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Die Weinstraße darf nicht Kitzbühel werdenWer leichtfertig den roten Teppich ausrollt, riskiert den Ausverkauf eines Juwels

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Südsteirisches Weinland
Ein Juwel, das südsteirische Weinland © Ballguide/Gregor Hiebl
 

Kitzbühel, Wörthersee – und jetzt die südsteirische Weinstraße? Es mehren sich Stimmen, die einen Ausverkauf des Juwels befürchten. Die Einkaufstour eines deutschen Unternehmers, der nahezu im Wochentakt Weingärten, Wirtshäuser und Hotels kauft, nährt den Verdacht. Die Übernahme des Weinguts Polz durch einen Wiener Immobilienentwickler ist ein weiteres Indiz.

Wenn sich begüterte Menschen den Lebenstraum vom eigenen Weingut erfüllen und dem Pulsschlag der Region folgen, sind sie willkommen. Sie bringen Geld, Gäste und meist weitere Qualität.

Wenn sich aber Millionäre über gelebte Strukturen hinwegsetzen, schaut die Sache anders aus. So richtig ungemütlich wird es dann, wenn sie anfangen, alles gnadenlos zu überzahlen.

In den letzten Jahren gerieten so manche Weinbauern in Schieflage. Viele hatten enorme Investitionen getätigt und mussten durch Wetterkapriolen Ernteausfälle beklagen. Die Coronakrise verschärft ihre Lage. Sie könnten leider leichte Beute für Spekulanten werden.

Die Weinstraße darf nicht Kitzbühel werden, heißt es. Das sollten vor allem jene Bürgermeister beherzigen, die der Prominenz und dem Reichtum gerne leichtfertig den roten Teppich ausrollen.

Kommentare (3)

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pesosope
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2
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Ausländer sollen grundsätzlich nichts bei uns kaufen, weil es ja unser Land ist

Jetzt sollen auch Inländer nichts kaufen, weil es ja unsere Steiermark ist.
Und morgen sollen auch die Steirer nichts mehr in der Steiermark kaufen, weil es ja das Land einer anderen Gemeinde ist.
Und was ist dann übermorgen, kann dann der Gemeindbewohners auch nichts mehr kaufen, weil das Grundstück oder die Firma im Umkreis einer Familie liegt?
Falls der Redakteur es vergessen hat, lt. seinem Arbeitgeber sind wir ja ein VEREINTES EUROPA und gehören angeblich alle zusammen

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kritiker47
0
5
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Da haben Sie recht!

Sie meinen im Besonderen den Gamlitzer Bürgermeister. Er hat unglaublich viel für seine Gemeinde und für sich getan. Jetzt aber stellt er sein Lebenswerk in Frage, indem er den von Ihnen zitierten roten Teppich für gebietsfremde Investoren auslegt und dabei auch am Rande der Seriosität marschiert im Umgang mit den Vorstellungen einer sinnvollen Raumordnung und Verbauung, .Schade !

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jg4186
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8
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Absolut richtig!

Und deshalb wieder und immer wieder die Forderung: Weg mit der entsprechenden Verantwortung von Bürgermeister und Gemeinderat. Das muss regional entschieden, verantwortet werden, wenn nicht überhaupt im Land. Weil da die Bürgermeister überfordert sind. Die zu vielen Einkaufszentren am Stadtrand sind ein mahnendes Beispiel.

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