„Sie haben so eine Freude gehabt, sie sind mir um den Hals gefallen“, berichtet Franz Freitag, seines Zeichens Obmann des Judo-Klubs Rottenmann. Es war die Reaktion der Athleten auf die Nachricht, dass die Teilnahme an den Nationalen Special Olympics Sommerspiele Ende Juni in Wien gerettet ist.

Um die Teilnahme hat man nämlich, wie berichtet, bangen müssen. Immerhin verschlingen Fahrt, Unterbringung und Verpflegung für die zwölf Athleten und vier Begleitpersonen insgesamt 16.000 Euro. Und nur 1000 Euro davon kann der Club selbst aufbringen. Der Bericht der Kleinen Zeitung über diesen Umstand hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Etliche Unternehmen und Privatpersonen wie auch die SPÖ Rottenmann haben gespendet, Lions Clubs aus dem ganzen Bezirk stellten mit fast 9000 Euro den Löwenanteil zur Verfügung.

Die SPÖ Rottenmann übergab am vergangenen Freitag ihren Spendenscheck
Die SPÖ Rottenmann übergab am vergangenen Freitag ihren Spendenscheck © SPÖ Rottenmann

„Darf nicht an Kosten scheitern“

„Für uns ist extrem wichtig, dass Jugendliche ihre sportlichen Aktivitäten auch auf einer großen Bühne präsentieren können. Da darf es an Kosten für Unterbringung und Verpflegung nicht scheitern“, sagt Lions-Club-Zonenleiter Jarno Bor. Innerhalb von drei Tagen habe man den Betrag aufgebracht, mit an Bord waren alle fünf Clubs aus dem Bezirk Liezen wie auch der Club Graz-Styria.

Auch Elfi Weinzierl hat die gute Nachricht schon vernommen. „Es ist toll, dass sie nun doch dabei sein können“, sagt die Geschäftsführerin und Vizepräsidentin von Special Olympics Steiermark. Eine Teilnahme an Bewerben sei aufgrund des finanziellen Aufwands oft nicht einfach, „man darf nicht vergessen, dass es mit Sponsoren und Förderungen schwieriger wird. Jeder in der Wirtschaft muss sparen“. Sie freue sich sehr für die Rottenmanner und werde sie in Wien treffen, kündigt Weinzierl an.

„Wir bringen das irgendwie hin“

Komplett zusammen hat man den Betrag zwar noch nicht, zwischen 3000 und 3500 Euro sind momentan noch offen. Der Klubobmann ist sich aber sicher: „Wir bringen das irgendwie hin, wir haben ja noch zwei Monate Zeit.“ Allen, die gespendet haben, lässt er ausrichten: „Wir bedanken uns bei allen riesig.“

Wer den Rottenmanner Judokas noch finanziell unter die Arme greifen möchte, kann seine Spende an das Konto mit der Nummer AT68 2081 5093 0001 0197 richten.