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Steirischer MisshandlungsfallVersagt und vertuscht? Land kommt unter Druck

Kindsmörderin als Pflegemutter: Grüne nehmen in Skandal aus den 1970ern Leibnitzer Jugendbehörde ins Visier.

Das Foto aus dem Akt des gepeinigten Walfried Janka.
Das Foto aus dem Akt des gepeinigten Walfried Janka. © KK
 

Walfried Janka erfährt von 1966 bis 1982 unfassbares Leid. Seine Pflegemutter quält den heute 52-Jährigen seine Kindheit hindurch. Die verantwortliche Jugendwohlfahrt Leibnitz, die die Obhut für den Steirer hatte, wusste, dass die Pflegemutter eine verurteilte Kindsmörderin war. Das belegte sein Akt, den Janka 2016 einsehen und fotografieren konnte. Doch just die zwei Seiten, die das belegen, sind verschwunden. Laut Bezirkshauptmannschaft Leibnitz sei nicht nachvollziehbar, wann und wohin ... (wir berichteten).

Diese brisanten Fragen werden nun zum Fall für den Landtag: „Es ist unfassbar, dass Walfried Janka nicht nur durch Behördenversagen schweres Leid zugefügt wurde, sondern dass dieses Versagen offensichtlich auch noch vertuscht werden sollte“, will Grünen-Abgeordnete Sandra Krautwaschl die Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ) mittels einer schriftlichen Anfrage zum Offenbarungseid zwingen. Unter anderem will die Mandatarin wissen, ob bezüglich der verschwundenen Aktenseiten eine interne Prüfung eingeleitet wurde, auch ob Kampus Existenz und Echtheit des von Janka fotografierten Amtsvermerkes anerkennt und welche Schlüsse sie daraus ziehe.

Die Akten gewähren tiefe Einblicke in die Arbeit der Behörde.
Die Akten gewähren tiefe Einblicke in die Arbeit der Behörde. Foto © KK

Entschädigung von 25.000 Euro genügt Opfer nicht

Im Zuge der 2017 wiederaufgenommenen Auszahlungen von Entschädigungen für Opfer von Misshandlungen im Verantwortungsbereich des Landes erhielt Janka heuer vom Land die Höchstsumme von 25.000 Euro und einen Entschuldigungsbrief für die erlittenen Qualen, unterzeichnet von Kampus und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

Der 52-Jährige, der sich durch das Martyrium bei der Pflegemutter kaum eine Schulbildung aneignen konnte, psychische Probleme bekam und später auf die schiefe Bahn geriet und im Gefängnis landete, fordert aber eine halbe Million Euro Schadenersatz und drohte mit Klage. Das Land ließ ihn heuer mit Hinweis auf die eingetretene Verjährung abblitzen, Janka erwägt eine Amtshaftungsklage.

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Danke für Ihr Verständnis.

Legu
0
2
Lesenswert?

Eine ...

ausgmachte Sauerei; Einst und Jetzt !!!
Da geniert sich überhaupt niemand; weder Einst noch Jetzt !

Und kriminell sein und : sich vor Schadensgutmachung drücken-es ist einfach Zuviel, was das in der Causa passiert.

Antworten