Die Ohrstöpsel sind drinnen. Das Sprengteam zählt herunter. Du weißt, dass es laut wird. Dennoch wirst du von einem ohrenbetäubenden Knall überrascht, der dich gefühlt einen Meter zur Seite hebt. Der Turm fällt. Als er auf der Erde aufprallt, zittert in Trieben die Erde. Eine Staubwolke arbeitet sich gegen den Himmel. Das Sprengteam jubelt, weil alles nach Plan gelaufen ist. Die 86 Meter hohe „Kauster“, Jahrzehnte lang eines der Wahrzeichen der obersteirischen Industriestadt, ist Geschichte.
86 Meter hoch
Die spektakuläre Sprengung eines Kolosses in Trieben
In Trieben zitterte die Erde, als die „Kauster“, ein 86 Meter hohes Stahl- und Betonungetüm zu Boden ging. Das Areal wird für Betriebsansiedelungen gebraucht.
© KLZ / Gerhard Pliem