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KompetenzzentrenEin Netz von innovativen Ideenfabriken

Das bundesweite Comet-Forschungsprogramm hat eine enorme Bedeutung für die Innovationskraft des Landes Steiermark.

Versuchsserien zum selbstfahrenden Fahrzeug im Rahm von "Alp-Labs". © ALP-LAB
 

Es ist schon ein besonderes Biotop im Bereich der Forschung, diese Steiermark. Allein die Hochschullandschaft ist neben Wien einzigartig in Österreich, neun Hochschulen und Universitäten bestimmen Forschung und Lehre im Süden Österreichs.

Weniger bekannt ist allerdings, dass gerade im Bereich der angewandten bzw. anwendungsnahen Forschung die Steiermark überhaupt österreichweit die Nase vorn hat. Dass sich das Land über einen europaweiten Rekordwert bei der Forschung freuen kann, hängt sehr eng damit zusammen.

Einer der wichtigsten Hebel, um vom Labortisch hin zum Produkt oder zur Dienstleistung zu kommen, ist das sogenannte Comet-Programm. Comet steht dabei für „Competence Centers for Excellent Technologies“ und wird vom Bund über das Technologieministerium bzw. die Forschungsförderungsgesellschaft FFG betrieben. Die (öffentlichen) Kosten werden dabei zwischen dem Bund (zwei Drittel) und dem Land Steiermark (ein Drittel) aufgeteilt. Die Industrie und Wirtschaft steuert die andere Hälfte der Kosten bei. Insgesamt addiert sich das zu etwa einer Milliarde Euro in den letzten zehn Jahren. Anders gesagt finden etwa 1000 hoch qualifizierte Wissenschaftler in diesen Programmen, die befristet sind, einen Arbeitsplatz.

An 25 von 42 österreichischen Kompetenzzentren (die in unterschiedlichen Programmen erfasst sind) ist die Steiermark beteiligt – meist federführend. Die Bandbreite ist enorm, die unentzifferbaren Projekttitel führen allerdings dazu, dass die einzelnen Zentren faktisch nur Insidern bekannt sind.
Das reicht vom ACIB (Biotechnologie) über PCCL-K1 (Kunststofftechnologie) und RCPE (Arzneimittelentwicklung) bis hin zu DeSSnet (Automobil-Daten), RC-LowCAP (kohlendioxidfreie Treibstoffe) und ReWaste4.0 (Abfallrecycling).

Ein gutes Beispiel dafür ist das Materials Center Leoben (MCL), das eben seinen 20. Geburtstag feiert, weil es immer wieder erfolgreiche Projekte einreicht. Waren 1999 noch zehn Forscher beschäftigt, umfasst das Zentrum heute 180 Mitarbeiter. Die Stärke liegt in einer Kombination aus experimenteller Forschung und Simulation am Computer. In jüngerer Zeit wird das Zusammenspiel verschiedener Materialien immer wichtiger – das MCL kann hier oft schon vorweg klären, welche Kombinationen erfolgversprechend sind.

Die meisten Kompetenzzentren befinden sich in Graz. Enorme Bedeutung hat in dem Raum heute das Thema Auto, und eines der Projekte dabei ist das sogenannte „Alp Lab“. Alp steht dabei für „Austrian Light Vehicle Proving Region“. Es geht um die Errichtung und den Betrieb von Teststrecken für künftige selbstfahrende Autos.

Der Zusammenhang mit den Kompetenzzentren ist indirekt und läuft über die Trägergesellschaft VIF „Virtual Vehicle“ (Virtuelles Fahrzeug). Das VIF selber entstand aus einem Comet-Projekt. Für die Teststrecken ist ein Konsortium mit Partnern aus Industrie und Forschungsinstitutionen tätig. Zwei Jahre nach der Gründung erhielt „Alp Lab“ für ein Projekt mit der Asfinag d

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