AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

GrazStreit um die Fasanenjagd soll den Landtag befassen

Nach Tierschützer-Kritik wollen die Grünen das Thema Jagd auf Fasane in den Landtag einbringen. Eine neuerliche Novelle des Jagdgesetzes lehnen die Landesjägerschaft und der zuständige Landesrat allerdings ab.

Die Jagd auf Fasane regt derzeit auf © (c) RioPatuca Images - Fotolia
 

Der Streit um die Jagd auf Fasane beschäftigt jetzt auch die Landespolitik. Der grüne Klubobmann Lambert Schönleitner spricht von einer „inakzeptablen Form der Jagd“, der ein Riegel vorzuschieben sei. Wie berichtet, stößt die Praxis, Fasane auszuwildern und teils noch im selben Jahr zu bejagen, bei Tierschützern auf Unmut. Eine Gesetzesnovelle aus dem Jahr 2016 brachte zwar ein Verbot des Aussetzens der Tiere unmittelbar vor der Jagd. Doch die Fasane noch im selben Jahr zu bejagen, ist weiter möglich.

Schönleitner, der bereits 2016 die Novelle als untauglich kritisiert hatte, appelliert nun an Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof „diese peinliche und dreiste Praxis“ abzustellen und kündigt dazu eine Landtagsinitiative an. Das Ziel: Das eben erst novellierte Jagdgesetz solle abermals überarbeitet werden.

In diesem Punkt legt sich allerdings der zuständige Landesrat Hans Seitinger (ÖVP) quer. „Wir haben mit der letzten Novelle eine vernünftige und gute Lösung zustande gebracht. Jetzt sollten wir damit einmal Erfahrung sammeln. Ich bin sicher nicht bereit, die Novelle sofort wieder zu novellieren.“ Zumal es nicht stimme, dass die Bejagung Maßgabe für das Auswildern der Fasane sei. „Im letzten Jahr wurden in der Steiermark 1950 Fasane ausgewildert, aber fast 9000 erlegt“, sagt Seitinger.

So sieht das auch Landesjägermeister Mayr-Melnhof: „In den Auswilderungsbiotopen können die Fasane nach Belieben aus- und einfliegen. Sie finden dort Schutz vor Beutegreifern und verteilen sich mit zunehmender Flugfähigkeit in ihrem verfügbaren Lebensraum.“ Die aktuelle gesetzliche Regelung bedürfe keiner Änderung.

Kommentare (3)

Kommentieren
stprei
1
0
Lesenswert?

Dramatisieren

In Graz gab es früher Fasane, die entlang der Mur und vor allem auf den Feldern in Puntigam und Liebenau lebten. Diese sind bereits verschwunden. Ohne die Lebensraumpflege und die Hege durch die Jäger wird das Niederwild (Feldhasen, Fasane, Rebhühner etc.) über kurz oder lang verschwinden. Und dann wäre die Natur wieder ein Stückchen eintöniger.

Antworten
Flogerl
3
6
Lesenswert?

Der ...

... nächste Schwachsinn aus Jägersmund: "Sie finden dort Schutz vor Beutegreifern" !

Ob dem Herrn Landesjägermeister nicht bekannt ist, dass Natur so funktioniert ? Beutegreifer - man könnte sie umgangssprachlich auch als Raubtiere bezeichnen - haben eine extrem wichtige Funktion, nämlich Überpopulationen bestimmter Arten für einen vorhandenen Lebensraum zu vermeiden.

Aber ich weiß schon, für den Jäger sind sie natürlich nichts anderes als Konkurrenten. Jede Beute eines Raubtieres ist eine Objekt weniger, welches der Jäger abknallen kann !

Aber so sind sie halt, unsere Gatterjäger .................

Antworten
Geerdeter Steirer
0
2
Lesenswert?

Natürliche Auslese und Reinigung

nennt man es eben im Tierreich, kranke und schwache bleiben dadurch nicht über, das ist das was du genauso meinst, jedoch sind die "Gatterjäger", wie du sie nennst, damit nicht einverstanden.
Wenn sie es als Konkurrenten empfinden dann sollten sie mal gründlichst inne halten und gründlichst nachdenken, alles soll und darf vom Menschen einfach nicht alles reglementiert werden, das begreift diese Spezies eben nicht oder sie will es aus ihrem schießwütigem Ego heraus nicht begreifen oder realisieren.

Antworten