Noch nicht geimpftWas Kages-Chef Tscheliessnigg zu seinem Abgang sagt

Nach seinem Bekenntnis in der Kleinen Zeitung, noch immer nicht gegen Corona geimpft zu sein, muss Spitälerchef Karlheinz Tscheliessnigg den Hut nehmen. Mit 1. Dezember tritt er zurück, die Nachfolge ist offen.

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Karlheinz Tscheliessnigg © Juergen Fuchs
 

Nach außen wurde mit knapper Not die Form gewahrt: Er habe „gegenüber Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer seinen Rückzug bekannt gegeben“, ließ der Vorstandschef der Spitälergesellschaft Kages, Karlheinz Tscheliessnigg, Samstag Nachmittag verlautbaren. Über die Gründe wurde zunächst nichts Näheres gesagt.
Die liegen aber auf der Hand: Ausgerechnet der Spitälerchef ist bis heute nicht gegen Corona geimpft. Das wurde am Samstag einem breiten Publikum bekannt - und zwar paradoxerweise deshalb, weil er im Gespräch mit der Kleinen Zeitung ankündigte, nun doch für eine Impfung bereit zu sein. Und zwar auch mit mRNA-Impfstoff, falls der Totimpfstoff nicht rechtzeitig zugelassen werde.

Kommentare (99+)
TrailandError
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Ist es denn frech

zu befinden das die Position von Herrn Tscheliessnigg was das Impfen angeht eines Mediziners echt unterirdisch und unwürdig ist? Ganz egal was er an der med. Front geleistet hat , stellt seine misstrauische und negative Einstellung zum Impfen eine Fehlleistung der Sonderklasse dar. Damit hat er nicht nur sich persönlich und sein Umfeld massiv gefährdet sondern auch im hohen Maße seine 14 Tausend Kages Mitarbeiter irritiert und teilweise und fehlgeleitet. Als Chef ist er jedenfalls so untragbar und ich frage mich warum er nicht schon vor Monaten abgesetzt wurde?!?

silent
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Im Gegensatz

zu den respektlosen, frechen Idioten, die sich hier über Tscheliessnig erheben, hat dieser Mann Menschenleben grettet, Menschen geheilt und die KAGes in den Jahren seiner Amtszeit mit seinem zweiten Kollegen sehr gut geführt. Ich frage mich, woher kommt dieser Hass gegen einen Menschen, den die meisten Poster überhaupt nicht richtig kennen. Würden sie ihm gegenüberstehen, würden sie schleimig und kleinlaut grüssen, die Pappn halten und falsch sein, wie halt in Österreich üblich. Schleissig, echt schleissig.

mtttt
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"Spitzenmediziner" ?

Eher lange der Partei gedient, fein vernetzt in CV o.ä. Als Belohnung dann ein Spitzenposten, gut honoriert. Erwartet sich da jemand eine ausufernde medizinische Expertise ? In meinem Jahrgang (bin kein Mediziner) haben sich die schwächsten den Burschenschaften und Bünden zugewandt, um im Beamtennetzwerk Fuss fassen zu können. In Kärnten kommt die Kabeg Spitze aus der AK. Da ist man eben rot. Der Bürger muss schon froh sein, wenn das Management trotz aller Parteifesseln funktioniert. Ein Umbau der Republik in dieser Hinsicht wird Generationen dauern, bis zum Beginn, und bis zum Abstreifen nochmals soviel.

Gelernter Ösi
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Land der moralinsauren Empörten

Gute Nacht.

seinerwe
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Schon beim ersten LD

haben sich "Spitzenmediziner" nicht mehr auf ihren Stationen blicken lassen. Dafür aber als "Experten " gute Ratschläge gegeben.

Dianthus
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Peinlich der Herr

nichts anderes.

FRED4712
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"Ich bin weder im Patientenbereich tätig,

noch war ich krank. Ich habe mich mindestens dreimal in der Woche testen lassen"
vielleicht sollte man dem Spitzenmediziner mal erklären, dass nichtmal stündlich testen vor Ansteckung schützt......und das man geimpft werden soll BEVOR man krank wird und nicht erst, wenns schon passiert ist...unfassbar, was es für "Fachleute" gibt.....in meinem job wäre der mann längst aus der Firma geflogen

Reipsi
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Am besten

nix, mit seinem Gehalt .

umo10
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Unverantwortlich 😮

Ein Arzt, der solange an der impfskeptik festhält ist schon sehr ungewöhnlich

dude
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Das geht ja gar nicht, dass einer in einer Führungsposition die "falsche" Meinung vertritt!

Naja, wahrscheinlich wird er überhaupt keine Ahnung von der Medizin haben...
Ironie off...
Genau das ist das größte Dilemma unserer Zeit, dass nicht unterschiedliche Experten-Meinungen auf Augenhöhe diskutiert werden! Es gilt nur noch "eine richtige" Meinung, die unter Message Controll seit über einem Jahr getrommelt wird.
Und unter diesen Umständen wundern sich noch manche Entscheidungsträger, warum die Verunsicherung in der Bevölkerung und das Mißtrauen gegenüber der Politik so groß ist!

SagServus
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Genau das ist das größte Dilemma unserer Zeit, dass nicht unterschiedliche Experten-Meinungen auf Augenhöhe diskutiert werden!

Der größte Fehler ist zu glauben, dass Einelmeinungen auf Augenhöhe diskutiert werden müssen.

Wenn 9 von 10 Ärzten die Impfung befürworten, wieso sollte man dann die eine Meinung auf Augenhöhe disktutieren?

dude
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Einfach deshalb, lieber Servus, weil KEINER die Wahrheit gepachtet hat und

... weil keiner in die Zukunft schauen kann! Nicht einmal wenige Monate!
Auch Dr. Tscheliessnig behauptet in keinster Weise, dass er die Wahrheit gepachtet hat. Er wird im o.a. Artikel so zitiert: „Die Zukunft wird weisen, was gescheit war. Ich behaupte gar nicht, dass ich recht habe.“
Eine sehr weise Aussage! Es sollte niemand behaupten, dass er und nur er recht hat! Was im Moment aber in einer nie dagewesenen Art und Weise zelebriert wird!

mobile49
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@dude

wenn sich aber ausgerechnet ein 74 jähriger arzt um langzeitfolgen einer impfung sorgen macht , aber sich nicht um die langzeifolgen einer neuen erkrankung sorgt , ist das sehr bedenklich .
denn von impfungen sind praktisch keine langzeitfolgen bekannt , von den meisten alten erkrankungen aber sehr wohl .
und von so einer extrem ansteckenden und trotz der heutigen medizin so oft tödlichen erkrankung muss man eher von langzeitfolgen ausgehen .
das alles sollte einem arzt wenigstens in ansätzen bekannt sein , auch wenn er eher ein feinmechaniker unter den ärzten war als ein spezialist für virologie und pathologie .

FRED4712
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die Wahrheit vielleicht nicht,

aber wer vor der Realität (intensiv) die Augen verschliesst, ist schon ein besonderes Exemplar von Mediziner....einmal mehr ein Beweis, dass Führungskräfte nicht immer die Hellsten sind.....ich kenne einige davon

dude
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Ich bin mir zu 100% sicher, lieber Fred, dass Herr Dr. Tscheliessnig genau...

... bescheid weiß über die Intensivstationen und nicht die Augen davor verschließt. Er weiß mit Sicherheit bescheid um die Überbelegung und er weiß bescheid um die Altersstruktur und um den gesundheitlichen Zustand der Patientinnen (Vorbelastungen und Vorerkrankungen). Er weiß davon viel mehr als die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung. Jedenfalls mehr als Sie, lieber Fred und ich! Und dieses Wissen hat sicher seine Meinungsbildung unterstützt!

FRED4712
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der KANN keine intensiv

in den letzten Monaten von innen gesehen haben und wenn ja, dann ....fällt mir echt nix mehr ein zu dem Herrn.....

SagServus
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Einfach deshalb, lieber Servus, weil KEINER die Wahrheit gepachtet hat und weil keiner in die Zukunft schauen kann! Nicht einmal wenige Monate!

Nein, auch aus dem Grunde nicht.

Denn genau aus dem Grunde schauen manche Talkshows rund um Homöopathie und Esoterik genau so aus als würden diese Themen auf Augenhöhe mit der Wissenschaft und der Medizin sein. Weil man meint man müsste die Themen auf Augenhöhe diskutieren.

Wenn Herr Tscheliessnig meint, die Impfstoffe wären unsicher, dann soll er dies wissenschaftlich belegen. Was eigentlich ja die höchste Prämisse seines Metiers ist.

FRED4712
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dazu müsste er vermutlich

erst sein Horoskop oder seine Handleserin befragen......weil mit realen Fakten hat er es offensichtlich nicht so

dude
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Und da haben wir das wissenschaftliche Dilemma, lieber Servus:

Die Sicherheit bzw. Unsicherheit, aber insb. die Wirkungsdauer, die Frequenz der Auffrischungen, die Wirkung von eventuell 7 oder mehr Auffrischungen auf den menschlichen Körper kann man erst wissenschaftlich erforschen, wenn z.B 7 mal aufgefrischt wurde! Man weiß definitiv noch wie viele Auffrischungen bis zur vollständigen Immunisierung notwendig sind, ob diese vollständige Immunisierung jemals erreicht wird oder ob es wenigstens zu einer mittelfristigen Immunisierung - z.B. 10 Jahre; wie bei anderen Schutzimpfungen - kommen kann! Ich habe oben in meiner ersten Antwort an Sie Herrn Dr. Tscheliessnig zitiert, wo er sagt, dass erst die Zukunft weisen wird, wer recht hat. Und recht hat er!
Vor wenigen Tagen habe ich Herrn Dr. Jörg Hutter, Sprecher der Salzburger Kliniken und ein absoluter Impfbefürworter, in einer der zahllosen Diskussionssendungen gesehen. Konkret angesprochen wurde er auf die vieldiskutierten "Antikörper-Untersuchungen". Dazu sagte er wörtlich: "Die Zukunft wird es uns lehren!"
Und ebenso wird uns die Zukunft lehren, wie lange der 3. Stich immunisiert, ob und wann ein 4. Stich notwendig sein wird u.s.w.
Jeder, der behauptet, dies jetzt schon zu wissen, ist ein Scharlatan!

SagServus
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...

Tscheliessnig hat aber nie die Wirkungsdauer kritisiert sondern die Impfstoffe als unsicher deklariert bevor sie überhaupt zugelassen wurden bzw. in der Prüfungsphase bei der EMA waren.

Wieso meint Hr. Tscheliessnig größere Ahnung zu haben als die EMA? Weiß er von schwächen im Prüfungsverfahren die Zulassungen ermöglichen wo man bei genauerem Studium eigentlich Zulassen hätte dürfen?

Wenn ja, dann hätte er diese in seiner Kritik anführen müssen und dann kann man auch auf Augenhöhe diskutieren.

lamagra
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"Wenn 9 von 10 Ärzten die Impfung befürworten, wieso sollte man dann die eine Meinung auf Augenhöhe disktutieren?"

Weil nun mal, ohne Message Control, es nie und nimmer 9 von 10 Ärzten sagen würden!

Dianthus
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das Problem ist das Virus!

wären die Intensivstationen nicht voll, bräuchten wir keinen Lockdown. Wann wären die Intensivstationen nicht voll? Wenn alle geimpft wären! Also alle impfen und wir haben ruhe!!!

lamagra
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NEIN

sondern wenn wir, wie bei jeder anderen gefährlichen Krankheit, endlich ein MEDIKAMENT hätten!
Wenn ich Grippekranke ohne Behandlung liegen lasse, enden sie ebenfalls auf der Intensiv. Selbst 'grippale Infekte' sind nicht so harmlos, wie sie es mit Paracetamol sind!

KarlZoech
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@ lamagra: Erkrankte behandeln - ja doch!

Jedoch ist es wesentlich sinnvoller, zuerst einmal eine Erkrankung zu vermeiden, durch Impfung zum Beispiel!

lamagra
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@KarlZoech: Jedoch ist es wesentlich sinnvoller, zuerst einmal eine Erkrankung zu vermeiden, durch Impfung zum Beispiel!

Und das ist der springende Punkt!
Die Impfung verhindert keine Erkrankung! Das ist das Problem. Sie kann genau so nur die Chance auf einen schweren Verlauf vermindern. Genau das, was ein Medikament auch macht.
NUR ein Medikament gebe ich denjenigen, der daran auch offensichtlich erkrankt und die überwiegende Mehrheit hat nur durch den Test gemerkt, dass sie sich überhaupt angesteckt haben. Egal ob geimpft oder nicht.
Geimpft soll aber jeder werden.

SagServus
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NEIN sondern wenn wir, wie bei jeder anderen gefährlichen Krankheit, endlich ein MEDIKAMENT hätten!

Eine Impfung ist vorbeugend, ein Medikament wird jedoch erst bei Erkrankung verabreicht.

Das Medikament müsste also schwere Verläufe bzw. Intensivfälle so schnell behandeln, dass der Krankenhausaufenthalt so massiv reduziert wird, dass Neuerkrankte ohne Probleme wieder stationär versorgt werden können.

Ein Medikament kann somit zur maximalen Effizienz und zur Pandemiebekämpfung nur die Ergänzung zur Impfung sein.

 
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