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StadtfluchtWie Corona die Landlust der jungen Städter antreibt

Vogelgezwitscher statt quietschende Straßenbahnen, weite Wiesen statt enge Häuserschluchten: Immer mehr Städter packen ihre Siebensachen und ziehen aufs Land, allen voran junge Familien. Wie Corona diesen Trend beschleunigt hat.

Die Südsteiermark ist eine der ländlichen Regionen, die vom neu befeuerten Trend zum Landleben profitieren können © Jürgen Fuchs
 

Ein Haus im Grünen. Auf jeden Fall mit einem eigenen Garten. Dort sollen Paprika, Karotten und Kräuter im Hochbeet gedeihen – und eine Sandkiste für die kleine Tochter stehen. Peter Krenn hat eine klare Vorstellung davon, wie sein zukünftiges Zuhause aussehen soll. Der 33-Jährige lebt mit seiner Frau und seiner Tochter mitten in Graz. Er ist nicht der einzige Städter, der sich ein Leben auf dem Land wünscht. Immer mehr Menschen tauschen enge Häuserschluchten gegen weitläufige Wiesen. Die Coronakrise hat die Landlust – wie es scheint – noch verstärkt.

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Ragnar Lodbrok
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Schön - ABER -

die gleichen, denen es am Land so gut gefällt, müssen dann mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit fahren. jeder mit dem eigenen Auto natürlich.
Graz hat jeden Tag über 100.000 Pendlerautos zu verkraften. 100.000 rein - 100.000 raus.
Die Stadtpolitik muss anfangen ihre Bewohner schützen - entweder eine Citymaut die empfindlich hoch ist - oder Fahrverbote. Wer in die Pampa zieht muss auch wissen wie er zur Arbeit kommt - ohne KFZ.

Flogerl
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Hmmm...

Irgendwie komisch. Und ich dachte immer, die Jungen ziehen vom Land weg, weil da nix los ist, quasi tote Hose. Keine Kultur, Keine Öffis, keine Veranstaltungen usw. Eben der Arsch der Welt.

Jaja, wie sich die Zeiten ändern in Zeiten so eines kleines Dings ! gg

Hausverstand
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Stadtplanung mit Köpfchen - im Sand!

Die Grazer Stadtplanung verschläft wieder einmal konsequent die Entwicklung. Der Bevölkerungszuzug stagniert und bereits seit Jahren übersteigt das Angebot an Wohnungen den Bedarf - das wird mittlerweile auch von der Immobilienwirtschaft bestätigt. Dabei kommen jetzt erst die großen Projekte mit tausenden neuen Wohnungen auf den Markt! Trotzdem träumt die Stadtplanung immer noch von einer 'wachsenden Stadt' und breitet den roten Teppich für Investoren und Immobilienspekulanten aus und negiert die elementaren Bedürfnisse der Stadtbewohner. Die es sich leisten können, ziehen dann eben weg! Nagl als politisch Verantwortlicher betreibt ebenfalls Realitätsverweigerung - er faselt von der Wichtigkeit von Grünraum und Bäumen während ringsum alles zubetoniert und versiegelt wird, damit noch mehr leere Wohnung entstehen. Und er hofft darauf, dass die Immobilienblase erst nach der nächsten GR-Wahl platzt - notfalls wird sie eben vorverlegt.