Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Mediziner-Aufnahme-Test2320 ritterten um 360 Plätze: Aber kein Covid-Verdachtsfall unter den Bewerbern

Höchste Hygienevorschriften galten heute beim Mediziner-Test in der Grazer Messe. Die größte organisierte Veranstaltung der Steiermark in Corona-Zeiten wurde ohne Zwischenfälle abgewickelt.

Der geregelte Andrang ist groß bei der Grazer Messe © Stefan Pajman/ballguide
 

"Liebe Studienbewerber und -bewerberinnen, bitte tragen sie bereits vor der Halle Ihren Mund-Nasen-Schutz und halten Sie den Abstand von mindestens einem Meter ein. Bitte setzen Sie den Mund-Nasen-Schutz auf. Dankeschön", mahnte eine weibliche Stimme aus den Lautsprechern vor der Grazer Messe. Der Andrang war groß, Grüppchenbildung war nicht zu vermeiden: 2320 Kandidaten traten heute die fünfstündige Mediziner-Aufnahmeprüfung an. Sie mussten sich nicht nur Multiple-Choice-Fragen stellen, sondern waren quasi Versuchskaninchen bei der größten organisierten Veranstaltung in der Steiermark in Corona-Zeiten. Beim Fiebermessen der Bewerber vor dem Test wurde kein einziger Covid-Verdachtsfall festgestellt, teilte der Rektor der Med-Uni Hellmut Samonigg höchstpersönlich den Bewerbern mit.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

gb355
0
2
Lesenswert?

na ja..

ein HOCH der Organisation und der Disziplin...
so viele in einem Raum... KEIN EINZIGES CORONAPROBLEM!!
Also sind die unübersichtlichen,lässigen
Ansammlungen die Hotspots.
Hier müsste man mit der Regelung beginnen!!

11137772PEYE
3
5
Lesenswert?

Aufnahmeprüfung

ich finde das super toll und wünsche allen alles Gute das sie diese Prüfung bestehen und natürlich auch ein großes lob an die Organiesatoren L.G. von Edith

blackpanther
10
17
Lesenswert?

Bei so vielen Bewerbern

sollte das Wort Ärztemangel nie mehr ausgesprochen werden! Mangel heißt ja immer, es gibt zu wenig. Hier gibt es nicht zu wenig Bewerber, wie man sieht. Da wird der Mangel nur künstlich produziert.

Windstille
3
10
Lesenswert?

Bewerber?

Bewerber gibt es 2.786, aufgenommen werden nur 360 - und von diesen 360 werden wohl auch nicht alle das Medizin-Studium beenden.
Wenn Sie alle 2.786 Bewerber schon als Ärzte sehen verstehen Sie etwas falsch.

blackpanther
0
2
Lesenswert?

Verstehe ich nicht falsch

es ist statistisch klar, dass wenn es doppelt so viele Studienplätze geben würde, es auch fast doppelt so viele Ärzte geben sollte. Je weniger Studienplätze, desto weniger Ärzte, ich glaube, das ist schon nachvollziehbar. Gäbe es nur die Hälfte der vorhandenen Studienplätze, hätten wir daraus auch nur rund die Hälfte an ausgebildeten Ärzten. Ich habe nicht geschrieben, dass jeder Studienplatz ein Arzt wird. Es geht um die Relation. Man weiß ja um die drop-outs der vergangenen Jahre Bescheid und bräuchte diese nur hochrechnen auf die Anzahl der benötigten Ärzte, um keinen künstlichen Mangel zu produzieren. Hab ich mich jetzt für Sie verständlich ausgedrückt?

struge1
4
14
Lesenswert?

Würde mich interessieren

wie viel Österreicher bei den 360 im Endeffekt wirklich dabei sind?? Vielleicht erfährt man nach dem Aufnahme - Test mehr!

gof1234
1
22
Lesenswert?

Schade

um das ganze Bildungssystem in Österreich. "Freien Bildungszugang für alle" gibt's bei Hochschulen z.B. immer weniger, dabei wollen viele, können aber nicht! Studiengebühren ein/aus! Derzeit keine! Numerus Clausus (beschränkte Anzahl) gibt's offiziell in Österreich auch nicht. De facto mit immer mehr Aufnahmetestungen aber aus meiner Sicht schon. Und was kommt aus dem Bildungsministerium in den letzten Jahren? Einige gescheiterte Reformversuche und eine Zentralmatura mit vielen Pannen... echt beschämend!

romagnolo
0
35
Lesenswert?

Die Anzahl der ausgebildeten Mediziner ist eher nicht das Problem.

Es kommen sehr viele Studierende aus dem Ausland(vorwiegend Deutschland), die nach der Ausbildung wieder in ihre Heimat gehen. Dazu noch ein nicht geringer Prozentsatz der ÖsterreicherInnen, die ebenfalls, wegen besserer Bedingungen, in andere Länder abwandern.

Vercingetorix1981
0
19
Lesenswert?

Arbeitsverpflichtung

Es gibt schon länger die Idee/Pläne, dass alle, die ein Medizinstudium in Österreich abschließen auch verpflichtet werden sollen, eine gewisse Zeit auch im österreichischen Gesundheitswesen arbeiten zu müssen. (5/10 Jahre). Das teure Medizinstudium wird von uns finanziert und dann gehen die fertigen Doctores medicinae nach D oder CH und unsere Stellen bleiben unbesetzt. Dies würde 1.) verhindert werden und 2.) ist es dann fraglich, ob der Ansturm der designierten Weißkittel von nördlich des Weißwurstäquators auch weiterhin aufrecht bleiben würde.

blackpanther
0
3
Lesenswert?

Warum

wird dieser Plan nicht umgesetzt? Warum wird darüber nur endlos diskutiert? Genau das wäre ein sehr guter Ansatz zur Entschärfung des Mangels. Sie haben es auf den Punkt gebracht!

notokey
11
52
Lesenswert?

Warum Ärztemangel?

Wenn sich 2500 bewerben, könnte man sicher mehr ausbilden, um dem Ärztemangel entgegen zu wirken. ICh dachte bisher immer, es wollen nur mehr wenig junge Leute ein Medizinstudium machen.