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StudentenwahlenNur 16 Prozent gingen zu ÖH-Wahl, rote Studenten siegten

Die Wahlbeteiligung wurde österreichweit fast halbiert, das Auszählen ging in Wien mit den Briefwahlstimmen nur zäh voran. Großer Gewinner ist der rote VSStÖ, der erstmals stimmen- und mandatsstärkste Fraktion bundesweit wurde. An den einzelnen Hochschulen war das Bild ähnlich.

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Die Stimmenauszählung am Donnerstag, 20. Mai 2021, in der Aula der Wissenschaften in Wien © APA/Herbert Neubauer
 

Nur rund 15,7 Prozent der 345.000 Studenten an Universitäten, Fachhochschulen (FH) und Pädagogischen Hochschulen (PH) haben bei den Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaften (ÖH) ihre Stimme abgegeben. Gegenüber dem letzten Urnengang 2019 stürzte die Beteiligung damit um zehn Prozentpunkte ab. Erstmals in der ÖH-Geschichte wurde der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) stärkste Fraktion.

Kommentare (19)
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Lamax2
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Politik wird schlecht gemacht

Wenn die Jungen zuschauen müssen, was da in der Politik der Erwachsenen so passiert, müssen sie ja jeden Glauben daran verlieren. Beispiele gefällig? Da wird überall herumgestirlt und angeklagt. Es wird der Glaube an die Politiker komplett untergraben durch dieses gutmenschige Vernadern des Regierenden. Es muss schon fast jeder damit rechnen, angeklagt zu werden, wenn man angeblich etwas falsch gemacht hat; z.B.nicht gegendert hat, Immigranten nicht richtig fürsorglich bezahlt hat, Kinder in der Schule benachteiligt hat und vieles andere mehr. Da werden sich die Jungen denken-- ich mach mir meine Welt selber und brauch dazu keine Politiker mehr.

PiJo
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rund 15,7 Prozent

Bei dieser Wahlbeteiligung ist es wohl eine Farce von einer Wahl zu sprechen..
Wenn man bedenkt das in einigen Jahren diese Generation die Zukunft Österreichs bestimmt dann ist die derzeitige demokratiepolitische Einstellung unserer Regierenden wohl nur ein Klax

PucherGerhard
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Die Elite von Morgen?

Es stimmt mich nachdenklich, wie die angebliche Elite von Morgen mit Ihren demokratischen Möglichkeiten umgeht. Alles ist selbstverständlich geworden, man muss für nichts mehr kämpfen.

Trieblhe
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@Pucher

Wenn die Aufgabe der ÖH fast nur mehr darin besteht, Demobusse gegen alles Mögliche zu bezahlen uns organisieren darf man sich über die Wahlbeteiligung nicht wundern.

Stemocell
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Naja,

kein Wunder, wenn man sich mal ansieht, wofür sich die ÖH in den letzten Jahren so stark macht.
Da gehts kaum noch um Studentenrechte und mehr Geld für Bildung und Wissenschaft.
Wichtig ist, dass man das Gender-Sternchen überall korrekt setzt und man beim Inskribieren zwischen mindestens 12 Geschlechtern wählen kann.
Von den teilweise fragwürdigen, kommunistischen politischen Botschaften, die von Teilen der ÖH verbreitet werden, fange ich gar nicht erst an.
Nicht überraschend, dass sich das Interesse des Durchschnittsstudenten hier in Grenzen hält.

zweigerl
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ÖH-Pflichtbeitrag ist obsolet

Die Diagnose ist wohl zutreffend. Das Kompensieren von Erfahrung und Wissen in diesen Gremien wird durch Mainstream-Agitation ersetzt, die einen falschen Emanzipationsbegriff aggressiv nach außen tragen. Top sind daher jene politischen Gruppierungen, die einen längst überholten linken Gestus transportieren, der sich gesinnungsideologisch manifestiert, usw. Die Frage ist: Warum gibt es noch diesen ÖH-Pflichtbeitrag? Dessen nicht fristgerechte Einzahlung wird mit dem Verlust von Studiensemestern sanktioniert. Das ist Rumänien usw. anno 1965.

3770000
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Pflichtbeiträge

haben alle Körperschaften öffentlichen Rechts, also auch Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer usw. Damit ist die Vertretung von der jeweiligen Regierung nicht abhängig. Natürlich ärgert das jetzt die Schwarzen, denn die beiden Regierungsfraktionen Aktionsgemeinschaft und Grüne wurden sensationell abgewählt. Natürlich ärgert die ÖH auch die FPÖ, muss doch der RFS immer bangen, bundesweit wenigstens ein Mandat zu bekommen. Der ÖH-Beitrag beträgt ca. 20 Euro im Semester und da ist eine Unfallversicherung schon dabei. Und über Sozialaktionen, Buchgutscheine usw. habe ich mir meine ÖH-Beiträge mehrfach zurückgeholt.

zweigerl
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Spielwiese

Auch aus Ihrer Antwort geht hervor, dass die ÖH eher eine Spielwiese für parteipolitische Scharmützel ist als für die harte konstruktive Arbeit einer Interessensvertretung. Klar wird heftig für die Studierenden agitiert, allerdings völlig unausgewogen und mit vordergründiger Klientelpolitik. Die Begrenzung der Studienzeit auch zugunsten eines rascheren Studienabschlusses wird von den selbsternannten "Mandataren" reflexartig hintertrieben. Aber ungerührt einem Studenten, der seinen ÖH-Beitrag einzuzahlen vergessen hat, per E-Mail und nicht per eingeschriebenen Brief zu exmatrikulieren, geht immer.

wjs13
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ÖH schnell abschaffen!

dieser kammeralistische Abzockerverein (wenn man auf der Uni auch nur einen Kurs besucht, muß man der ÖH betreten und den teuren Jahresbeitrag zahlen), der eigentlich für Studenten da sein soll, hat seine Berechtigung längst verloren. Statt als Tutoren Neuankömmlingen auf der Uni zu helfen, Prüfungsunterlagen günstig zur Verfügung zu stellen, etc. und Hochschulpolitik zu machen, werden um viel Geld oft haarsträubende, allgemeinpolitische, weit linke Positionen vertreten.

zweigerl
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... und

... und Kaffeemaschinen um 20 Tsd. € angeschafft.

blackpanther
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Digitales Studium

Wenn es nach Corona weiter verstärkt digitales Studieren gibt, wird die Entfremdung unter den StudentInnen weiter zunehmen, wie man an der Wahlbeteiligung gesehen hat, gibt es offenbar kaum mehr einen Bezug zu den VertreterInnen. Wenn der Ort des Studiums unerheblich ist, dann werden sich immer öfter StudentInnen an den besten Unis und FHs anmelden zum Schaden der durchschnittlichen Einrichtungen. Und Studentenvertreter werden dann überhaupt nicht mehr benötigt.

lucas200497
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Wahl

Bei einer Wahlbeteiligung von nur 16% ist das Ergebnis kaum aussagekräftig.

Stony8762
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Wow! Die stimmenstärksten Roten haben nicht mal 4% aller Studenten erreicht! Eine Glanzleistung! Gratulation! (ironie)

Steira111
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@Stony

Ein anderer Kommentar von ÖVP Stony hätte uns alle sehr überrascht.

VH7F
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8% Wahlbeteiligung in Klagenfurt

Ein Armutszeugnis. Ein ganzes Studienjahr fast ohne Studentenleben.

tscheleiner
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Wundert mich nicht

Die haben die Briefwahl total verkackt. Vor DREI Wochen Wahlkarte bestellt. Am Montag kam sie an, eingeschrieben persönlich, war natürlich nicht zuhause, daher persönlich abzuholen am Folgetag. Ich hätte es schaffen müssen, die am Dienstag abholen, ausfüllen und am Dienstag wieder aufgeben, damit sie vielleicht wahrscheinlich am Mittwoch bis 18:00 Uhr in Wien angekommen wäre.
Als Vollzeit Angestellter nicht immer machbar!

walterkaernten
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zukünftige ELITE

Demokratieverständnis.
Das ist die zukünftige ELITE ÖSTERREICHS ????

ÖSTERDUMM:
Wie lange wird der steuerzahler noch für 2 und drittes studium zahlen.
BILDUNG . BILDUNG..... BILDUNG......

wjs13
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Was hat dieser Zwangsverein mit Demokratie zu tun?

Bin überzeugt dass 3x so viele Studenten zu allgemeinen Wahlen gehen, weil es im Gegensatz zur ÖH-Wahl Sinn ergibt.

Pirker20
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Lieber Herr Walter aus Kärnten

Ein Auffrischungskurs für die Rechtschreibung würde Ihnen aber auch nicht schaden. Weil Sie gerade das Thema Bildung ansprechen.

mfg