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Steirische TheaterholdingLandesrechnungshof: Jede achte Karte war eine Freikarte

Förderungen, Freikarten und Aufwand von Oper, Schauspielhaus & Co.: Landesrechnungshof durchleuchtete die Theaterholding. Der Kulturlandesrat reagierte rasch.

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Opernhaus Graz
Laut Landesrechnungshof lag der Freikartenanteil in der Grazer Oper bei rund zwölf Prozent © KLZ/Marija Kanizaj
 

Der letzte Prüfbericht hat Staub angelegt, daher inspizierte der Landesrechnungshof die Theaterholding (Oper, Schauspielhaus, Next Liberty, Orpheum, Kasematten und Dom im Berg). Mittlerweile sind die Ergebnisse durchgesickert – Vorhang auf.

In der Holding führen ja Land und Stadt Graz Regie und teilen sich Zuschüsse 55:45 auf. Der Finanzierungsvertrag war einst auf Oper, Schauspiel und Next Liberty beschränkt, keine Rede von Kasematten & Co. – 30 Millionen Euro plus eine Million jährlich für Instandhaltungen hatte man vereinbart, Index-angepasst. Doch 2017/2018 kamen bereits 48 Millionen Euro von der öffentlichen Hand. Auf die Einnahmen umgemünzt, bedeutet das: Acht von zehn Euro sind aus Steuertöpfen.

Dafür gibt es von den Landesprüfern keine Schelte, denn offenbar ist mehr Geld notwendig. Tenor: Die Investitionen seien seit Jahren rückläufig, hätten sich beinahe halbiert, was schlicht an die Substanz gehe. In den nächsten Jahren sollen sieben Millionen Euro für Investitionen notwendig sein, welche die Theaterholding aber nicht hat. Ein mehrjähriger Investitionsplan ist gefragt.

Die Häuser betrachtet, ging das meiste Geld an die Oper (25 Millionen Euro) und das Schauspielhaus (knapp zehn Millionen), abgeschlagen das Next Liberty (zwei Millionen). Klar, je nach Spielstätte, Produktionen usw. fallen unterschiedliche Kosten an. Eine Neuproduktion der Oper soll im Schnitt 390.000 Euro kosten, eine im Schauspielhaus 148.000 und eine im Next Liberty rund 95.000.

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Lodengrün
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Wer bekommt die Freikarten?

In meiner Zeit als Theatergeher, und das sind doch 40 Jahre, ist mir noch nie eine derartige Karte über den Weg gelaufen. Auch nicht in meinem doch nicht kleinen Bekanntenkreis. Da klopft Herr Rinner, vormals reiner ÖVP Mitarbeiter, sich jedes Jahr kräftig auf die Schulter und dann liest man von Rückgang. Die Intendantin kam ja auch nur aus der Dramaturgie, leitete nie ein Theater. Wenn das in Baden passiert, was gar nicht der Fall ist ok, aber Graz?

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stadtkater
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Die Aufsichtsräte für

sich selbst, Familie, Verwandte, Freunde und Bekannte.

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marcneum
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Schülergruppen

Zum Beispiel haben bei Schulklassen die (beiden) Begleitlehrer/innen immer freien Eintritt und bis auf wenige Ausnahmen ist bei beinahe allen Stücken immer mindestens eine Klasse anwesend...

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