Corona kann uns ganz sicher nicht stoppen“, gibt sich Grete Kirchleitner, Leibnitzer Bezirksbäuerin, kämpferisch. Auch „ihre“ Bäuerinnen sind hoch motiviert für die elfte gemeinsame Benefizkeksaktion mit der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Neudorf, der Kleinen Zeitung Leibnitz und heuer auch mit der Fachschule Schloss Burgstall in Wies zugunsten von „Steirer helfen Steirern“.
„Wir haben schon losgelegt. Und wir freuen uns schon, wenn wir vielen Menschen mit unseren Keksen eine Freude machen können“, betont die Großkleinerin.
Auch Gemeindebäuerin Maria Prechtler fiebert dem Start entgegen: „Wir in St. Veit in der Südsteiermark sind seit sechs Jahren dabei und haben schon Hunderte Kilo Kekse gebacken, die nicht nur köstlich schmecken, sondern auch noch wunderschön ausschauen. Wir freuen uns, wieder dabei zu sein und helfen zu können.“ Denn, so Prechtler weiter: „Durch Corona ist die Armut vieler Menschen noch größer geworden.“
An Bord ist auch die Fachschule Neudorf, trotz Distance Learning. Schulleiterin Roswitha Walch: „Wir haben zwar kaum Schülerinnen und Schüler bei uns im Haus, dafür war mein Mitarbeiterteam sofort bereit, in die Bresche zu springen. Wir sind wieder dabei und freuen uns schon sehr darauf.“
Schön ist, dass sich uns heuer auch die Fachschule Schloss Burgstall in Wies anschließt. Direktorin Maria Strametz hebt ebenfalls die Unterstützung ihrer Kolleginnen hervor, auch die Schülerinnen werden, soweit es möglich ist, mitmachen. „Wir alle werden unseren persönlichen Beitrag dazu leisten und unsere Lieblingskekse beisteuern. Darüber freue ich mich als Leiterin besonders, weil dies auch den ausgezeichneten Gemeinschaftssinn an der Fachschule Burgstall widerspiegelt.“
Auch die Obersteirer backen für den guten Zweck!
Auch in der Obersteiermark werden sich die Bäuerinnen aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag wieder die Schürzen umbinden und zu Mehl und Zucker greifen. „Wir wollen einfach helfen. Wenn wir in so schweren Zeiten wie diesen mit einem Keks nur ein einziges Lächeln ins Gesicht eines Menschen zaubern können, haben wir alles richtig gemacht“, sagt Bezirksbäuerin Elisabeth Hörmann.
Auf das Backen freuen sich die Frauen, auch wenn sie heuer alleine oder mit der Familie in ihren Küchen stehen. „Gerade das gemeinsame Keksebacken war uns immer wichtig. Das geht heuer halt einfach nicht“, sagt Hörmann. Damit bis zum Verkauf in Mürzzuschlag am 9. Dezember auch viele Kekse zusammenkommen, wird schon fleißig über die Kekssorten diskutiert. Während die Brucker Bäuerin Michaela Schmidhofer auf ihre Lieblinge, die Vanillekipferln, setzt, wird andernorts Neues ausprobiert.
„Uns ist jede Kekssorte willkommen. Schmecken müssen sie“, lacht Hörmann und ist schon gespannt, wie viele Kilo heuer zusammenkommen. Im Vorjahr haben sie es auf 117 Kilogramm zu verkaufende Weihnachtskekse gebracht.