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SteiermarkbahnNeuer Name, neues Aussehen, neuer Chef und neue Struktur

Totalumbau bei der Steiermärkischen Landesbahn, die ab jetzt "Steiermarkbahn heißt". Was sich alles ändert.

Neues Logo, neue Chefs: StB-Boss Gerhard Harrer, Ronald Kiss (Infrastruktur), Landesrat Anton Lang, Landesbaudirektor Andreas Tropper © STB
 

Seit dem tragischen Zugsunglück in Übelbach mit zwei Toten im Jahr 2015 arbeitet man bei der Steiermärkischen Landesbahn an einer Totalreform der zum Land gehörenden Bahn, die immerhin pro Jahr 3 Millionen Passagiere und 200.000 Gütercontainer befördert.

Neu sind ab sofort aber nicht nur Name ("Steiermarkbahn") und Aussehen (die Züge sind ab sofort weiß-grün und nicht mehr rot-grün).

Auch die Struktur ist völlig neu - und das hat vor allem mit den Vorgaben der EU zu tun, die vorschreibt, dass Bahnbetrieb und Infrastruktur voneinander getrennt werden müssen.

So sieht die neue Steiermarkbahn aus

Also wurden Gesellschaften mit beschränkter Haftung gegründet und die "Steiemarkbahn und Bus GmbH" sowie deren Tochter "Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH" gegründet. Neuer Geschäftsführer beider Unternehmen ist der frühere Koralmbahn-Projektleiter Gerhard Harer.

Beim Land verbleibt der Wirtschaftsbetrieb mit Bahn-Infrastruktur (u.a. 124 Kilometer Bahngleis, Terminals...) und Werkstätten. Sie werden vom Landesbediensteten Ronald Kiss geleitet.

Was sich für den Zugfahrgast ändert? Vorerst nicht so viel. Außer, dass man etwa bei der etwas veralteten Murtalbahn erst am Donnerstag im Land Steiermark die Weichen für neue Investitionen über 19 Millionen Euro gestellt hat. Damit soll die Streckenfahrzeit von Unzmarkt bis Murau auf 25 Minuten (derzeit 38 Minuten) verkürzt werden und künftig auch ein Stundentakt (derzeit Zweistundentakt) eingeführt werden.

Das Land Steiermark bleibt auch nach der Umstrukturierung Alleineigentümer der Landesbahn. Als Eigentümervertreter gab Verkehrslandesrat Anton Lang am Freitag noch einmal ein klares Bekenntnis zur Steiermarkbahn ab: "Ich werde oft gefragt - 'Ja brauchen wir denn selbst eine Bahn'? Darauf kann ich nur laut 'Ja' Sagen. Und zwar wegen der Unabhängigkeit." Besonders im Personennahverkehr sei es wichtig, nicht immer von externen Anbietern abhängig zu sein, um entsprechende Angebote setzen zu können.

Die Steiermarkbahn

Seit 1890 gibt es die Steiermärkische Landesbahn (neu: Steiermarkbahn) als Dach mehrerer Regionalbahnen.

Mit 43 Lokomotiven bzw. Triebwagen werden die beiden S-Bahn-Strecken der Übelbacher Bahn (Graz – Peggau – Übelbach) und der Weizer Bahn (Graz – Gleisdorf – Weiz), sowie die Gleichenberger Bahn (Feldbach – Bad Gleichenberg) und die Murtalbahn (Unzmarkt – Murau – Tamsweg) betrieben.

Auf der Murtal- und Gleichenberger Bahn gibt es auch historische Dampfbummelzüge.

43 Busse auf 22 Linien gehören ebenfalls zum Netz der Steiermarkbahn.

Wöchentlich 150 Zugverbindungen und 22-Buslinien wurden im Jahr 2017 von mehr als drei Millionen Passagieren genutzt.

In der Güterverkehrssparte werden jährlich 1,4 Millionen Tonnen bzw. 200.000 Container bewegt (Tendenz dank Auftrieb der Auto- und Zulieferbetriebe um Graz stark steigend).

 

 

Kommentare (3)

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Hildegard11
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Weiß grün

Genauso gehörten auch die Grazer Strassenbahnen wieder weiß grün. Nicht so ein anonymes Silber-grau-nix.

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paulrandig
1
11
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Hildegard11

Ich finde das Silber elegant. Aber eigentlich ist es mir egal. Was ich immer nervend finde, sind die werbebedruckten Glasscheiben.

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stadtkater
1
2
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Die Holding

braucht die Werbeeinnahmen, sonst könnten sie nicht so "günstig" sein;-)!

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