AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Erleichterung Slowenien bläst Murkraftwerke an der Grenze ab

Die neue slowenische Regierung rückt von den Plänen ab, an der geschützten Grenzmur Wasserkraftwerke zu bauen. WWF spricht von "zentralem Schritt zum Schutz und zur ökologisch nachhaltigen Entwicklung" des Grenzflusses zur Steiermark.

Die Kraftwerke an der steirisch-slowenischen Grenzmur dürften abgeblasen werden © kk
 

Nicht weniger als acht Wasserkraftwerke sollten es werden, die nach den Plänen des slowenischen Energiekonzerns „Slowenische Draukraftwerke Maribor“ entlang der 50 Kilometer langen Fließstrecke von Spielfeld flussabwärts entstehen sollten. Das Gebiet steht unter Natura-2000-Schutz und wurde in den vergangenen Jahren mit Millioneninvestitionen renaturiert.

"Mur schützen"

Jetzt stellt sich die neue slowenische Regierung selbst gegen das Vorhaben. Im Koalitionsabkommen der fünf Regierungsparteien wurde eine entsprechende Vereinbarung festgeschrieben, jubelt man beim WWF, der seit Jahren gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen gegen die Kraftwerkskette an der steirisch-slowenischen Grenze kämpft. Demnach heißt es in dem Papier: „Wir werden die Mur schützen und keine Wasserkraftwerke an diesem Fluss bauen.“

Der WWF spricht von "einem zentralen Schritt zum Schutz und zur ökologisch nachhaltigen Entwicklung" der Mur und fordert nun, dass die slowenische Regierung auch das bereits fix geplante Wasserkraftwerk in Hrastje-Mota absagt, dessen Staubereich bis an die Grenze zur Steiermark reichen würde. Ein Begehren, dem sich auch die steirischen Grünen anschließen. "Die Mur selbst, der begleitende Auwald und die angrenzende Kulturlandschaft bilden zusammen einen der artenreichsten Lebensräume Europas", begründet die grüne Umweltsprecherin Sandra Krautwaschl.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren