Gleich zweimal musste am Freitag in Graz Mordalarm gegeben werden:

Bereits am Freitagnachmittag wurde die Mordgruppe der Polizei zum Zentralfriedhof gerufen. Ein Ehepaar war tot aufgefunden worden. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge erschoss der Mann (75) zuerst seine Frau (72) und dann sich selbst mit einer Pistole. Die Tatwaffe wurde neben den beiden Leichen gefunden, ebenso wie ein Abschiedsbrief. Daraus geht auch das Tatmotiv hervor: Die Frau war krank gewesen und im Rollstuhl gesessen. Der Tatort selbst befindet sich übrigens nur wenige Meter von jenem Grab entfernt, das die Eheleute – die beiden Pensionisten stammen aus Graz – bereits für sich reserviert hatten.

Tödliche Messerattacke in Eggenberg

In den späten Abendstunden kam dann der zweite Alarm: Zwei Männer waren gegen 19.30 Uhr in der Vinzenzgasse in Graz-Eggenberg in der Wohnung einer 33-jährigen Frau in Streit geraten. Der ältere Mann, 62 Jahre alt, hatte mit einem Küchenmessen auf den anderen eingestochen und ihn am Hals schwer verletzt. Für das Opfer, einen 34-jährigen Mann, gab es keine Rettung mehr. Er dürfte ein Nachbar gewesen sein. Die Reanimationsversuche der Polizei und vom Notarzt blieben erfolglos. Der 34-Jährige verstarb noch am Tatort. Der 62-Jährige und die 33-Jährige dürften ein Paar sein - das Motiv könnte laut Polizei Eifersucht gewesen sein.

Die vermeintliche Tatwaffe konnte vor Ort sichergestellt werden. Der Verdächtige befand sich bei Eintreffen der Polizei in einem Nebenraum der Wohnung. Er wurde verhaftet. Auch die 33-Jährige war als Zeugin in der Wohnung. Das Landeskriminalamt ermittelt noch, der Täter verweigert die Aussage.