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Bad AusseeSommersbergsee: Großer Aufwand für einen Sprung ins Wasser

Eigentümer Hannes Wasner gibt bei schriftlicher Anfrage den Seezugang frei. Der Aufwand ist allerdings groß: Man muss vorab einen Lichtbildausweis einsenden - auch für Kinder. Der Preis ist dann offenbar Verhandlungssache.

Der idyllisch gelegene Sommersbergsee - der einzige See in der Gemeinde Bad Aussee © Christian Huemer
 

Rund um den Sommersbergsee gehen nach wie vor die Wogen hoch: Bekanntlich hat erst vor wenigen Tagen die Stadtgemeinde Bad Aussee klargemacht, dass sie heuer den Badebetrieb an dem idyllischen Moorsee nicht mehr aufnehmen wird. Hintergrund sind die Rechtsstreitigkeiten mit Eigentümer Hannes Wasner. Der hat seinerseits zwar angekündigt, den Badebetrieb selbst zu führen. Das wird allerdings vorerst auch nichts. Was wiederum nicht heißt, dass man dort heuer gar nicht ins Wasser darf. Nach einer etwas aufwendigen Recherche ist klar, was Wasner bzw. seine Anwälte dort erlauben und was nicht: Jeder kann unter der Emailadresse see@sommersberg.at eine so genannte Zutrittsberechtigung anfordern. Die Latte dafür liegt aber durchaus hoch: Man muss einen Lichtbildausweis (auch für Kinder) übermitteln. Sogar mit welchem Fahrzeug man anreist, Kennzeichen inklusive, muss vorab angegeben werden.

Preise für die Zutrittsberechtigungen wurden vorerst noch keine fixiert. Erste Interessenten berichten, dass man bei Antragstellung gefragt werde, was man denn bereit sei zu zahlen. Angebote von etwa vier bis sechs Euro für einen Tageseinstritt waren Wasner, bzw. der von ihm beauftragten Agentur, jedenfalls eindeutig zu wenig.

Baden "Jein"

In den Zutrittsbestimmungen heißt es zum Thema Baden dann etwas kryptisch: „Mit der Zutritts- sowie Zufahrtsberechtigung ist keine Erlaubnis des Badens verbunden.“ Zwei Punkte weiter steht dann der Satz: „Der Sommersbergsee verlockt natürlich zum Schwimmen. Hierbei gilt es zu beachten, dass es kein festes Ufer gibt...“. Im Klartext: Man kann zwar ins Wasser, allerdings nur auf eigene Gefahr – einen Badebetrieb im herkömmlichen Sinne gibt es nicht mehr. „Das Baden ist nicht unser Thema“, ergänzt Klaudia Hufnagel, juristische Sachbearbeiterin von Wasners Anwalt Johannes Eltz. Ausdrücklich genehmigt ist hingegen Fischen, auch Schlauchboot-Fahren ist erlaubt.

Mit dem neuen Zutrittssystem sind jedenfalls keine Zufallsbesucher mehr am See gestattet. Auch Urlauber, die von der neuen Regelung nichts wissen, müssen sich vorher über die Emailadresse anmelden. „Das kann man mit dem Smartphone machen, die Infos gibt es ja direkt am Parkplatz“, so Hufnagel. Wer ohne dieser Berechtigung am See unterwegs ist, bekommt eine Schadensersatzzahlung von 100 Euro aufgebrummt.
Die bestehenden WC-Anlagen, die einer der Streitpunkte zwischen Wasner und der Gemeinde sind, bleiben übrigens geschlossen. Besuchern stehen nur die WCs in der Jausenstation zur Verfügung.

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Zum Thema Sommersbergsee gibt es eine Umfrage. Hätte die Gemeinde schon viel früher den Badebetrieb absichern sollen? Etwa, indem man mit einer Bürgerbeteiligung versucht, den See für die Öffentlichkeit zur erwerben (ähnlich wie beim Crowdfunding-Projekt am Loser) - hier gehts zur Umfrage

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Danke für Ihr Verständnis.

Grinch33
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(ähnlich wie beim Crowdfunding-Projekt am Loser)

Herr Huemer übersieht, dass mit dem Crowdfunding-Projekt am Loser nicht ein cm Grund erworben wurde.

Das Sommersbergseegebiet benötigt eine WC und Abwasserlösung mittels Kanal, die Kosten dafür betragen weit über € 150.000,--. Einem Crowdfunding-Projekt WC und Abwasserlösung mittels Kanal Sommersbergseegebiet steht nach wie vor nichts entgegen.

SNMLD371J9PT834K
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Wer ist der Gauner?

Einerseits will Wasner eine Partei gründen und Missstände aufklären... Andererseits ist er derzeit einer der größten Gauner... Verkauft DEN See an Investoren, kündigt den Vertrag mit der Gemeinde und legt sich mit der Bevölkerung an... (es gilt die Unschuldsvermutung)....

Grinch33
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Das Johannes Wasner schwer krank war macht ihn nicht zum Gauner

Die Krankheitsituation von Johannes Wasner war allgemein bekannt und dass er dadurch, auch medikamenten bedingt nicht geschäftsfähig war. Daher sind alle Verträge aus dieser Zeit auch aus diesem Grund ungültig.

Kranksein ist keine Schande.

Es geht im seit Februar sichtbar besser.

Der Vertrag mit der Gemeinde wurde nicht aufgekündigt, sondern musste aufGELÖST werden.

joschibabs
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Wie verfehlt kann man als Zeitung(sreporter) Fragen stellen?

Zu spät reagiert? Worauf bitte denn? Am 22. März hat Wasner den Pachtvertrag via Email aufgekündigt. Dieser läuft bis Ende 2030 und wurde für heuer (ca. 7.300,- €) schon im voraus bezahlt. Die Gemeinde hat der Kündigung bzw. den unklaren Gründen widersprochen. Danach wurde die Gemeinde an der Ausübung ihres Pachtrechtes bis zum 1. Mai auch nicht gehindert, weil einfach das Wetter zu schlecht war, um mit den Vorbereitungsarbeiten für den Badebetrieb sinnvoll zu beginnen. Der erste schöne und regenfreie Tag im Frühjahr war der erste Mai. Und dieser Feiertag folgte auf einen Sonntag. Bei Bekanntwerden der Sperre am zweiten Mai hat die Gemeinde auch sofort reagiert, die BH als Strafbehörde verständigt, die Sperre beseitigt und mittlerweile eine Besitzstörungsklage eingebracht.
Also was bitte soll diese äußerst mangelhaft gestellte Frage der "Kleinen"? Will man hier Stimmung machen, nach dem Motto: "Die Gemeinde" hätte, sollte, könnte, müsste? Sollen hier der Fakten Unkundige über gesetzte gemeindepolitische, verwaltungs- und und zivilrechtliche Entscheidungen abstimmen? Gibt´s vielleicht einen Telefon-Joker? Aber ich weiß ja: In der "Gemeinde", da sitzen die "Blöden". Die "Gscheiten" saßen früher im Wirtshaus, und heute diskutieren sie im Internet bzw. auf Facebook ;-)

Grinch33
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Pachtvertrag wurde nicht aufgekündigt sondern musste aufgeLÖST werden

Auflösung ist etwas völlig anderes als Aufkündigung.

Die Auflösungsgründe waren:
verletzendes und beleidigendes Verhalten
Unredliche Ausweitung des Pachtgrundes
Faekalwasseüberlauf in den Sommersbergseebach
Schwarzbau Plattform Wasnerin
Schwarzbau Senkgrube und WCs
etc.

Die Stadtgemeinde hatte, mit Fotos, Schreiben etc. dokumentiert, am 1.5.2017 schon mehr als 30 Tage keinen ruhigen Besitz mehr an den ehemaligen Pachtgründen.

SNMLD371J9PT834K
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Fragen...

Der zwitungsreporter hat zu wenig Fragen gestellt...
* hat die Gemeinde wirklich die Plattform an die Wasnerin sub verpachtet obwohl das im Pachtvertrag nicht vorgesehen war
* gibt es jetzt eine (bau) Genehmigung für die Plattform oder nicht?
* stimmt es das Hohenberg der Anwalt der Gemeinde ist... Genau der, der ja auch Kaufvertrag über den See hat
*warum wirbt die Wasnerin im Feb 17 mit "eigenem See"
* warum gibt es keine kurzfristige einstweilige Verfügung gegen Wasner...

Grinch33
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Genau das Wort Badebetreib ist das Problem der Stadtgemeinde Bad Aussee

Das Wort "Badebetrieb" ist das Problem der Stadtgemeinde Bad Aussee, da es rechtlich einen Badebetrieb nie gab.

Badebetrieb setzt, neben Baugenehmigungen, die es nicht gibt, eine gewerberechtliche Betriebsstättengenehmigung voraus, die es nie gab und nie geben wird.

Die Auflagen für einen Badebetrieb im Rahmen der gewerberechtlichen Verfahren sind für die Stadtgemeinde Bad Aussee am Sommersbergsee nicht erfüllbar.

Es geht daher immer nur um Zutritt und Zufahrt. Bereits das Erlauben ist ein rechtliches Problem, deswegen diese Formulierung - es ist nicht erlaubt, aber auch nicht verboten.

J5BU7IFO6XY0F36J
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A

So ein Blitzer dieser dumme Mensch!

Grinch33
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So ein Blitzer dieser dumme Mensch!

Als Kind lernt man schon wer andere dumm nennt ist selber dumm