AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Pädagogen auf DistanzLehrer erzählen: So läuft der Unterricht über das Internet

An den Schulen sind kaum noch Kinder, den Unterricht gibt es jetzt aus der Ferne – eine Herausforderung. Wie das geht, haben uns vier Lehrer erzählt.

Wir stehen zusammen – das bedeutet:
Seite an Seite mit unseren Lesern, gemeinsam durch die Krise.

Deshalb bieten wir allen Leserinnen und Lesern freien Zugang zu allen Texten, multimedialen Angeboten und Informationen rund um den Ausbruch des Coronavirus und darüber hinaus. Melden Sie sich an und nutzen Sie die Kleine Zeitung Website, App, und E-Paper während dieser schwierigen Zeiten kostenlos.

JETZT kostenlos anmelden

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
 

Worum geht es?

Für Lehrer, Schüler und Eltern ist es eine völlig neue Situation: Fernunterricht, auch „distance learning“ genannt. An den Schulen sind nämlich ganz wenige Kinder, diese werden dort von einigen Lehrern betreut. Alle anderen sind zu Hause und lernen und lehren dort. Wie das geht? Eine einheitliche Linie gibt es nicht, viele nutzen digitale Kommunikationsplattformen oder tauschen E-Mails aus. Andere, vor allem an den Volksschulen, lassen den Kindern Arbeitszettel zukommen. Neues wird nicht unterrichtet, es soll geübt, vertieft und gefestigt werden und die Arbeiten fließen in die Benotung ein. Am Montag gibt die Bildungsdirektion einen Leitfaden für Lehrer heraus. Dort werden Kommunikationswege und Lernplattformen aufgelistet, der Umgang mit der Erreichbarkeit vorgegeben sowie Möglichkeiten abseits der digitalen Wege. Vier Pädagogen haben uns erzählt, wie sie mit dem „Homeoffice“ umgehen.

Georg Hubich, BG/BRG Carneri Graz:

Kommentare (11)

Kommentieren
scionescio
0
1
Lesenswert?

Wir haben in der Firma eine kleine, aber feine Lösung einer österreichischen Softwarefirma im Einsatz ...

... und könnte mir gut vorstellen, dass dieses Produkt auch für Lehrer und Schüler eine enorme Erleichterung sein könnte - einfach nach workrooms.net googeln.

Antworten
Aleksandar
25
0
Lesenswert?

Gratkorn - Allein in der Schule?

Wo ist der Journaldienst, der zusätzlich zur Schulleitung anwesend sein muss? Was, wenn plötzlich zehn Kinder da sind (die in die Schule geschickt wurden, da den Eltern die "technischen Möglichkeiten fehlen"? Wer wird diese Kinder in Kleingruppen beaufsichtigen und gleichzeitig die Kollegin, die zu Hause auf Abruf bereitsteht, anrufen? Was machen die Kolleginnen, die zu Hause nicht auf Abruf bereitstehen? Haben die - obwohl sie offiziell ihren Dienst von zu Hause aus verrichten müssten - inoffiziell dienstfrei? Seit wann dürfen Kinder, die keine Betreuung brauchen, in die Schule kommen, um etwas zu fragen? (Nett gemeint, aber äußerst problematisch, da Untergrabung der umzusetzenden Maßnahmen.)

Antworten
xx99
0
11
Lesenswert?

???

1.) Wieso sollten plötzlich 10 Kinder da sein? Es ist schon machbar, dass man mindestens am Tag vorher anruft und sein Kind anmeldet. Das mit den technischen Möglichkeiten bezieht sich wohl eher auf die App "Schoolfox" und den Umgang damit, sowie das Lernen über den Computer bei den SchülerInnen und nicht auf den klassischen, telefonischen Handygebrauch um anzurufen und sein Kind anzukündigen.
2.) Was wissen Sie über die anderen LehrerInnen? Es kann durchaus sein, dass die KollegInnen der Dame der Risikogruppe angehören oder selbst Betreuungspflichten nachkommen müssen. Oder sie hat sich vielleicht freiwillig gemeldet weil die KollegInnen mit Menschen aus Risikogruppen zusammenleben.
3.) Die KollegInnen die nicht auf Abruf zuhause bereitstehen haben nicht dienstfrei, sie betreuen die SchülerInnen aus der Ferne. Sprich: Sie bereiten weitere Aufgabenstellungen vor, beantworten über Mail und eventuell telefonisch Fragen, korrigieren bereits erledigte Arbeitsaufträge, kümmern sich um Anfragen der Eltern... je kleiner die Kinder (VS) umso mehr Betreung ist meines Erachtens notwendig.
4.) Wo steht, dass die Kinder in die Schule kommen dürfen um zu fragen? Ich lese hier nur, dass Frau Auer telefonisch erreichbar ist.

Antworten
Aleksandar
10
0
Lesenswert?

xx9 ... gewiss ein/e Lehrer/in

ad 1) Es sollte machbar sein, ist es aber nicht immer. Und wenn Kinder da sind, liegt bei der Schule die Aufsichtspflicht.
ad 2) Dass alle Lehrer/innen zweier Volksschulen der Risikogruppe angehören oder selbst Betreuungspflichten nachkommen müssen, ist mehr als unwahrscheinlich. Außerdem hat laut Schreiben des BMBWF an jeder Schule die Schulleitung besetzt zu sein und ein Journaldienst eingerichtet zu sein. (Nachlesbar auf der Website mit den Informationen) Sollte es nun tatsächlich so sein, müsste eben eine andere Lösung gefunden werden: Etwa durch Heranziehen anderer Lehrer/innen.
ad 3) Das stimmt theoretisch; der diesbezügliche Arbeitsaufwand in Volksschulen hält sich aber stark in Grenzen. Außerdem ist das, was Sie schreiben, nettes Wunschdenken, das stillschweigend wider besseren Wissens hingenommen wird.
ad 4) Dieser Satz wurde offensichtlich auf Grund meiner Kritik entfernt. Ursprünglich hieß es: "... die technischen Möglichkeiten fehlen. Da besteht aber eben die Möglichkeit, die Kinder in die Schule zu schicken. Bei Problemen bin ich außerdem immer telefonisch erreichbar." (Anderenfalls hätte ich das nicht kritisiert. Übrigens ist dieser Satz noch in der gedruckten Ausgabe der Kleinen Zeitung zu finden, wie ich mich eben überzeugt habe.)
Nun Frau Lehrerin (oder Herr Lehrer), bevor Sie wutentbrannt über meine Zeilen herfallen, bitte ich Sie, diese genauer zu lesen und darüber nachzudenken.

Antworten
xx99
0
2
Lesenswert?

Es geht mir vor allem darum, die Dinge etwas...

differenzierter zu betrachten und nicht gleich mit dem Finger zu zeigen. Sie können nicht wissen, wie die Situation in dieser VS genau aussieht. Ich auch nicht, ich versuche nur Möglichkeiten aufzuzeigen. Zum Beispiel schreibt das Ministerium "bedarfsgerechte Personalplanung" vor. Somit sind bei 1-3 Kindern nicht mehr als eine Lehrperson notwendig. Dass das jeden Tag die Dame ist wird schon seinen Grund haben. Ob sie wirklich allein ist weiß man nicht. Sie schreibt zwar sie sei allein, könnte aber auch allein als Betreuungsperson meinen, unabhängig von Sekretariat und Direktion. Und ja, ich bin auch Lehrerin. An unserer Schule wissen wir sehr wohl wieviele Kinder kommen. Die Eltern wissen ja im Normalfall auch wann sie arbeiten müssen. Wenn jemand doch plötzlich arbeiten/einspringen muss, dann ist so etwas eher die Ausnahme und kann spontan gelöst werden. Was den Arbeitsaufwand betrifft: Ich (AHS, 2 Unterrichtsfächer) hatte diese Woche genug zu tun und das obwohl die meisten erledigten Arbeitsaufträge erst nächste Woche eintrudeln. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass im Bereich VS mehr zu tun ist. Zusätzlich zum wsl. intensiveren mentalen und digitalen Support der Eltern + Kinder müssen für mehrere Fächer Inhalte vorbereitet + korrigiert werden. Aber auch hier weiß ich es nicht genau. Es ist mir auch nicht wichtig, denn ich gehe davon aus, dass jeder seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen erledigt. Ob Lehrer, Bauarbeiter, Sekretärin oder Arzt...

Antworten
Aleksandar
4
0
Lesenswert?

Nachsatz

Es gibt viele Lehrer/innen, die hinsichtlich der Betreuung der Schüler/innen ihr Bestes geben. Aber dem sind - zumindest in der Volksschule - Grenzen gesetzt: Die Kinder müssten sehr gut Lesen und Schreiben können, die technischen Geräte, die für die Kommunikation nötig sind, besitzen und damit umgehen können. Somit werden die meisten Volksschüler/innen Arbeitsmaterialien in Papierform nach Hause bekommen haben.

Antworten
xx99
0
5
Lesenswert?

Kein Problem

Foto vom Text/Arbeitsblatt machen, an den LehrerInnen senden und auf das Foto der korrigierten und kommentierten Variante warten... ist nicht so das Problem. Notfalls Videochat, da könnte man sogar laut was vorlesen. Vorausgesetzt die technischen Möglichkeiten erlauben es - aber das gilt jetzt sowieso für alle SchülerInnen. Wer technisch nicht mithalten kann, hat jetzt leider ein Problem.

Antworten
Aleksandar
1
0
Lesenswert?

Eben

AHS ist etwas ganz anderes als VS.
Die erwähnte Kollegin ist - wie man liest - selbst Direktorin. Das Ministerium verlangt die "physische Anwesenheit" der Schulleitung oder einer Vertretung PLUS einen Journaldienst!

Antworten
xx99
0
1
Lesenswert?

Info

Ich hab mir jetzt extra für Sie die Mühe gemacht auf der Ministeriumshomepage nachzuforschen. „Die Schulleitung entscheidet welche weiteren Personen (Lehrer/innen und Verwaltungspersonal) am Schulstandort anwesend sein sollten. Die Anwesenheitszeiten der Schulleitung bzw. des autonom definierten Journaldienstes richten sich nach dem Stundenplan der Schule.“ Autonom – also kann sehr wohl nur die Schulleiterin anwesend sein. Und zum Thema VS und AHS werden wir uns wohl nicht einig. Ich glaube nämlich schon, dass man den VolksschülerInnen auch ein bisserl was zutrauen kann (mit Hilfe der Eltern natürlich) und würde da auch neue Medien einsetzen.

Antworten
Aleksandar
1
0
Lesenswert?

Brav!

Ich mach mir jetzt nicht die Mühe, alles durchzusehen. Sie haben Recht, es steht, dass die Schulleitng entscheidet, welche Personen an der Schule sind. Dennoch heißt es in einem Schreiben, dass die "physische Anwesenheit der Schulleitung" sowie die Einrichtung eines Journaldienstes gefordert sind. Die Leute, die zum Journaldienst eingeteilt werden sollen, werden nach vorgegebenen Kriterien auszuwählen sein. Somit ist klar, dass die Schulleitung allein nicht ausreicht; man muss mit Eventualitäten rechnen.
Man kann Volksschüler/inne/n schon etwas zutrauen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass gerade unter den Volksschüler/inne/n viele sind, die mit disen "neuen Medien" überfordert sind bzw. dass viele so etwas gar nicht haben. Bei AHS-Schüler/inne/n sieht das völlig anders aus. Die Volksschüler/innen müssen eben mit "alten Medien" arbeiten, anderenfalls würden viele krass benachteilgt werden.

Antworten
Aleksandar
1
0
Lesenswert?

Journaldienst

Ich habe nun etwas dazu gefunden, das den Schulleitungen schon die Möglichkeit lässt, zu entscheiden, wer unter "Journaldienst" zu verstehen ist. Somit ist es tatsächlich möglich, (bei entsprechender Auslegung dieser Stelle) zu sagen, dass nur die Schulleitung physisch anwesend zu sein hat. Dennoch meine ich, dass eine solche Entscheidung zu überdenken wäre, da (besonders in Volksschulen) mit unerwarteten Ereignissen zu rechnen ist, mit denen eine Person allein u. U. überfordert sein kann. Daher halte ich es für sinnvoll, mindestens zwei Personen zum Dienst einzuteilen.

Antworten