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Misshandlungen und Mord35 Jahre nach Pflegeskandal: "Wie ich das überlebt habe, weiß ich nicht"

35 Jahre danach: Der 50-jährige Kurt P. spricht erstmals über den Horror, den er und andere Pflegekinder auf einem Bauernhof in der Südoststeiermark durchlebten.

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Fall P.: Der Tatort in der Südoststeiermark
In diesem Bauernhof wurden Adoptiv- und Pflegekinder gequält - und eines ermordet © Repro: Hans Breitegger
 

Geschlagen, eingesperrt, abgestempelt zum Geisteskranken: Das Leben des 50-jährigen Kurt P. ist von Gewalt geprägt. Besonders schlimm war es dort, wo er sich geborgen fühlen sollte – bei seinen Adoptiveltern auf einem Bauernhof in der Südoststeiermark: in einem von der Politik, den Behörden und öffentlichen Institutionen hochgepriesenen Sozialprojekt für geistig behinderte Kinder und Jugendliche, das vom Wiener Ehepaar Eva Maria und Karl P. Ende der 70er-Jahre ins Leben gerufen worden war – und das ein Kind das Leben kosten sollte.

Vor 35 Jahren wurden die Gräueltaten aufgedeckt, mit Unterstützung der Kleinen Zeitung. Heute spricht Kurt P. erstmals über das Leid und den Schmerz, den er und die anderen Zöglinge dort jahrelang ertragen mussten. „Mutter hat es am Anfang sicher gut gemeint“, glaubt er. „Aber irgendwann ist ihr alles über den Kopf gewachsen. Ihr Verhalten hat sich mit einem Schlag geändert“, erinnert sich Kurt P. „Es stimmt schon, ich war schwer erziehbar, aber wenn du die ganze Zeit geschlagen und gequält wirst, dann wird man so.“

Kommentare (1)

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Horch4
2
5
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Frage an die Redaktion:

Warum darf/soll (?) bei einem Fall, der so lange zurückliegt, eigentlich weder Familienname noch Ort genannt werden? Bitte nicht falsch verstehen, ich bin nicht auf Namen und Ort neugierig - mir ist beides bekannt, weil eine Bekannte in der Nachbarschaft der Familie in dieser Zeit aufwuchs und dieses Drama damals hautnah miterlebt hat. Würde mich nur interessieren, ob es nach so langer Zeit noch immer um Opferschutz geht, oder ob man es einfach nur als irrelevant betrachtet.

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