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Strengere Bio-Auflagen der EU"Schade um jeden Hof, der deshalb aufgeben muss"

Verschärfte Bio-Auflagen der EU bringen rund 100 steirische Biobauernhöfe in Bedrängnis. Übergangslösungen gefordert.

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Bei gefährlichen Straßen zwischen Stall und Weide gab es bis dato eine Ausnahme von der Weidepflicht - künftig laut EU nicht mehr © (c) balakate - stock.adobe.com (Semernina)
 

Was soll ein Biobauer tun, wenn auf der einen Seite des Hofs die Mur fließt, auf der zweiten die Bundesstraße vorbeiführt und hinten die Autobahn?“, fragt Josef Renner. „Er kann nur mit dem Stall wegsiedeln, damit die Kühe auf die Weide können!“ Dieser aktuelle Härtefall im Norden von Graz zeigt laut dem Biobauern und Bio-Verband-Geschäftsführer die Problematik, die ab 1. Jänner mit der Verschärfung von EU-Auflagen einhergeht.

Kommentare (36)

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onlinevision
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Biobauer?

"Was soll ein Biobauer tun, wenn auf der einen Seite des Hofs die Mur fließt, auf der zweiten die Bundesstraße vorbeiführt und hinten die Autobahn?“, fragt Josef Renner.

Naja, er könnte mal drüber nachdenken, warum er bis dato alle beschi..en hat, weil er gar kein echter Biobauer ist?!
Das ganz ist eine typisch österreichische Tragödie mit österr. Halblösungen plus abputzen an der bösen EU.

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glashaus
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Bio oder AMA

sind mir egal. Mein Fleisch kauf ich beim Bauern direkt und seh auch gleich die Haltungsbedingungen. Allerdings nicht um einen Euro das Schnitzel. Und deshalb sollten naturnahe Haltungsbedingungen(Freilandschweine) auch nicht von Kammern oder Vertretern der Großbauern diktiert werden. Ich erwähne nur doppelte Zäune, Stallflächen oder Schleusen für Tierärzte. Viele derartige unsinnige Vorschriften lassen Landwirte wieder weggehen bon naturnaher Produktion. Die Großbauern und Supermarktketten kommen damit aber ihrem Ziel wieder ein Stück näher.

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Ifrogmi
4
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Schleuse für tierärzte unsinnig?

Sie haben absolut keine Ahnung.
Jeder gute ta wird Ihnen bestätigen, dass ein ta zu den wesentlichen Quellen für die Verbreitung von Krankheiten ist und begrüsst es, wenn der Bauer zusätzlich hofeigene Gummistiefel mit höchstens hofeigenen keimen zur verfügung stellt.
Dank dieser, von unwissenden als überflüssig bezeichneten, vorschriften haben wir ein sehr hohes Niveau bei der tiergesundheit.

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melahide
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Ich hab

auch Bauern in der Nähe. Einige haben sogar noch Hennen in Bodenhaltung. Mag ich zb nicht. Aber ja, bevor man bei Großbauern kauft (oder Konzernen) den Bauer in der Region unterstützen!

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ma12
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kasperl

Das mit dem Überqueren einer Straße, dass es dafür eine Ausnahme gab, war ja der Witz des Jahrtausends. Eine größere Gaunerei konnte nicht gemacht werden (kauf mit eine Wiese auf der anderen Straßenseite und bin befreit)!? Da wundert sich dann die Landwirtschaftskammer wenn die Leute den diversen "Gütesiegeln" keinen Glauben mehr schenken.

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Ifrogmi
9
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Sie leiden an...

... Wahnvorstellungen.
Zeigen sie mir nur eine derartige Wiese, das Grundbuch gibt Auskunft.
Sie unterstellen hier den am meisten arbeitenden Leuten (viehhaltung ist ein 24/365 Job), dass sie betrüger seien.
Unglaublich.

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Hieronymus01
2
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@Ifrogmi

Es geht nicht nur um die Landwirte.

Getrickst wir überall und in jedem Unternehmen um an Förderungen zu kommen und da gibt es auch viele Landwirte.
Und deswegen muss es genaue und scharfe Regeln geben.

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Hieronymus01
9
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"Schade um jeden Hof"

Mit dieser Überschrift sollte man glauben dass diese Regelung nicht ok ist.
Zu den Biorichtlinien gehört eben auch eine artgerechte Haltung.
Ich versteh nicht die Meinungsmache der KZ.

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homerjsimpson
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Der Kommentar dazu passt. Der Artikel ist merkwürdig aufgemacht...

...und lässt den oberflächlichen Leser meinen: Böse EU. Dabei ist die da absolut im Recht, Regeln sind einzuhalten, das Vertrauen in "BIO" ist eh schon nicht sehr hoch und dann noch solche Schummeleien...

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Ifrogmi
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Bergbauer?

1m und mehr Schnee über Monate?
Steilhanglage?
Usw?
Keine Ahnung, nur eigenes, krudes Hirngespinst, nichts mit Landwirtschaft zu tun, aber klappe weit auf.
Ich wette sie gehören zu den allwissenden Studierenden. Lol

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smotron1
3
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Bauer können Sie jedenfalls selbst nicht sein,

sonst hätten sie vermutlich die Verordnung gelesen.

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Lamax2
32
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Falsche Signale der EU

Sie fuhrwerken so weiter wie bisher. Sie wollen BIO-Bauern zerstören,auf der anderen Seite aber direkt und indirekt die Agrarindustrie bevorzugen. Die Menschen sind im Umdenken schon weiter!!
Wenn Großbritanien jetzt z.B. sehr gute Kooperationsverträge bekommt, werden sich auch andere Länder einen Exit überlegen undes möglicherweisenicht so ungeschickt machen. Ich hoffte stark, dass es in der EU ein Umdenken gibt- nix ist passiert.

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homerjsimpson
5
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Sie haben den Artikel nicht gelesen oder nicht verstanden....

...die EU fordert nur die Einhaltung von bestehenden Regeln, für die Ö irgendwie merkwürdige Ausnahmen eingeführt da, die in Wahrheit das Bio-Siegel entwerten.

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Lamax2
5
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@homer...

Sie verstehen meine Sorge nicht; dem alten Hausverstand nach gibt es noch genügend Bauern, die Bioqualität erzeugen und oft wegen ein paar überzogener Regeln aufgeben müssen. Unter diese Kategorie fällt auch das Verbot von Holzlöffeln, weswegen mancher schon seine Almhütte oder Verkaufsbude sperren musste--die großen dürfen aber weiter "gifteln".

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heri13
28
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Sind es die falsch vermessenen Almweiden,

jetzt die die KZ ähnliche Haltung,von bio Rindern.
Auch der zu geringe Einheitswert der Bauern,
Genau so die langen Lieferzeiten, der Sterne ,
Immer sind die Bauern die armen.
es Scheint zu stimmen,dass Bauern ihren Kindern von klein auf zu kleine Schuhe anziehen, damit sie das jammern schon von Kind auf lernen.

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glashaus
4
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Bio und Freiland?

probieren sie mal ein paar Schweine im Freiland zu halten. Die Auflagen sind kaum zu erfüllen. Die Behörden und Lobbyisten der Großbauern sind die eigentlichen Verhinderer von naturnah erzeugten Fleisch.

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pesosope
2
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glashaus

es interessiert niemanden, ob das geht oder nicht, Bio ist eben Bio und kann und darf doch nicht nach Wünschen der Landwirte bewertet werden. Wenn jemand die Endverbraucher mit höheren Preisen abzocken möchte, dann muss er sich halt an die Regeln halten oder seinen Betrieb offiziell anders führen. So einfach ist das und betrifft JEDEN Unternehmer

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melahide
3
38
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Stimmt

Dabei sind die Schweinderl so gerne draußen. Aber der Großbauer mit 3000 Schweinen die auf engstem Raum im dunklen Stall eingpfercht sind, bekommt eine Förderung. Und der Österreicher freut sich dann, dass sein Schnitzerl einen Euro kostet ...

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X22
3
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Nach dem Verlauf des Artikels, nehme ich jetzt mal an, dass es kein so großes Problem ist, wie die Schlagzeile vermuten lässt

Von problematischen Einzelfall(fällen), geht er über in die Erkenntnis, dass man sich schon lange der Problemmatik bewusst ist und zum Schluss kommt man darauf, dass es Lösungswege geben kann.
Naja, da darf man dann auch fragen, warum beginnt man erst jetzt zu handeln, man wusste es ja schon lange, sonst würde es auch nicht die Aussnahmen geben

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birgit001
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Tja...

Glück für alle Tiere, die auf solchen Höfen hätten leben müssen!
Die Profitgier mit den Bio-Preisen wird auf dem Rücken der Tiere ausgetragen - es ist widerlich!

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melahide
1
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Also

der Artikel ist sehr einseitig. Im Kommentar der Printausgabe steht, dass sie EU schon 2017 darauf gepocht hat, Bio Tieren Zugang zu Weiden zu ermöglichen. Der Artikek suggeriert, das wäre von heute auf morgen passiert.

Ich kaufe fast nur Bio-Produkte. Dann will ich auch, dass meine Milchkuh zumindest ein halbes Jahr Gräser frisst und draußen ist. Das geht nicht, dass das Tier drinnen ist und Mais frisst.

Ja, ansatzweise Bio ist besser als Massentierhaltung. Aber das „Bio“ Siegel muss halt Kriterien erfüllen. Punkt!

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seinerwe
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Neue Bezeichnung oder Gütesiegel

"NNL" Naturnahe Landwirtschaft
und weg von der Bio Bezeichnung.

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MoritzderKater
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Die hier ach so cleveren, alles wissende Kritiker.....

......mal gefragt: wo nehmt ihr denn die Milch her, wenn es auch jene Bauern nicht mehr gibt, die wenigstens den Anflug von BIO in ihrem Programm haben?
Besser aus landwirtschaftlichen Betrieben, welche nach althergebrachter Methode, ihre Kühe an Ketten halten?

Bauer zu sein, ist in der heutigen Zeit ohnedies das undankbarste Geschäft, dass es gibt.
Fragen Sie doch einmal, warum ein 3/4 Liter Milch aus der Lungau-Region € 1,49 kostet !!! wieviel die Bauern dafür bekommen?
Neid ist völlig unangebracht, für die Erträge , die sie bekommen.

Und keine falschen Eindrücke - ich bin Stadtmensch und nicht mit irgendwelchen Bauern verwandt - ich schätze bloß ihre Arbeit!

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hermannsteinacher
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Trinket

Ziegenmilch!

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scionescio
2
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Wer schätzt die ehrlichen Bio-Bauern nicht?

Da geht es wohl darum, dass ein paar bauernschlaue Agrarökonomen etwas vortäuschen wollen, um damit Konsumenten, die bewusst mehr Geld ausgeben, um echte Bio Produkte zu bekommen, über den Tisch zu ziehen.
Wenn ich ein Hotelier bin und das Hotel nicht am Strand habe, kann ich wohl auch nicht Zimmer mit Meerblick zu einem höheren Preis verkaufen - mit welchem Argument sollten die vermeintlichen Biobauern die Konsumenten betrügen dürfen?

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MoritzderKater
16
3
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Äpfel & Birnen

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