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Verkauf startetAuch junge Christbäume leiden unter Trockenheit

Ab Samstag verkaufen steirische Christbaumbauern wieder ihre Ware auf öffentlichen Plätzen. In fünf Jahren könnte sich die Dürre auf den Markt auswirken, ein Mangel droht vorerst aber nicht.

Christbaum-Prinzessin Judith und Obfrau Martina Lienhart mit einer Nordmanntannen-Wurzel © LK Stmk/Alexander Danner
 

Der Klimawandel und die damit einhergehenden Trockenperioden machen auch den Christbaumbauern zu schaffen. Vor allem junge Bäume, deren Wurzeln noch nicht tief in den Boden reichen, können sich in dieser Zeit nur schwer mit Wasser versorgen. "Heuer werden die Kunden davon nichts merken, aber in fünf bis sieben Jahren wird sich das auf den Markt auswirken", erklärt Martina Lienhart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern. Es könnte dann weniger Bäume geben, auch die Qualität sei womöglich schlechter. Ein echter Christbaum-Mangel drohe aber nicht, so Lienhart.

Ausgewachsene Bäume können der Trockenheit dagegen gut trotzen. Rund die Hälfte der Biomasse einer Nordmanntanne befindet sich als Wurzelwerk unter der Erde. Bei einer zehnjährigen Nordmanntanne ist die Pfahlwurzel rund 1,3 Meter lang.

Der steirsche Christbaum

90 Prozent der in Österreich aufgestellten Naturchristbäume kommen aus heimischen Kulturen und Wäldern.

In der Steiermark gibt es rund 350 Betriebe, die ihr Einkommen aus dem Verkauf von Christbäumen erwirtschaften bzw. aufbessern.

76 Christbaum-Bauern dürfen die Herkunftsmarke "Ein Baum aus der Heimat - Danke liebes Christkind" führen. Sie steht für garantiert heimischer Christbaum aus unmittelbarer Nähe und Kontrolle der strengen Auflagen. Name und Adresse des Produzenten stehen auf der Banderole.

In der Steiermark werden heuer wieder rund 350.000 Bäume aus Christbaumkulturen und Wäldern geschnitten. Der Verkauf auf den öffentlichen Plätzen in Graz beginnt der Verkauf am 14. Dezember, am Land meist schon am Samstag. Die Steirer setzen dabei auf Traditionsbewusstsein, 71 Prozent stellen einen natürlichen Christbaum auf. Der durchschnittliche Baum ist 1,6 bis 1,7 Meter groß, dafür gibt der Steirer durchschnittlich 32 Euro aus.

Christbaum als Klimaschützer

Dass der Griff zum heimischen Christbaum auch gut fürs Klima ist, legte Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher bei einer Pressekonferenz am Freitag in Graz dar. "Die kurzen Transportwege, im Schnitt sind es 1,4 Kilometer, leisten einen aktiven Beitrag für eine saubere Umwelt. Wegen der kurzen Wege können sie auch frisch geschnitten werden, sin satt grün und behalten ihre Nadeln bis lange nach Weihnachten." Einmal im Raum aufgestellt, sorgt er für ein angenehmes Raumklima, ergänzt Lienhart. "Er befeuchtet auf natürliche Weise die trockene Raumluft und versprüht über seine Nadeln wohltuende ätherische Öle."

Ab Samstag starten die Christbaumbauern wieder den öffentlichen Verkauf Foto © Fuchs Jürgen

Doch auch als lebende Pflanze im Wald ist der Christbaum ein ökologischer Faktor. Während seiner zehn bis 14 Jahre im Aufwuchs entnimmt ein Baum der Umwelt 7500 Liter Kohlendioxid und gibt 8000 Liter Sauerstoff ab. Die Nadeln wirken zudem als Filter für die Luft, die von Bakterien, Pilzsporen und Staubpartikeln gereinigt werden.

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