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Hochwasserschutz 17.000 Gebäude sind in der Steiermark akut bedroht

50 Millionen Euro werden in der Steiermark jedes Jahr in den Hochwasserschutz gesteckt. Doch so viel Geld auch fließt, es wird künftig wohl nicht reichen, sagt der zuständige Landesrat Seitinger: "Der Bau von Hochwasserschutzmaßnahmen stößt irgendwann an seine Grenzen".

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Das verheerende Hochwasser in Oberwölz 2011
Das verheerende Hochwasser in Oberwölz 2011 © (c) APA/FEUERWEHR/BFVMU/HORN (FEUERWEHR/BFVMU/HORN)
 

Beschauliche Bäche werden zu bedrohlichen Strömen, Häuser zu Ruinen und Dörfer zu Katastrophengebieten - die Bilder aus Salzburg und Deutschland wecken in der Steiermark schlimme Erinnerungen. Oberwölz, Stadl-Predlitz, Gasen - "Wir haben mittlerweile fast jedes Jahr ein Hochwasser", sagt Alfred Ellmer von der Wildbach- und Lawinenverbauung Steiermark. Knapp 17.000 Gebäude stehen laut dem Land in der Steiermark in der sogenannten roten Zone; das heißt, sie sind akut bedroht, wenn es zu einem Hochwasser kommt. Laut dem Büro von Landesrat Seitinger handelt es sich dabei zumeist um ältere Bauten, da in der roten Zone nicht mehr gebaut werden darf. 

Kommentare (12)
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47er
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Jedem, der unbedingt in eine rote Zone bauen will,

Sollte zumindest bei der Bauverhandlung unterschreiben müssen, dass ihm bei einen Katastrophenschaden nicht geholfen werden kann. Vielleicht macht das dann die Leute etwas nachdenklicher und sie überlegen doch, dass der so günstige Baugrund unahnbare Nachteile haben kann.

blubl
2
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🤔

In der roten Zone gilt grundsätzlich ein absolutes Bauverbot

goje
0
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Dann wird vom Gemeinderat kurzerhand rote Zone in gelbe gewidmet...

So geschehen in Gratkorn, um einen Schulneubau, der m. E. völlig unnötig ist, durchzubringen. Und Gratkorn ist sicher nicht die einzige Gemeinde in der das so läuft. Da bin ich sicher. Soviel zu Theorie und Realität... Die Wirklichkeit sieht eben anders aus.

DergeerderteSteirer
0
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Ja @goje, diese Praktiken sind gang und gebe bei den Kommunenbonzen, .....................

wenn ein Häuselbauer irgendeine Vorgabe und Bestimmung nicht einhält, welche jedoch ihren Sinn und Berechtigung haben, dann sind empfindliche Strafen oder gar ein Abbruchbescheid die Folge, diese Kommunenbonzen sind eben gleicher als gleich ............... niemand hat den Mut und die Courage denen auch mal saftig auf den Schlips zu treten !

Es sind nicht alle über den gleichen Kamm zu scheren, jedoch nehmen solche Handlungen gewisser Kommunenbonzen eher zu wie ab, die sind leider noch immer in der Einstellung und Auffassung mit Macht und Geld regieren wir die Welt, die Ergebnisse und Ereignisse sprechen eh für sich !

DergeerderteSteirer
3
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Das stimmt schon @blubl, jedoch werden rote Zonen von den Behörden und Kommunen umgewandelt, da ist korruptes Handeln und die Gier im Mittelpunkt,......

Jeder Häuslebauer sollte soviel Grips haben und sich die Topographie des Grundstückes genau ansehen, leider ist ein Teil der "Geiz ist geil" Gesellschaft da zu gierig und blind durch manch Brett vor dem Kopf, leider trauriger Fakt!!

bluebellwoods
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Wasser sucht sich seinen Weg

Wenn es keine Möglichkeit mehr hat zu versickern weil jegliche Grünflächen/Ackerflächen verdichtet und bis auf den letzten Meter bebaut werden dann nützen Hochwasserschutzeinrichtungen auch nur mehr bedingt. Dann sinds Keller, ganze Häuser, die unter Wasser stehen, Bäche die zu reißenden Flüssen werden,...
Hier gehört ein kräftiges Umdenken her und nicht Profitgier diverser Lokalpolitiker, die sich über Jahrzehnte durch Freunderlwirtschaft ein schönes Körberlgeld durch Umwidmungen von Risikogebieten zu Bauland verdient haben.
Aber am Ende will keiner schuld sein und keiner was gewusst haben. Leidtragende gibt es dann aber genug, die vor dem Nichts stehen wie man jetzt sieht.

muschelkoch
0
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Eggersdorf bei Graz

In Eggersdorf bei Graz laufen die Uhren anders.
Da wird im Hochwassergebiet das Gelände aufgeschüttet,
Damit ein großer Bauträger tausende Quadratmeter verbauen
und versiegeln kann. Die Nachbarn saufen ab aber wen juckt das.
Hauptsache es machen einige Profit.
Das wäre ein Fall für Herrn Landesrat Seitinger.

Edlwer
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Schade nur, dass unsere Landesräte blind sind für so was....

... und die Bauträger oft in der selben Partei sind, oder mit dem verlust der Arbeitsplätze drohen, oder.....

muschelkoch
1
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Eggersdorf bei Graz

In Eggersdorf bei Graz laufen die Uhren anders.
Da wird im Hochwassergebiet das Gelände aufgeschüttet,
Damit ein großer Bauträger tausende Quadratmeter verbauen
und versiegeln kann. Die Nachbarn saufen ab aber wen juckt das.
Hauptsache es machen einige Profit.
Das wäre ein Fall für Herrn Landesrat Seitinger.

SoundofThunder
6
84
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🤔

Wer hat den zugelassen dass die "Roten Zonen“ als Bauland verkauft wurden? Und die Menschen die dort gebaut haben werden jetzt begreifen warum die Grundstücke so günstig waren.

blubl
2
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🤔

da die roten Zonen, vielfach erst später festgestellt wurden - und in den 50,60,70ger Jahren sich keiner darum gekümmert hat.

ANDEHAHE
1
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Stimmt...

Da errichten sogar Gemeinden selbst Eisbahnen und Hütten direkt neben dem Bach und wäre auch gespannt wie man zu einer Genehmigung für Stallbau zwischen Autobahn und Übelbach vor dem Schartnerkogeltunnel (Fahrtrichtung Graz) bekommt. Nur die Wählerstimme zählt, aber die Natur hat kein erbarmen....