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KassenreformSchwarze Gewerkschafter hoffen auf ein "Pfingstwunder"

Die steirische FCG-Spitze sieht den Umbau der Sozialversicherungen mit Sorge. Vorsitzender Gosch und ÖGB-Vize Haberl wollen "überzeugende Fakten" von der Regierung sehen.

Franz Gosch und Franz Haberl (FCG) © FCG
 

Zur sich abzeichnende Einigung der Bundesregierung zur Kassenreform meldeten sich am Montag der steirische AK-Vizepräsident und FCG-Vorsitzende Franz Gosch sowie der stellvertretende ÖGB-Vorsitzende Franz Haberl (FCG) zu Wort. Sie mahnen von allen Beteiligten ein "pfingstliches Wunder" ein, das einen breiten Dialog möglich machen soll.

Denn die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) fordert, dass Experten der Sozialpartner in die Debatte voll eingebunden werden. „Immerhin sind die selbstverwalteten Sozialversicherungsträger und deren Einrichtungen das Eigentum der Versicherten", argumentiert Gosch. Österreich habe im Vergleich zu 40 anderen Sozialsystemen weltweit eines der besten Sozialversicherungssysteme - und nach Japan das zweitgünstigste, betont Gosch.

Fakten müssen auf den Tisch

Die beiden VP-Arbeitnehmervertreter machen in einer Aussendung deutlich, dass sie zwar für notwendige Reformen sind, die Leistungen eines bewährten Systems sollten aber gewahrt bleiben. "Wer unser bislang funktionierendes Gesundheitssystem gesellschaftspolitisch auspressen will ohne gleichzeitig überzeugende Fakten auf den Tisch zu legen, wo genau eingespart werden könne, befindet sich auf einer gefährlichen politischen Hochschaukelbahn", richten sie der türkis-blauen Regierungsmannschaft in Wien aus.

Franz Haberl wiederholte in diesem Zusammenhang die Jobgarantie für Sozialversicherungs-Mitarbeiter, wie sie die ÖVP-Klubobleute bundesländerweit bereits vor Tagen abgegeben haben.

Kommentare (4)

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Paddington
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11
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Wohl keine Einsparungen möglich

In Österreich sind die Verwaltungskosten in diesem Bereich bereits jetzt sehr gering. Hier sind Einsparungen kaum mehr möglich. Die Versicherten werden ja nicht weniger, man braucht also das Personal. Dass man bei der Angabe der Anzahl von Dienstwagen auch alle Kfzs für zB Krankenstandskontrolle, Postwege etc. eingerechnet hat, hat sich auch schon angedeutet (Argument daher unsinnig). Dass man die Leistungen nicht kürzer kann (zu erwartende Proteste) und auch nicht verbessern kann (zu wenig Geld) wissen wir auch schon. Wo bleibt also der Nutzen-außer die Parteien wollen mehr Einfluss und die Versicherten scheinen mittels einer Neidkampagne gegeneinander ausgespielt zu werden. Schade um unser funktionierendes System. Nix für die Versicherten, alles für die Parteien.

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docholliday
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Bitte

Bei ernest pichlbauer nachlesen

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Paddington
0
2
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Theoretisch....

Geht viel. Man muss aber immer das Verhalten der Betroffenen (Patienten, Ärzte bis hin zu mitredenden Angehörigen) miteinbeziehen. Theorie toll, aber es geht um die Praxis. Aber unsere Regierung hat die Theorie gerne, die weicht nur leider stark von der von den Menschen gelebten Praxis ab. Es will halt jeder FÜR SICH das Beste und da ist es den Betroffenen ziemlich egal, was die Theorie für sie vorsieht.

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jg4186
1
17
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Einsparungen - wo?

Ich bin immer für Reformen, so sie sinnvoll sind. Umso mehr, wenn sie Einsparungen, sprich bei den Versicherungen, Verbesserungen für Patienten bringen. Beide sehe ich derzweit nirgends bei den Vorschlägen zur Kassenreformen. Außer: Türkis/Blau wollen alles unter Kontrolle haben, alle Macht in ihrer Hand. Und das ist undemokratisch und gefährlich für das gute Miteinander aller im Land. Die Tendenzen zur Alleinherrschaft sind klar erkenntlich - wie bei Orban, oder Erdogan, oder in Polen, .....

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