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Behörden informiertMissgeschick: Ufer bei Murkraftwerk Gössendorf komplett gerodet

Offenbar aufgrund eines Missverständnisses wurde beim Murkraftwerk in Gössendorf fast zwei Kilometer weit die Böschung gerodet. Behörde ist eingeschaltet, Konsequenzen sind noch unklar.

An der westlichen Murböschung steht zwischen Kraftwerk und Autobahnbrücke kein Strauch mehr © Ballguide/Richard Großschädl
 

So hätte das eigentlich nicht laufen sollen. Wer dieser Tage oberhalb des Murkraftwerks in Gössendorf südlich von Graz unterwegs war, dem dürfte die Veränderung rasch ins Auge gesprungen sein: Entlang der rechtsufrigen Böschung steht zwischen Kraftwerk und Autobahnbrücke kein Strauch mehr. Das Ufer wurde auf mehreren Metern Breite komplett abgeholzt.

Ein Vorgang, wie er so eigentlich nicht passieren hätte sollen, wie man beim Kraftwerksbetreiber Verbund einräumt. „Das sieht natürlich nicht schön aus und war so auch nicht gedacht“, heißt es auf Anfrage. Demnach lag der Abholzung eine Art Missverständnis zugrunde. Ein Forstunternehmen sei beauftragt worden, den Uferbewuchs zurechtzustutzen. Weshalb dann stattdessen aber der gesamte Bestand an Weiden, Erlen und Hartriegeln entfernt wurde, ist bis dato unklar. „Als wir das bemerkt haben, wurden die Arbeiten sofort gestoppt“, sagt Verbund-Sprecher Robert Zechner. Da war das rechte Ufer allerdings bereits auf fast zwei Kilometern gerodet.

Böschung bei Murkraftwerk gerodet: Bilder aus Gössendorf

Ballguide/Richard Großschädl
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Für die Böschungen des Kraftwerks, das im Jahr 2012 in Betrieb gegangen ist, gebe es ein Bepflanzungskonzept, das niedrigen Bewuchs mit den genannten Arten vorsehe, sagt Zechner. „Bäume können dort sowieso keine wachsen, es geht dabei hauptsächlich um Buschwerk.“ Dennoch habe man umgehend die Rechtsabteilung 13 des Landes und Umweltanwältin Ute Pöllinger informiert. „Noch ist aber unklar, ob die Abholzung nur unschön aussieht, oder ob tatsächlich ein Problem vorliegt“, sagt Zechner. „An sich treiben Pflanzen wie Weiden rasch von selbst wieder aus. Sollten Nachpflanzungen nötig sein, werden wir das selbstverständlich noch vor Beginn der Vegetationsphase im Frühjahr erledigen.“

Nächste Woche soll es mit Vertretern der Behörde und der Umweltanwältin einen Lokalaugenschein geben. Dann wird entschieden, wie in der Sache weiter vorzugehen ist.

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Danke für Ihr Verständnis.

ragnarok
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Ich als Karftwerksliebhaber

finde die freie Sicht auf das schöne KW direkt erotisierend, außerdem war das Gestrüpp eh schiach. Es gehört ja viel mehr aufgeräumt, dann ist es schöner. Bei mir zu Hause muss ich ja auch aufräumen. What else? So schauts aus!

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Geerdeter Steirer
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Da hat die linke Hand wieder mal nicht gewusst was die rechte macht ;-)

Solange das Wurzelwerk im Boden vorhanden bleibt und sie nicht ausgegraben wurden treiben die Büsche im Normalfall von unten wieder neu an, der Zeitraum bis sie eine gewisse Größe erreichen ist halt länger.
Wenn es so ist das sie nur sehr kurz geschnitten wurden ist es weiter nicht die große Tragik, die Natur ist kraftvoll.

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Peter Oberleitner
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macht ja nix

Also ich tu mir schwer mit dieser macht-ja-nix Einstellung. Auch die Insekten und Vögel, deren dramatischen Rückgang wir ja mit berechtigter Sorge beobachten, haben nichts davon, dass es ja ein einem Jahr oder so wieder nachwächst.

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Geerdeter Steirer
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Die "macht ja nix" Einstellung ist keineswegs zu befürworten,

das die Insekten und Vögel ein eklatantes Defizit dadurch erleiden wo es eh bergab geht mit den Populationen ist nicht tolerierbar !
Bei vielen Menschen ist in meinen Augen das sogenannte "Gier- und Ich" Gehabe zu überbordend, sie werden erst dann wach wenn vieles "nicht mehr ist" und kein Umkehrschwung mehr möglich ist, diese Menschen jammern dann stets am meisten ohne aber vorher das mal zu gebrauchen wofür es im Kopf ist !

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gerbur
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@Geerdeter Steirer

das wächst wirklich schnell wieder nach und der Bewuchs ist kräftiger als zuvor.

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Geerdeter Steirer
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Ja, @gerbur wir wissen wovon man da spricht,

als Hobbygärtner und Heimwerkerking weiß man das eben, da sprechen die Erfahrungswerte für sich :-)...........ich liebe mein zu Hause und die Natur.

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Sol lucet omnibus
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ist doch egal!

Graz rodet hat 20.000 Bäume gerodet - für nichts.

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alwin
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Für nichts?

Ich hab von 80 Millionen gehört.

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Geerdeter Steirer
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Guten Morgen ;-)

Da sprichst aber nicht ausschließlich vom Bäume roden, nebenbei betrifft dieser Bericht einen anderen Bereich !

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