, erklärt Jagdhaus-Besitzer Paul König. Eine seiner früheren Mitarbeiterinnen wird übrigens Gastgeberin bei Mateschitz. Die Altausseerin Angela Fuchs wird mit Küchenchef Stephan Wieland das Team am neuen Standort führen. „Wie anno dazumal haben wir wieder einen Tanzboden und jeden Samstag werden diverse Gruppen aus der Region spielen. Wir freuen uns auf die Gäste“, lädt Fuchs ein.

 

Mateschitz: Startklar in Altaussee

Blick von Mateschitz Anlage in der Seewiese in Richtung Dachsteinmassiv

Christian Huemer

Die zwei größeren Gebäude, in denen auch eine Wohneinheit untergebracht ist, tragen die die Adresse: Fischerndorf 77 und Fischerndorf 118

Christian Huemer

Ein Tanzboden wird - wie anno dazumal - wieder in Betrieb genommen

Christian Huemer

Ebenfalls wie früher: Die Lagereräume wurden aus Naturstein errichtet

Christian Huemer

Klicken Sie sich durch die Bilder...

Christian Huemer

... die Gebäude stehen direkt unter der Trisselwand

Christian Huemer

Auch der Steg wurde erneuert - eine eigene Bootshütte wurde Mateschitz aus Naturschutzgründen jedoch untersagt

Christian Huemer
Christian Huemer

Detail der Innenausstattung

Christian Huemer

Die Seewiese liegt genau an der Hälfte des Wanderweges...

Christian Huemer

...rund um den Altausseersee. Mateschitz neue Gastwirtschaft kann nur zu Fuß oder per Schiff erreicht werden

Christian Huemer

Ein Kräutergarten ist ebenfalls geplant

Christian Huemer

Viele Spaziergänger sind neugierig und werfen schon einmal einen Blick ins Innere der Häuser

Christian Huemer
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Kommentare (3)

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walter1955
1
19
Lesenswert?

warum nennt die kleine zeitung marteschitz immer

nur als dosenmilliadär
der mann hat etwas geschaffen
u.sollte nicht als dosenheini hingestellt werden

sind wir doch froh das wir diesen menschen haben
der auf seine Heimat schaut!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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dukostmi
1
1
Lesenswert?

Er ist mit Dosen Milliardär geworden

Insofern sicher nicht ganz falsch

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KarlZoech
1
15
Lesenswert?

Das Engagement von Dietrich Mateschitz ist vorbildlich.

PS. Am Bild 11 von 14 fällt auf, dass der Uferweg im Uhrzeigersinn 3,6 km lang ist, gegen den Uhrzeigersinn jedoch 3,8 km. Ein Rätsel, dessen Auflösung interessant wäre.

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