Es war ein Freitagnachmittag im Juni, als der folgenschwere Anruf kam. Auf seinem Display leuchtete der Name eines Bekannten auf – es war ein Freund seines Sohnes. Der Vater hat sich nicht viel dabei gedacht, nahm den Hörer ab und in diesem Augenblick änderte sich alles für ihn. Das Leben, das er bis dahin kannte, war mit einem Schlag vorbei.

Sein Sohn M. war mit Freunden zum Tauchen nach Kroatien gefahren. Er liebte das Wasser, war passionierter Schwimmer und besaß auch eine eigene Taucherausrüstung. Der Sprung ins kühle Nass war immer auch ein Sprung raus aus dem Alltag. Mit seinem gelben Schnorchel, den schwarz-weißen Flossen und dem dunklen Neoprenanzug war er in seiner eigenen Welt. Der Ozean war schon immer sein zweites Zuhause gewesen.

Doch an jenem Tag schien das Glück gegen das Schicksal keine Chance zu haben: Als sich die Freunde zur Abkühlung einen Sprung ins Meer genehmigten, sprang auch M. von einem kleinen Felsen kopfüber ins Wasser. Dabei stieß er sich den Kopf und brach sich das Genick. Er tauchte völlig regungslos auf, sein Gesicht war nach unten gerichtet.

Notoperation und künstliche Beatmung

Was M. in diesem Augenblick das Leben rettete, waren seine Freunde: Sie reagierten prompt, zogen ihn langsam aus dem Wasser und alarmierten die Rettung. Der 36-jährige Steirer wurde sofort notoperiert und kam auf die Intensivstation des Krankenhauses in Zadar. Auf eine Operation folgte die nächste, bis M. für den Transport nach Österreich stabil genug war.

Auch sein Vater, der sofort nach der Schreckensbotschaft nach Zadar reiste, war inzwischen in der Klinik. Seinen Sohn so zu sehen, verschlug ihm die Sprache: „Wie viele Tränen ein Mensch in sich trägt, wurde mir erst in diesem Moment bewusst.“ Bei dem Unfall brach sich M. den ersten und zweiten Halswirbel. Seither ist er vom Kopf abwärts gelähmt und musste zunächst künstlich beatmet werden.

Die Ärzte machten das Unmögliche möglich

Doch das Ärzteteam im LKH Graz ermöglichte ihm das Unmögliche: Durch die Implantation eines Zwerchfellschrittmachers – es war die erste derartige Operation in der Steiermark – kann M. die Atmung teilweise selbstständig bewältigen und sein Krankenbett verlassen. Im Moment sucht er mit seiner Familie nach einer geeigneten Reha-Klinik.

Danach soll der 36-Jährige zurück in seine Wohnung, die in der Zwischenzeit barrierefrei umgebaut wird. „Es ist sein größter Wunsch, nach Hause zu kommen, und das wollen wir ihm ermöglichen“, sagt sein Vater. Zusätzlich kümmert sich die Familie um die Beschaffung der teuren Medizinbehelfe, wie etwa ein Pflegebett, ein Rollstuhl oder elektronische Geräte, die sich per Augensteuerung betätigen lassen.

Sollten im Rahmen dieses Spendenaufrufs zweckgewidmete Spenden eingehen, werden diese bis zum Ausmaß der Hilfsbedürftigkeit des Betroffenen verwendet. Einnahmen, die darüber hinausgehen, werden für weitere Hilfsprojekte herangezogen.