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Langer StreitKages beruft gegen erstes "Spinraza"-Urteil

Im Fall der beiden schwer erkrankten Jugendlichen Georg Polic und Nicola D. ist eine Berufung offen. Bei Nicolas Mutter, die ebenso an SMA leidet, beruft die Kages nun.

Nicola D. wird behandelt, bei ihrer Mutter wurde Berufung eingelegt © privat
 

Wie berichtet, bekam Nicola D. heute ihre erste 80.000-Euro-Spinraza-Spritze. Mit dieser teuren Therapie soll ihre Krankheit spinale Muskelatrophie behandelt werden - gleich wie im Fall des schwer an Museklschwund erkrankten Georg Polic (15). Die Kages argumentierte, dass die medizinische Wirksamkeit in beiden Fällen nicht ausreichend gegeben sei, weswegen man die Kosten nicht übernehmen wollte und ein Rechtsstreit begann. Für Georg erging im Dezember ein positives Urteil - am 23. Februar soll seine Behandlung starten. Bei Nicola D. läuft das Verfahren, es gibt eine einstweilige Verfügung auf Behandlung. Ob berufen wird, steht in beiden Fällen aus.

Kommentare (1)
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beneathome
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19
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Sorgfaltspflicht

der Kages ist durchaus verständlich, was leider nicht immer menschlich ist. Es ist auch nicht menschlich, wenn irgendwelche Personen oder Konzerne mit dem Leid schwerkranker Menschen Profit machen, ohne echte Beweise für die Wirksamkeit ihrer vermeindlichen Wundermedizin zu bieten. Dies sachlich zu prüfen ist Aufgabe der Gesundheitsbehörden. Leider gibt es deswegen sehr viele Medikamente und Behandlungen, die nicht von der KAGES oder der Krankenkasse bezahlt werden. Wenn sie das nicht machen würden, wäre Missbrauch an der Tagesordnung. Ich hoffe für die Patientin, dass sie hier eine akzeptable Lösung finden.