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Bahn-Modernisierung

ÖBB pumpen Millionen in steirische Südbahn

Das Bahn-Teilstück von Bruck an der Mur nach Graz wird modernisiert. Allein in den Bahnhof Frohnleiten fließen 80 Millionen Euro, wie ÖBB-Chef Christian Kern in Graz bekannt gab. Von Norbert Swoboda

THEMENBILD-PAKET: VERKEHR/BAHN/OeBB
Die Südbahn soll für Bahnkunden attraktiver werden © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Wie ein Zug unter Volldampf – so präsentierte gestern Christian Kern, Chef der ÖBB, am Grazer Hauptbahnhof die umfangreichen Ausbaupläne der Bundesbahnen ab 2016 für die Südbahn im Abschnitt von Bruck nach Graz.

80 Millionen Euro sollen alleine in den Ausbau des Bahnhofs Frohnleiten investiert werden, „das sichtbarste Zeichen unserer Investitionen“, so Kern. Bis 2019 werden neben dem barrierefreien Inselbahnsteig auch 33 Weichen, mehr als zehn Kilometer Geleise und 14 Kilometer Fahrleitungen erneuert. Dazu kommt ein neuer Bahnsteig. Zudem wird die Bahn zu Mayr-Melnhof besser eingebunden.

Doch das ist nur Teil des Bauprogrammes, das Gleis- und Fahrleitungserneuerungen vorsieht, den Neubau der Kugelsteinbrücke sowie die Bahnhofsausbauten und -umbauten in Peggau-Deutschfeistritz, Mixnitz-Bärenschützklamm und Gratwein-Gratkorn.

Im Grunde, so Kern, habe die Südbahn als Verbindung zur riesigen Wirtschaftszone in Norditalien dasselbe Potenzial wie die Achse der Westbahn – derzeit wird allerdings die Westbahn viermal so stark befahren. Wie Kern betonte auch der neue steirische Verkehrslandesrat Jörg Leichtfried, nach dem Ausbau von Koralm- und Semmeringtunnel werde die Südbahn „nichts mehr mit jener Südbahn zu tun haben, die ich in meiner Jugend kennenlernte“.

Welche Bedeutung die ÖBB für die Steiermark haben, konkretisierte Kern: „Wir investieren heuer rund 340 Millionen Euro in Erneuerung und Neubau und sind damit einer der größten Investoren im Land.“ Bis 2019 fließen rund 2,3 Milliarden Euro an Bundesmitteln in den Ausbau des steirischen Schienennetzes.

Welche Hoffnungen hegt Kern? „Wir erwarten bis 2025 statt bisher 200 Züge auf der Südbahn 400.“ Für die Steiermark käme ein 15-Minuten-Taktverkehr zwischen den beiden Ballungszentren Graz und der Mur-Mürz-Furche in Betracht. Freilich, da wird man noch über das Geld reden müssen. Leichtfried gab gestern zwar ein Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr ab, über Zahlen wollte er aber nicht reden.

Kommentare (21)

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Efried
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Metriken einführen

ohne größere Verbesserung in der Geschwindigkeit (gemessen max. 90 km/h) und Verbilligung wird der Bus obsiegen...

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homerjsimpson
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@marinerjoe

Erstens fehlt nicht überall das Geld, das fehlt in Griechenland, wir haben durchaus genug Geld für sinnvolle Investments. Im Artikel ist ja eh beschrieben, dass es nicht nur um den Bahnhof allein geht und es Vorteile für die Wirtschaft bringt. Die ÖBB hat einen volkswirtschaftlichen Auftrag was Infrastruktur-Schaffung angeht, keinen betriebswirtschaftlichen. Einzelne Investments für sich gesehen sind außerdem zu 99% nicht bw-positiv, wenn man es kurzfristig betrachtet. Wenn eine Firma eine neue Werkshalle hinbaut, kommt das Geld auch nicht nach wenigen Tagen oder Wochen wieder rein.

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marinerjoe
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80 Millionen in einen Provinzkaffbahnhof zwischen Graz

und Bruck. Wie lässt sich das betriebswirtschaftlich rechtfertigen in Zeiten wo sonst überall das Geld fehlt?

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homerjsimpson
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@ARMATAS

Entweder kennst du den Bahnhof nicht, oder du bist blind. Wie kann man dort einsteigen ohne Treppen zu benutzen. Vlt sind dir Leute egal die das nicht können, vielen GsDank nicht.

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Sacredheart78
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Also ich bin froh, dass wir einen neuen Bahnhof bekommen. Den alten kannst eh schmeißen.

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5frbpqev52lc3zkrb2cqyxm16lqazm5w
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Du sollst ihn ja auch nirgends hinschmeißen.

Ein- und Aussteigen geht ohne Probleme. Fahren wirst mit dem neuen auch nicht besser.
Kann ja sein, dass das Projekt wie alle Bahnhöfe die Bereicherer verstärkt anzieht. Dann brauchst halt auch im neuen Bahnhof eine Security.

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Sacredheart78
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Das ist im Prinzip das gleiche, wie wenn die Straße zu deinem Haus/deiner Wohnung nicht gemacht wird. Wieso denn, wenn es schon eine gibt?

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clubderbunten
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Langsamfahrstellen beseitigen

Schade das es nur eine Modernisierung in den Bestand ist - und es keinerlei Fahrtzeitverkürzungen bringt.
Die eklatantesten Langsamfahrstellen mit nur 80 km/ h zwischen Bruck und Graz sind in Stübing und Frohnleiten.
Schon lange ist die Kugelsteinbrücke aufgrund des maroden Zustandes eine weitere Langsamfahrstelle. Warum wurde dies nicht schon eher neu Gebaut. Eine Brücke nach schon 49 Jahren neu zu bauen zeugt nicht von Qualität. Vorher ging die Bahn übrigens an der Badlwand entlang in einem Steinschlagschutzviadukt entlang. Da dieser zu wenig Höhe hatte und man elektrifizieren wollte - wurde eine neue Trasse - Kugelsteinbrücke Tunnel Murbrücke erstellt.

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vollerhubert
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Seit 29.Juni wurde mit den Vorarbeiten für die Errichtung der neuen Brücke begonnen. Es erfolgtnun die Herstellung von entsprechenden Zufahrten für die Einrichtung der Baustelle.

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Efried
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schwammig

Es wäre besser festzulegen, was erreicht werden soll. Dzt. dahren die Railjets in der Praxis tw. 70 km/h auf der Strecke, auch manchmal 5 km/h...

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siddhartha
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Wer den Artikel liest und den Inhalt versteht, weiß danach, dass genau deswegen erneuert wird.

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Efried
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keine Ziele

wo steht dass die Regelfahrtzeit Graz Bruck auf 20 oder 25 Minuten verkürzt werden soll?

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8wdm45xyf22gm1utzg85shk8fgidaalg
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lass es Efried

du kapierst es sowieso nicht

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Efried
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Tantchen

Ich kapier wohl dass die Politik keine Benchmarks setzt um nicht festgenagelt werden zu können.

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raspel
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Die Frage muss erlaubt sein,..

..wo da der volkswirtschaftliche Nutzen bleibt. Schließlich wird das ja wieder mit Schulden finanziert. Die vielen Millionen wären anderweitig sicher sinnvoller verwendet.

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baldasar
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Der ausbau des schienenverkehrs ist sinnvoll, dafür sofortiger stopp von strassenprojekten und förderungen für die ökostromlobbys. Es gehört die südbahn auf 230 Höchstgeschwindigkeit und 3 bis 4 gleisig ausgebaut wie die westbahn . Leider werden nur alte gleise durch neue ersetzt und paar Bahnhöfe saniert, keine linienverbesserungen und zusätzliche gleise, schade

Hauptsache die öbb infra investiert Milliarden in wien..

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homerjsimpson
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Wo denn?

Und dann fährt alles mit dem Auto, weil wir noch nicht genau Stau und Abgase haben? Volkswirtschaftlich rechnen sich Investitionen in die Bahn sicher, betriebswirtschaftlich ist was anderes, aber das gilt genauso für den Straßenausbau. Und fahren wollen alle, also irgendwo muss da Geld reinfließen, sonst heißts irgendwann wieder : zu Fuß gehen (was mir auch recht ist oft).

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5frbpqev52lc3zkrb2cqyxm16lqazm5w
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Es ergibt sich eigentlich nur die Frage woher die ÖBB die Millionen "pumpt".

"Pumpen" wäre ja die Diktion, dass man auf etwas Vorrätiges zurückgreift. Das kann die ÖBB aber nicht. Also bitte, woher soll das Geld sein?

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siddhartha
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Wortklauberei! Wenn sämtliche Investitionskosten der Wirtschaft nur von vorhandenem Geld finanziert würden, wäre die Gesamte Wirtschaft längst zusammengebrochen.

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5frbpqev52lc3zkrb2cqyxm16lqazm5w
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Die Praxis zeigt, dass Firmen die gezwungen sind ihre Investitionen fremdzufinanzieren früher oder später den Bach runtergehen.

Ohne Eigenkapital geht heutzutage gar nichts mehr. Ausserdem ergibt sich das Riesenproblem, dass bei kreditfinanzierten Unternehmen die Banken das Sagen haben. Und das ist schlecht, denn die können selber nicht wirtschaften wie man derzeit sieht.

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homerjsimpson
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Und die "Privatwirtschaft"

steht auch immer um Förderungen an bei jeder größeren Investition, also die Geschichte dass in der Wirtschaft keine Steuergelder reinfließen, glaubt nur wer keine Ahnung hat.

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