Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Steirer des Tages"Solarparks sind auch in Österreich möglich"

Richard König hat sein Unternehmen binnen eines Jahres zum größten Betreiber von Fotovoltaik-Anlagen in österreichischem Besitz gemacht.

Richard König
Richard König © Enery/Philipp Horak
 

Brot und Speck vom elterlichen Bauernhof in Murau und das regional gebraute Bier: Die Frage nach den Dingen, die ihm in Wien fehlen, sind schnell aufgezählt. Aus der Bundeshauptstadt lenkt Richard König zusammen mit Lukas Nemec das von ihnen gegründete Unternehmen Enery. Dessen Fokus liegt auf erneuerbarer Energie – ein Thema, das König seit Maturatagen begleitet.

Nach einem VWL- und BWL-Studium in Graz folgten berufliche Wanderjahre mit klarem Ziel: die Karriereleiter hinauf. Über Engagements im Bankensektor in Amsterdam, London und Wien, bei denen es immer um Investitionen in erneuerbare Energie ging, dockte König 2015 als Vorstand bei einem amerikanischen Stromkonzern an. Auch dort drehte er die üppig gefüllten Investitionsströme in Richtung Nachhaltigkeit.

„Aber der Drang zur Selbstständigkeit und die Überzeugung, dass 100 Prozent erneuerbare Energie der richtige Weg sind“, führten ihn zurück nach Österreich und zur Gründung von Enery vor ziemlich exakt einem Jahr.

Heute beschäftigt man 40 Mitarbeiter und bezeichnet sich als größter Fotovoltaikanlagen-Betreiber in österreichischem Besitz. In konkrete Fläche übersetzt bedeutet der Marketingsuperlativ: rund 160 Hektar, 85 Megawatt Leistung, aufgeteilt auf neun große Solarkraftwerke – alle in österreichischem Eigentum, aber alle außerhalb Österreichs. Sie stehen in Tschechien, Slowakei und seit der Übernahme einer 100 Hektar-Anlage vor einer Woche auch in Bulgarien. Allein diese Anlage im Süden des Landes liefert den Strombedarf für 22.300 Haushalte.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.