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Kleine Kinderzeitung

Kinderreporter sahen sich in der Stadt Bibongo um

Nadja (11) und Ronja (11) haben sich in der Kinderstadt Bibongo umgesehen, sich einen Job gesucht, Geld verdient und einen Bürgermeister gewählt. Was sie jetzt über das Leben der Erwachsenen wissen. Von Petra Prascsaics

Kinder in der Kinderstadt Bibongo
Kinder in der Kinderstadt Bibongo © 
 

Fünf Tage lang hat Moritz (10) ausprobiert, wie das so ist, wenn man arbeiten geht, Geld verdient, Steuern zahlt und wählen gehen darf. Der Zehnjährige war Gärtner, Reporter, hat Obst und Gemüse am Marktstand verkauft und sich als Politiker versucht – und damit  vieles davon genutzt, was in der Kinderstadt Bibongo geboten wurde.

Denn in dieser Stadt, die auf Initiative der Kinderfreunde Steiermark diese Woche im Kunsthaus Graz ihre Tore geöffnet hatte, haben fünf Tage lang insgesamt mehr als 950 Kinder ausprobiert, wie sich das Leben der Erwachsenen anfühlt, und ihr Zusammenleben organisiert.

Kinderreportercamp: Besuch in Bibongo

Langes Warten auf den Job

Ronja Pontesegger (11) und Nadja Brottrager (11) waren als Kinderreporterinnen der Kleinen Kinderzeitung dabei. „Das Beste an dieser Stadt war, dass dort nur Kinder und keine Erwachsenen waren, die einem dauernd sagen, wie man etwas machen soll“, sind sich die beiden einig. Und wie schaute so ein Leben in der Kinderstadt aus? „Man musste sich ziemlich lange beim AMS für einen Job anstellen und vom Lohn eigentlich ganz schön viel Steuern zahlen“, erzählen die beiden Reporterinnen.

Viele Ideen

Doch lange Wartezeiten und hohe Steuerlast waren für die Bürger von Bibongo scheinbar kein Grund, sich den Spaß an der Sache nehmen zu lassen, haben Ronja und Nadja im Rahmen ihrer Interviews erfahren. „Die meisten fanden es super, dass sie viele verschiedene Berufe ausprobieren konnten.“ Und weil zu einer richtigen Stadt auch eine Bürgermeisterin und ein Bürgermeister gehören, versammelten sich in Bibongo einmal am Tag die „Bewohner“, um sich die Wahlreden der Kandidaten anzuhören und ihre politischen Vertreter zu wählen.

"Mehr bekommen für ihr Geld"

„Ein paar Kinder hatten gute Ideen, wie zum Beispiel, dass jede Stunde Musik gespielt werden sollte. Andere wiederum wollten sich dafür einsetzen, dass die Leute in Bibongo weniger Steuern zahlen müssen und für ihr Geld mehr bekommen“, haben die Nachwuchsreporterinnen bei diesen Versammlungen gehört. Ihr Gesamteindruck: „Bibongo war eine interessante Sache, wo man einiges über das Leben der Erwachsenen lernen konnte. Es war fast wie im echten Leben. Super wäre, wenn es mehr Jobs zum Ausprobieren gegeben hätte.“

Zufriedene Bilanz

Eine zufriedene Bilanz zieht auch die Projektleiterin Marija Redi: „Dass diese Stadt so gut funktioniert hat, verdanken wir auch all unseren Projektpartnern, die mit unglaublich viel Engagement dabei waren.“ Was sie sich fürs nächste Jahr wünscht?„Mehr Subventionen, damit wir das Programm ausbauen können!“

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