Ein Oststeirer stach negativ heraus: Als er am Samstagnachmittag in Sinabelkirchen die Polizeikontrolle sah, gab der 59-jährige Lenker Gas und raste der Polizei davon. Die kurze Flucht endete mit einem Totalschaden und einer Führerscheinabnahme wegen Alkohols am Steuer.
Er ist aber nur einer von mehr als 6000 Autolenkern in der Steiermark, die in der Vorwoche unliebsamen Kontakt mit der Polizei hatten. Denn die sieben Tage lang dauernde „Aktion scharf“ der Stadt- und Bezirkspolizeikommanden mit Schwerpunkt auf Geschwindigkeit führte in rund 4400 Fällen zu einer Anzeige wegen zu schnellen Fahrens und zu rund 1600 Organmandaten, wie die Landespolizeidirektion am Montag bekannt gab. Außerdem mussten rund 2300 Lenker in das Alkohol-Vortestgerät blasen, zwölf Autofahrer wurden wegen einer Alkoholisierung angezeigt.
Weitere Übertretungen: 90 Lenker wurden beim Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung erwischt. Elf Kennzeichen wurden abgenommen, weil die Fahrzeuge schwere technische Mängel aufwiesen. „Die Zahlen führen eindrücklich vor Augen, dass derartige koordinierte Schwerpunktaktionen absolut wichtig sind. Die steirische Polizei wird auch in Zukunft solche Aktionen durchführen. Durch Erhöhung des Kontrolldrucks kann die Verkehrssicherheit gesteigert werden“, sagt Oberst Kurt Lassnig, Leiter der Landesverkehrsabteilung, über die Bilanz der Schwerpunktwoche.