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Keine Spur von Felzmann Schüsse von Stiwoll jähren sich zum zweiten Mal

Die tödlichen Schüsse von Stiwoll in der Steiermark jähren sich am heutigen Dienstag zum bereits zweiten Mal. Nach dem mutmaßlichen Täter Friedrich Felzmann wird seither immer noch gesucht.

© APA (Scheriau)
 

Die Schüsse von Stiwoll haben sich am Dienstag zum zweiten Mal gejährt - am 29. Oktober 2017 hatte Friedrich F. in einem Nachbarschaftsstreit mit einem Gewehr zwei Menschen erschossen und eine weitere Person schwer verletzt. Danach war der Mann geflüchtet, seither blieb er verschwunden. Laut Polizei werden die Hinweise immer weniger, 2019 gab es 19. Keiner brachte einen Durchbruch.

Den Schüssen in der kleinen Gemeinde im Hügelland westlich von Graz waren Streitereien um das Wegerecht unter den Nachbarn vorausgegangen. Am 29. Oktober hätte es zu einer Aussprache kommen sollen, doch der damals 66-Jährige lauerte den drei Personen - ein Mann und zwei Frauen - auf und schoss aus dem Hinterhalt.

Eine wochenlange intensive Suche mit Hunderten Einsatzkräften führte nicht zum Verdächtigen. Immer noch ist unklar, ob er noch lebt, sich ins Ausland abgesetzt hat oder sich versteckt hält. 85.600 Stunden waren Polizeikräfte bis 2018 im Einsatz, 3,5 Millionen Euro kostete die Suche nach dem Weststeirer bisher.


Zwei Tote: Bewaffneter Täter flüchtig

Gesamt gab es seit der Tat rund 460 Hinweise, davon 19 in diesem Jahr. Diese kamen aus Wien, der Steiermark, Tirol und Oberösterreich sowie aus dem europäischen Ausland. Stichhaltige Spur von Friedrich Felzmann konnte aber bislang keine gefunden werden.Die "Soko Friedrich" wurde im Februar 2018 eingestellt. Zuletzt gab es im Dezember 2018 einen Großeinsatz in Hamburg, wo ein Busfahrer Felzmann erkannt haben wollte. Kurz davor hatte eine in einem Wald in Böhmen entdeckte Leiche die Ermittler auf den Plan gerufen - auch hier handelte es sich nicht um Friedrich Felzmann.

Der Doppelmörder von Stiwoll befindet sich weiter auf der Europol-Liste der meist gesuchten Verbrecher, wo sich neben Felzmann, Tibor Foco und Elisabeth Gertrude Skarits drei meistgesuchte Personen ("Most Wanted") aus Österreich finden. Zweckdienliche Hinweise werden mit 5000 Euro belohnt.

Bei der Exekutive geht man davon aus, dass der Tod des Schützen mit der Zeit immer wahrscheinlicher werde. Aber die Fahndung ende erst, wenn man ihn gefunden habe, hieß es.


Video vom Polizei-Einsatz in Stübing